Herbern glanzlos im Finale – WSC geht unter

Volksbank-Cup

In den Halbfinals des Volksbank-Cups setzte sich der SV Herbern in einem hitzigen Spiel gegen den TuS Wiescherhöfen durch. Gastgeber Werne scheidet hingegen völlig verdient aus.

Herbern, Werne

, 26.07.2018, 13:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Bild mit Symbolcharakter: Beim Spiel gegen des TuS Wiescherhöfen gab es für die Herbern ordentlich was auf die Socken. Foto: Schmittmann

Ein Bild mit Symbolcharakter: Beim Spiel gegen des TuS Wiescherhöfen gab es für die Herbern ordentlich was auf die Socken. Foto: Schmittmann

Im ersten Halbfinale des Volksbank-Cups traf am Mittwochabend der Fußball-Landesligist SV Herbern auf den gleichklassigen TuS Wiescherhölfen. Anders als am Vortag gegen den Werner SC stand dieses Mal nicht Christian Adamek, Trainer der U23 des SVH, an der Seitenlinie, sondern der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte Holger Möllers. Der Trainer der ersten Mannschaft setzte voll auf seine Landesliga-Kräfte.

Die erste Halbzeit gehörte allerdings dem TuS Wiescherhöfen. Über ihre starke rechte Seiten schafften sie es immer wieder bis zur Grundlinie. Am Strafraum endeten allerdings zumeist die Angriffsbemühungen. So brauchte es eine klare Abseitsstellung, um die erste Großchance der Partie zu kreieren: Der agile Philipp Hayduk legte im Abseits stehend den Ball vor das Tor, von wo aus der anrauschende Stürmer ihn an die Unterkante der Latte beförderte. Obwohl der Ball klar die Torlinie überschritten hatte, ließ Schiedsrichter Marcus Lübbering weiterspielen – ausgleichende Ungerechtigkeit. Mit einem 0:0 ging es in Pause.

Hereinnahmen sorgen für Schwung

Nach der Pause brachte Holger Möllers gleich drei frische Kräfte: Hicham Bouaid, Rachid Souita und Dominik Degelmann. Doch flüssiges Kombinationsspiel blieb bei den Herbernern die Ausnahme. Nach 60 Minuten war es dann ein Geschenk der Abwehr des TuS Wiescherhöfen, das für das 1:0 sorgte. Luis Krampe behielt die Übersicht und legte perfekt in den Lauf von Sebastian Schütte, der ins linke Eck einschob. Fortan entwickelte sich auf der Sportanlage des WSC ein hitziges Duell, bei dem die Gemüter ein ums andere Mal hochkochten. Egal ob Abseitspositionen, Hand- oder Foulspiele: Alles wurde reklamiert. Schiedsrichter Lübbering hatte große Mühe, die Kontrolle über das Spiel zu behalten.

Für eines der seltenen spielerischen Highlights sorgte in der 74. Minute der eingewechselte Thanuyen Markandesar, der seinen Wischerhöfener Sturmpartner Noel Urban mustergültig bediente: 1:1. Doch in der Schlussphase dreht Herbern noch mal auf: Erst traf Daniel Anreas Dellwig-Jerez traumhaft aus 30 Metern, dann sorgte erneut Sebastian Schütte für die Vorentscheidung. Nach dem Spiel war Holger Möllers dennoch nicht restlos zufrieden: „Mit so einer Leistung steigen wir in der Landesliga ab. Aber wir hatten ja auch viele junge Spieler auf dem Platz.“

Im zweiten Halbfinale traf der gastgebende Werner SC auf die SG Massen. Auf gleich 13 Spieler musste Coach Lars Müllers verzichten. Und schnell wurde klar: Der zweite Anzug des WSC sitzt nicht.

A-Ligist zeigt Werne Grenzen auf

In einer chancenarmen ersten Halbzeit war dennoch der A-Ligist aus Massen die bessere Mannschaft. Gefällig zogen sie ihr Kombinationsspiel auf, ohne dabei zunächst gefährlich zu werden. Auch hier war es ein individueller Fehler, der für das 1:0 sorgte. Dennis Seifert vertändelte den Ball vor dem eignen Strafraum und musste mit ansehen, wie Franco Jans zur Führung für die SG traf.

Zwar fiel vor der Halbzeit noch das 1:1 für den WSC durch einen Elfmeter, aber das entpuppte sich in der zweiten Halbzeit als Makulatur. Der pfeilschnelle Franco Jans stellte die Werner Defensive vor schier unlösbare Probleme. Das 2:1 bereitete er vor, das 3:1 leitete er ein und den Schlusspunkt zum 4:1 setzte er selbst. Trainer Lars Müller war nach dem Schlusspfiff bedient: „Wir haben verdient verloren. Die Zusammenstellung der Mannschaft hat heute nicht gepasst. Aber wir bekommen das hin.“ Am Freitag steigt das Finale zwischen der SG Massen und dem SV Herbern. um 19 Uhr an der Sportanalge des WSC (Kardinal-von-Galen-Straße).

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