Wernes Henry Poggenpohl erklärt seinen Jubellauf nach seinem sehenwerten Treffer zum 1:0

mlzWerner SC

Nach dem frühen Tor durch Henry Poggenpohl sah es so aus, als könne der WSC seinen irren Lauf weiter fortsetzen. In der Schlussphase hatte der Torschütze zum 1:0 aber eine leise Vorahnung.

von Marcel Schürmann

Werne

, 23.09.2019, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läuft die sechste Spielminute im Meisterschaftsspiel zwischen dem Werner SC und dem TuS Wiescherhöfen. Henry Poggenpohl - eigentlich Außenbahnspieler des WSC - steht im Gästestrafraum blitzeblank und bekommt den Ball von der rechten Seite halbhoch von Daniel Durkalic zugespielt. Poggenpohl springt in die Luft, nimmt den Ball volley per Seitfallzieher. Gäste-Keeper Marco Behrend ist ohne Chance. Das frühe und umjubelte 1:0 des Werner SC, das am Ende doch nicht reichen sollte.

Sprint über den halben Platz

Das ahnte zu diesem Zeitpunkt jedoch niemand. Fast alle seine Mitspieler gratulierten dem Torschützen zu seinem bereits dritten Saisontreffer. Doch der hatte, nachdem der Ball im Netz zappelte, nur ein Ziel vor Augen: Trainer Lars Müller. Poggenpohl setzte einen Sprint über den halben Platz zu seinem Coach an, fiel im freudestrahlend in die Arme. Coach Müller klatschte breit grinsend mit seinem „Drei-Tore-Goalgetter“ ab.

Wernes Henry Poggenpohl erklärt seinen Jubellauf nach seinem sehenwerten Treffer zum 1:0

Poggenpohl (M.) war von seinen Mitspielern nach seinem Tor kaum zu halten. © Schürmann

Nach dem Spiel erklärte Poggenpohl seinen Jubellauf: „Vorm Spiel hat mir Lars (Lars Müller, Anm. d. Red.) gesagt: ‚Es wird mal wieder Zeit zu netzen‘. Das habe ich mir zu Herzen genommen. Der Jubel war dann ein kleines Dankeschön für das Vertrauen, das er mir schenkt.“ Doch sofort fügte er hinzu: „Viel schöner wäre es gewesen, wenn wir zusammen gewonnen hätten.“

„Die beschissensten Minuten für Gegentore“

Am Ende reichte Poggenpohls Treffer nicht aus, der WSC verlor noch mit 2:3 - und damit erstmals in dieser Saison. „Wenn man kurz vor der Pause so unglücklich das 1:1 bekommt, und direkt nach Wiederanpfiff das 2:1 hinterher, sind das natürlich die beschissensten Minuten für Gegentore. Wir führen 44 Minuten hochverdient und liegen plötzlich hinten“, sagte Poggenpohl zu den Toren, die innerhalb kürzester Zeit den Spielstand auf den Kopf stellten.

Nach dem 2:2 durch Marvin Stöver in der 82. Minute brach auf der Werner Bank, auf der auch Poggenpohl nach seiner Auswechslung Platz genommen hatte, nochmals euphorischer Jubel aus. „Ich habe aber direkt gesagt, dass dieses Spiel wohl nicht unentschieden zu Ende gehen wird“, so Poggenpohl weiter.

Wernes Henry Poggenpohl erklärt seinen Jubellauf nach seinem sehenwerten Treffer zum 1:0

Marvin Stöver (blaues Trikot) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2. © Schürmann

Poggenpohl zuversichtlich: „Machen es gegen Roxel besser“

Er sollte recht behalten. „Beide Teams sind aufs dritte Tor gegangen. Es war ein starker Schlagabtausch. Wir müssen jetzt aus den Fehlern lernen. Vielleicht können wir am Ende der Saison sagen, die Niederlage kam zum richtigen Zeitpunkt. Ich bin zuversichtlich, dass wir es gegen Roxel wieder besser machen“, richtete Poggenpohl den Blick bereits nach vorn.

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