Herbern II ist die Überraschung der Saison

Fußball: Kreisliga

Die Reserve des SV Herbern ist die Überraschungsmannschaft der Fußball-Kreisliga A2 Münster. Vor der Saison hatte niemand die Herberner im Kampf um den ersten Tabellenplatz auf dem Zettel. Nach der Hinrunde sind sie zu einem ernst zu nehmenden Titelanwärter geworden und liegen auf Rang vier. Wir ziehen Bilanz.

HERBERN

von Matthias Kerk

, 28.12.2016, 12:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Herberns Trainer Björn Christ hat derzeit gut lachen: Seine Mannschaft übertrifft derzeit in der Kreisliga alle Erwartungen.

Herberns Trainer Björn Christ hat derzeit gut lachen: Seine Mannschaft übertrifft derzeit in der Kreisliga alle Erwartungen.

Saisonverlauf: „Wir sind in die Saison gestartet, wie wir es erwartet hatten. Dann haben wir die Spiele gegen Ottmarsbocholt und Davensberg am grünen Tisch geholt“, sagt Herberns Trainer Björn Christ. Danach habe seine Mannschaft eine Serie hingelegt. Neun Spiele blieb man ohne Niederlage. „Damit habe ich natürlich nicht gerechnet, zumal wir viele Ausfälle zu verkraften hatten.

Wenn man so eine Serie aufbaut, dann hat man auch das nötige Selbstbewusstsein und das nötige Glück, enge Partien zu gewinnen“, so Christ. Am vergangenen Spieltag folgte dann das Spitzenspiel als Zweitplatzierter gegen den Tabellenführer Mecklenbeck. Das wurde mit 1:2 verloren. So verpasste Herbern Platz eins. Dies sei aber nicht weiter tragisch, sagt Christ. Als Viertplatzierter stehe Herbern schon über den Erwartungen.

Gewinner und Verlierer: „Als Gewinner möchte ich Mirco Kortendick nennen. Mirco hat jedes Spiel gemacht und ist von Spiel zu Spiel sicherer geworden“, sagt Christ. Drei Treffer erzielte er für die Herberner. „Er hat einen Schritt nach vorne gemacht“, so Christ. Verlierer gebe es in seiner Mannschaft keine, da jeder im Team eine starke Hinrunde gespielt habe.

Mögliche Zu- und Abgänge: Die Herberner müssen in der Rückrunde zunächst auf Stürmer Lars Bußkamp verzichten. „Lars bekommt eine Chance in der Landesliga-Mannschaft. Das hat er sich auch verdient, da er nach seiner langen Verletzung wieder stark aufspielt“, sagt Christ. Sechs Treffer markierte Bußkamp für den SVH. Abgänge wird es keine geben.

Ausblick auf die Rückrunde: Die Herberner wollen nach der Pause dort anfangen, wo sie im Jahr 2016 aufgehört haben. „Wir möchten wieder möglichst viele Spiele gewinnen und dann schauen, was drin ist“, so Christ. Vor der Saison hatte er als Ziel einen einstelligen Tabellenplatz vorgegeben. „Jetzt wäre es schön, wenn wir die Spielzeit zwischen Rang fünf und sieben beenden könnten“, sagt Christ.

Mögliche taktische Umstellung: Der SVH stellt derzeit mit 16 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Kreisliga. Deshalb wird es keine großen taktischen Veränderungen geben. „Wir waren immer gut darin, aus einer sicheren Abwehr heraus Tore zu erzielen. Deswegen werden wir auch weiterhin versuchen, zunächst hinten sicher zu stehen“, sagt Christ. Das einzige, was der Mannschaft vielleicht noch fehle, wäre ein echter Goalgetter, der auch mal 20 Tore in einer Saison erziele, sagt er.

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