„Herberner Team schien die Kampfstärke und Mentalität verloren zu haben“

mlzKlare Kante

Eigentlich war nach den Erfolgen der vergangenen Wochen beim SV Herbern gegen den VfL Senden mit drei Punkten zu rechnen. Doch es kam anders. Unsere Autorin fragt sich: Woran lag‘s?

Herbern

, 21.10.2019, 09:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es lief so gut in den letzten Wochen für die Fußballer des SV Herbern. Die letzten drei Ligaspiele wurden gewonnen, im Westfalenpokal zog die Mannschaft von Trainer Holger Möllers verdient in die nächste Runde ein. Und mit Senden hatten die Herberner am Sonntag einen Gegner vor der Brust, der zumindest tabellarisch in jedem Fall hinter ihnen liegt.

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Doch im Spiel war dann plötzlich alles anders. Nach einer guten ersten Halbzeit brachen die Herberner nach dem Ausgleichstreffer völlig zusammen und gaben das Spiel aus der Hand. Da bleibt die Frage: Wie kommt das? Nach so überzeugenden letzten Wochen? Natürlich, das Wetter war schlecht, der Rasen rutschig. Aber damit mussten auch die Sendener klar kommen. Das Herberner Team schien die Kampfstärke und Mentalität, die im Spiel gegen Altenberge so herausragend gut war, verloren zu haben.

„Herberner Team schien die Kampfstärke und Mentalität verloren zu haben“

© Johanna Wiening

Doch es gibt Hoffnung, dass das Ganze nur ein Ausrutscher war. Denn in den vergangenen Jahren waren es immer wieder die Sendener, über die der SV Herbern stolperte. Von den letzten acht Pflichtspielen gegeneinander konnte der SVH nur zweimal gewinnen. Fünfmal war der VfL Senden erfolgreich, einmal gab es ein 0:0. Das mögliche Problem: Für die Sendener ist das Spiel gegen Herbern ein echtes Derby. Die Herberner sehen zwar auch einen kleines bisschen Derby in dem Spiel, aber eigentlich ist der Werner SC der echte Gegner im Nachbarschaftsduell.

Also liegt für die Sendener möglicherweise mehr Prestige und mehr Motivation in dem Spiel gegen Herbern, sodass sie regelmäßig alles reinlegen und als Sieger vom Platz gehen. Es bleibt also zu hoffen, dass das Spiel keine Rolle rückwärts war und gegen Ahaus am kommenden Wochenende all das wieder da ist, was die Herberner in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat: Mentalität, Kampf und der unbedingte Siegeswille.

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