Hauke Bintigs Wallach Grand Courage geht auf Abschiedstour

Lenklarer Reitertage

Der 17-jährige Grand Courage hat seine bisherigen Reiter schon zu großen Triumphen geführt. So auch Hauke Bintig. In diesem Jahr ist für den Wallach aber Schluss mit dem Turniersport.

Werne

, 18.04.2019, 22:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das vorletzte Turnier für den 17-jährigen Westfalenwallach Grand Courage. Bald geht der Schimmel „in Rente“.

Das vorletzte Turnier für den 17-jährigen Westfalenwallach Grand Courage. Bald geht der Schimmel „in Rente“. © Marcel Schürmann

Mit der 39. Auflage der Lenklarer Reitertage beginnt zugleich auch die Abschiedstournee des 17-jährigen westfälischen Wallachs Grand Courage, der derzeit in Diensten des ebenfalls 17-jährigen Werner Springreiters Hauke Bintig steht. „Das ist definitiv sein letztes Turnierjahr“, sagte Bintig am Donnerstag. Mit dem Schimmel, der von Grand Coeur und aus einer Rivellino-Mutter abstammt, möchte Bintig Anfang Mai noch ein paar Prüfungen beim Reitturnier des ZRFV Kamen gehen. Danach ist Schluss.

Erfolgreiche Zeit

Mit Grand Courage holte Bintig wichtige Erfolge, siegte vor drei Jahren unter anderem beim vereinseigenen Turnier in Brilon im Ein-Stern-S-Springen. Bei den Westfälischen Meisterschaften 2016 überragte das Werner Duo im Auftaktspringen der Junioren. Insgesamt stehen an die 20 S-Siege mit drei verschiedenen Reitern für Grand Courage zu Buche. Zuvor saßen bereits Dennis Buddenberg und Ronny Lösche im Sattel des Westfalenwallachs. Seit einigen Jahren reitet Bintig seinen Grand Courage und erfüllte mit ihm bereits im Alter von 16 Jahren die Voraussetzungen für das Goldene Reitabzeichen.

Pech im M-Springen

Am Donnerstag gingen die beiden Teenies, Hauke Bintig und Grand Courage, nochmal eine Prüfung in Lenklar: Im Zwei-Sterne-M-Springen nur für Männer legten die beiden mit 55,04 Sekunden eine Top-Zeit hin, die auch für eine sehr gute Platzierung gereicht hätte - scheiterten allerdings an einem Hindernis, was ihnen vier Strafpunkte einbrachte.

Schon in der vorherigen Prüfung, einem Ein-Stern-M-Springen am Donnerstagmittag, das einen Tag nach dem Amazonentag ebenfalls nur für männliche Reiter vorgesehen war, hatte Hauke Bintig etwas Pech. Dreimal ging er die Prüfung, mit der zwölfjährigen Stute Crumble de Breve landete er mit einer blitzsauberen Nullrunde auf Rang fünf der ersten Abteilung - verpasste das Treppchen nur knapp. „Mit Crumble war ich im Parcours echt zufrieden“, meinte Bintig. Mit der siebenjährigen Stute Sunflower wurde die Zeit im Ein-Stern-M-Springen hinten raus etwas lang und auch zwei Hindernisabwürfe verhinderten eine Platzierung. „Ich fand, es lief auch mit Sunflower ganz gut. Ich habe sie erst seit ein paar Wochen und dafür war das schon ganz okay“, so Bintig.

„Wir wären Dritter geworden“

Geärgert habe sich Bintig nur nach dem Durchgang mit Cum Gaudio. Mit einer starken Zeit von 57,63 Sekunden durchlief die Stute die Lichtschranke. Doch eines der letzten Hindernisse wurde ihr zum Verhängnis. „Cum Gaudio haben wir selbst gezogen. Keiner hat wirklich an sie geglaubt. Trotzdem hätten wir es beinahe geschafft. Mit der Zeit wären wir wohl Dritter geworden. Dass es eins der letzten Hindernisse war, ist natürlich besonders ärgerlich“, berichtete Bintig nach der Prüfung.

Siege und Platzierungen für heimische Reiter

Der achte Turniertag hatte darüber hinaus noch eine A-Eignungsprüfung zu bieten, in der sich Jana de Beer und Belistano (RV von Nagel Herbern) mit einer Wertnote von 7,7 vor Tobias Vollmer und Bella Ragazza (RV St. Georg Werne, 7,6) durchsetzten. In einer A-Dressurpferdeprüfung siegte Lefke Bennemann mit Escada vom RV Kaltof (8,2) vor den beiden Reiterinnen des ZRFV Lützow Selm-Bork-Olfen Tatjana Stoff mit Anando und Stephanie Heemeier mit Cietje.

Für Marvin Hawighorst war es erneut ein gelungener Tag: Der Herberner Reiter sprang mit La Coriana in der ersten Abteilung des Ein-Stern-M-Springs auf Platz eins - hatte bei 52,86 Sekunden knapp vier Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Weitere Platzierungen fuhr Oliver Schaal vom RV St. Georg Werne für den heimischen Reitverein ein: Im Zwei-Sterne-M-Springen landete er in Abteilung zwei mit Calvin auf Rang eins (58,14 Sekunden) und verpasste die Bestzeit nur um knapp drei Zehntel. In Abteilung eins sprang er mit Dolla auf Rang drei (63,11 Sekunden).

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