„Hauptsache wieder zocken“: Nach Wiedereröffnung läuft in der „PadelBase“ alles nach Plan

mlzPadel-Tennis

Endlich ist wieder Padel-Tennis-Zeit. Nach fast zweimonatiger Schließung durch Corona, ist der Ansturm auf die Werner Anlage groß. Doch auch die Ruhepause haben die Betreiber gut genutzt.

Werne

, 25.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude bei den Betreibern der „PadelBase“ in Werne war riesengroß, als sie endlich nach fast zweimonatiger Zwangspause ihre Türen wieder für die Spieler öffnen durften. Als das Okay vom Ordnungsamt kam, mussten die Betreiber auch nicht lange auf den ersten Ansturm warten. „Direkt am Eröffnungstag am 7. Mai standen schon wieder die Spieler auf den Courts. Die waren alle richtig heiß darauf“, erinnert sich Mitarbeiterin Laura Hirsch.

Erst einmal durfte aber nur auf den Außenfläche Padel-Tennis, eine Art Mischung aus Tennis und Squash, gespielt werden. Vier Tage später wurden dann auch die Innenräume freigegeben. Bis die Ersten die Anlagen aber betreten durften, mussten noch einige Vorkehrungen getroffen werden. Für Hirsch war das aber komplizierter als gedacht. „Für uns Unternehmen ist es schwierig zu wissen, was wir nun alles dürfen und worauf wie exakt achten müssen.“ Sie hatte keine Seite gefunden, auf den die ganzen Regel gebündelt stehen. Nach einiger Recherche erstellte sie sich dann ihre ganz eigene Liste mit allen Maßnahmen.

Großes Verständnis für neue Regeln

Direkt im Eingangsbereich steht für die Spieler eine Art Hygienebar, ausgestattet mit Desinfektionsmittel. Nach dieser ersten Station geht es ab zum Hände waschen und zur Eintragung in die Anwesenheitsliste. Bei einigen Dauerspielern kam dort schon richtige Routine auf, da sie ständig ihren Kontaktdaten angeben mussten. „Es wurden schon Witze gemacht, dass sie eigentlich ein Stempelkissen bräuchten“, sagt Hirsch. Doch trotz dieser vielleicht nervigen Regelungen, würden alle Spieler großes Verständnis für die getroffenen Maßnahmen zeigen. „Hauptsache wieder zocken, war da das Motto.“ Bisher laufe auch alles nach Plan, jeder halte sich an die entsprechenden Vorschriften.

Eine Besonderheit in der aktuellen Lage gibt es aber noch. Die „Padelbase“ stellt zwar immer noch eigenen Schläger, die ständig desinfiziert werden, die entsprechenden Bälle sollen die Spieler aber selbst mitbringen. Auch die Duschräume sind weiterhin geschlossen. Für Laura Hirsch und ihre Mitarbeiter war diese ganze Umstellung mit einem enormen Aufwand verbunden, und ist es heute noch. „Unsere Mitarbeiter hinter der Theke müssen sich beispielsweise alle halbe Stunden die Hände waschen und mit Mundschutz arbeiten.“

Großer Hausputz in der Coronapause

Doch für die 24-Jährige lohnt sich diese Arbeit definitiv, denn während der Schließung hat die Anlage in Werne finanzielle Einbußen gemacht, sodass sie sich Unterstützung vom Land NRW holen mussten. Mit der Wiedereröffnung kann nun wieder Geld in die Kasse kommen. Die Ruhe in den Courts der Anlage wurde aber gut genutzt. „Wir haben einen kompletten Hausputz gemacht und wirklich jede Ecke gesäubert“, erklärt Hirsch. Hinzu kommt noch neu installierte Fangnetze.

Zur Zeit sind die Courts vor allem nachmittags gut besucht. Ganz ausgebucht seien die Anlagen aber nicht, denn viele Dauerspieler buchen erst zwei oder drei Tage im voraus. „Wir haben aber auch Gäste, die sich bei der Eröffnung direkt für Termine einen Monat im voraus eingetragen haben“, erklärt Hirsch. Gerne hätten die Betreiber am Vatertag eine große Aktion geplant, um für noch mehr Spieler zu sorgen. „Da wollten wir die Teams dann wild durchmischen, doch auch wir müssen uns aktuell zurücknehmen.“

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