Herbern will sich noch mal motivieren

Fußball: Landesliga 4

Der SV Herbern empfängt zum Abschluss des Jahres Westfalia Gemen. Im Hinspiel gab es für Herbern eine Klatsche. Dies soll sich nicht wiederholen. Für Trainer Holger Möllers wird der Faktor Motivation entscheiden.

Herbern

von Marc-André Landsiede

, 16.12.2017, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Oscar Cabrera hat seine Sperre abgesessen.Land

Oscar Cabrera hat seine Sperre abgesessen.Land © Landsiedel

Auf dem Papier sieht es nach einer klaren Kiste aus. Wenn der SV Herbern, Vierter der Fußball-Landesliga, am Sonntag den Tabellen-14. Westfalia Gemen empfängt, ist Herbern der klare Favorit. So weit, so gut.

Gemen ist unbequem

Wäre da nicht die deutliche 0:4-Klatsche, die der SVH im Hinspiel in Gemen kassierte. Diese Schmach soll sich nicht wiederholen, auch wenn Herberns Trainer Holger Möllers weiß: „Gemen ist sehr unbequem zu spielen. Und gegen solche Gegner haben wir uns in der Vergangenheit eher schwergetan.“ Zwar hatte Gemens Trainer Georg Geers schon vor dem abgesagten Duell in der Vorwoche erklärt: „Der SVH liegt uns fußballerisch. Herbern ist auch eine Mannschaft, die versucht, Fußball zu spielen – genau wie wir.“

Dass sich diese Ansage auch auf dem Platz behauptet, davon ist Holger Möllers noch nicht überzeugt. „Wenn sie uns wirklich den Gefallen tun wollen – dann bitte.“ Vielmehr geht der SVH-Coach aber davon aus, dass Gemen kompakt verteidigen und „mit allen Mitteln versuchen wird, uns aus dem Spiel zu nehmen.“

Duo wird fehlen, Cabrera kehrt zurück

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Möllers in der Frage, welches der beiden Teams sich besser für das letzte Spiel des Jahres motivieren kann. „Gefühlt waren wir ja alle schon mit den Köpfen im Weihnachtsurlaub.“ Dort sind im übrigen auch Dennis Hölscher und Daniel Krüger, die deshalb am Sonntag fehlen werden. Oscar Cabrera kehrt nach abgesessener Sperre wieder zurück.

Ob Möllers derweil auf Nachbarschaftshilfe aus Werne hofft? Sollte der WSC am Sonntag gegen Ahaus punkten, könnte Herbern mit einem Sieg noch auf Rang drei überwintern. „Das wäre natürlich eine schöne Sache und auch ein wichtiger Sieg für den WSC. Aber in erster Linie müssen wir selber unsere Hausaufgaben machen“, so Möllers.

Stärkstes Heim-Team

Wie gut, dass es sich um ein Heimspiel handelt. Denn schon vor der Partie ist Herbern der Titel des „Wintermeisters“, zumindest in der Heimtabelle, nicht mehr zu nehmen. Warum der SVH zuhause so stark ist? „Vielleicht stehen hier die Tore an der richtigen Stelle, vielleicht bekommen uns die Auswärtsfahrten nicht – ich kann es nicht sagen“, gibt Möllers zu Protokoll. Ist ihm aber auch egal – Hauptsache, daran ändert sich am kommenden Sonntag nichts.


Anpfiff: Sonntag, 15.15 Uhr, Kunstrasen Herbern, Siepenweg, 59387 Herbern

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