Gemischte Gefühle bei den TVW-Handballern

Handball

Die Herren konnten im Spiel gegen Ennigerloh ihr Selbswertgefühl steigern – trotz eines Gegentreffers kurz vor Spielende. Die Damen hingegen dürfen sich derzeit nicht als erste Verfolger fühlen.

Werne

, 10.12.2017, 20:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tobias Jäger erzielte sechs Treffer.

Tobias Jäger erzielte sechs Treffer. © Helga Felgenträger

Herren, Bezirksliga
TV Werne – TV Ennigerloh 26:26 (11:14)

Vier Sekunden fehlten den TVW-Männern zur kompletten Glückseligkeit. Kurz vor Schluss kamen die Gäste des TV Ennigerloh noch zum Ausgleich und entführten einen Zähler aus der Sporthalle am Lindert. TVW-Coach Axel Taudien jedoch trauerte nicht etwa einem verlorenem Punkt hinterher, sondern freute sich über einen gewonnenen Zähler – und die gestoppte Talfahrt nach sechs Niederlagen in Serie.

„Das kann man heute als Wendepunkt bezeichnen. Wir haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt wie in der Vergangenheit. Alle Spieler haben den Willen gezeigt, nicht wieder verlieren zu wollen. Darauf können wir aufbauen“, zeigte sich Taudien nach Abpfiff zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Der TV Werne legte gut los und ging schnell mit 3:0 in Führung. Doch danach schlich sich Unsicherheit ein. Ballverluste und Zeitstrafen waren die Folge. Die Gäste aus Ennigerloh wurden sicherer und erspielten sich so eine 14:11-Pausenführung.

Nach dem Wechsel kämpfte der TVW sich heran, glich in der 42. Minute zum 19:19 aus und ging eine Minute vor Schluss durch einen Treffer von Luca Gründken sogar mit 26:25 in Führung. Doch der Vorsprung konnte nicht über die Zeit gerettet werden. Mit nun 8:12-Punkten liegt der TVW nach zehn Spielen auf Rang acht der Tabelle.

Team und Tore
TVW:
Wulfert, Rensmann, T. Schüttpelz (1), Nadrowski (1), Gröblinghoff (4), Berg, Leidecker (1), Most (6), Benecke, Jäger (6), Gründken (3), Bade (2), F. Schüttpelz (2), Schneider.

Frauen, Bezirksliga
TV Werne – VfL Brambauer 20:29 (12:15)

Das Endergebnis lässt eine klare Angelegenheit vermuten. Deutlich wurde der Brambauer Sieg aber erst, als die Werner Spielerinnen kurz vor Schluss Monika Rykowski dreimal zu Tempogegenstößen einluden. „Da haben wir dann den Kopf in den Sand gesteckt“, sagte TVW-Trainer Yogi Nickolay. Er sah sein Team in der ersten Halbzeit auch zweimal in Führung gegen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter. Zur Pause waren die Gäste beim 12:15 zumindest noch in Schlagdistanz.

Nach der Pause und mit zunehmender Spieldauer setzte sich Brambauer aber immer wieder ab, lag zwischenzeitlich mit fünf Toren vorne. Der TVW biss sich zurück ins Spiel, kam bis auf 18:20 ran, haderte aber auch oft mit den Paraden von Torfrau Cathrin Saamen-Fendt. Die Schwester von Kreisläuferin Britta Saamen zauberte der VfL mal eben aus dem Hut, sie feierte gegen Werne ihre Premiere.

„Der VfL hat sich den Sieg aber schon allein wegen seines Kreisläuferspiels verdient“, sagte Nickolay. Seine Spielerinnen bekamen Saamen und auch Lisa Karau (sieben Tore) nicht in den Griff. „Die drehen die Hintern rein, das mag grenzwertig sein, aber wenn es nicht gepfiffen wird, musst du gegenhalten“, sagte der TVW-Trainer zur intensiven Spielweise der Gäste. Auf Platz fünf liegend will Nickolay mit seinem Team nun von Spiel zu Spiel denken und auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

Team und Tore
TVW:
Leder, Schösse – Przybilla (2), Weißgerber, A. Majchrzak, Hattop (1), Holtrup, X. Majchrzak, Stengl (4), Lambert, Nickolay, Goletz (6), Westendorf (1), Heinrich (6

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