Herbern-Trainer Holger Möllers (48): „Bei uns darf sich keiner eine Pause gönnen“

mlzFußball-Landesliga

Platz sechs nach zehn Spielen - eigentlich kann der SV Herbern zufrieden sein mit dem Saisonverlauf. Trainer Holger Möllers sieht das ähnlich, sagt aber: „Ich dachte, wir wären weiter.“

Herbern

, 22.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 1:3 hat der SV Herbern am Sonntag sein Auswärtsspiel gegen den VfL Senden verloren. Es war nach einigen siegreichen Wochen mal wieder eine deutliche und verdiente Niederlage der Landesliga-Mannschaft von Holger Möllers. Johanna Wiening sprach mit dem Trainer des SV Herbern über den bisherigen Saisonverlauf, den großen Kader und die Erfolge des Werner SC.

Herr Möllers, wenn man die Niederlage gegen Senden am Sonntag ausklammert, liefen die vergangenen Wochen für ihre Mannschaft ja eigentlich ziemlich gut. Nach dem schwierigen Saisonstart müsste Sie das doch jetzt zufriedenstellen, oder?

Na gut, was heißt schwierig, wir haben gegen die drei besten Mannschaften in der Tabelle (Werner SC, SV Mesum, SC Westfalia Kinderhaus, Anm. d. Red.) gespielt und verloren. Es vergessen viele immer wieder, dass das nicht irgendwelche Teams waren. Aber ich denke, gegen solche Mannschaften kann man auch mal Punkte liegen lassen. Man kann mit unserer bisherigen Punkteausbeute auf jeden Fall zufrieden sein. Das einzige, was mich wirklich ärgert, ist die unnötige Niederlage gegen Senden.

Jetzt lesen

Gibt es, gerade nach dem Spiel gegen Senden, irgendwelche primären Schwachstellen, an denen in den nächsten Wochen gearbeitet werden muss?

Wir haben ja in dieser Saison viele Spieler, die wir neu integrieren müssen. Aber eigentlich dachte ich, wir wären da weiter. Dass wir gegen Senden nach einem Gegentor komplett auseinanderfallen, darf uns eigentlich nicht passieren. Da dürfen wir so ein Spiel einfach nicht verlieren. Man muss sich mal den Werner SC anschauen. Die haben auch nicht unbedingt einen so starken Kader wie Kinderhaus oder Mesum zum Beispiel, aber die überzeugen dann mit der Mentalität. Unsere Mannschaft muss sich jetzt einfach langsam finden. Erfahrungsgemäß können wir in der Rückrunde noch einen drauflegen und da dann hoffentlich ordentlich Punkte holen.

Gab es in den vergangenen Wochen irgendeinen Spieler, den Sie besonders herausheben wollen?

Man muss bei uns einfach sagen: Wir haben 20 gleichwertige Spieler im Kader. Das ist dann natürlich bitter für die Nummer zwölf bis 20. Aber eigentlich ist das für uns nur positiv, dass wir so einen breiten Kader haben. Bei uns darf sich niemand eine Pause gönnen, sonst sind die anderen sofort dran.

Jetzt lesen

Derzeit steht Ihre Mannschaft auf dem sechsten Platz in der Tabelle. Wo sehen Sie das Team am Ende der Saison?

Das ist jetzt noch schwer zu sagen, finde ich. Es gibt viele Mannschaften, gegen die wir gewinnen können. Insgesamt glaube ich schon, dass wir uns an die oberen Plätze dranhängen können. Aber dafür dürfen wir eben solche Spiele wie am Sonntag gegen Senden einfach nicht mehr verlieren.

Sie haben eben auch schon den Lokalkonkurrenten, den Werner SC, angesprochen. Die Mannschaft steht derzeit etwas überraschend an der Tabellenspitze. Kann man sich da etwas abschauen?

Werne hat sich in einen absoluten Lauf gespielt. Ja und dann ist es halt, wie der Fußball eben ist. Die Mannschaft hat sich das nötige Glück erarbeitet. Aber am Ende gucken wir auf uns und die gucken auf sich. Jeder macht sein eigenes Ding.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt