Herberns Ex-Trainer Holger Möllers plant gemeinsamen Abschied mit altem Team

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Dass Holger Möllers den SV Herbern zum Ende der Saison verlässt, war bereits Anfang des Jahres klar. Nun steht noch die Verabschiedung mit dem ganzen Team aus, die bereits ins Auge gefasst wird.

Herbern

, 29.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen richtigen Abschied gab es für Holger Möllers noch nicht, geschweige denn ein Abschiedsspiel mit der Mannschaft. Vier Jahre lang war er Trainer beim SV Herbern, kämpfte mit dem Team und ging durch Höhen und Tiefen. Anfang des Jahres dann die traurige Nachricht für seine Mannschaft: Möllers kehrt dem Verein nach der Saison 2019/20 den Rücken zu. Der 30. Juni ist das Datum, mit dem nun seine Amtszeit offiziell beendet ist. Doch eigentlich war durch das Coronavirus und die abgebrochene Saison schon viel früher Schluss.

Abschied von der Mannschaft in Planung

Somit kehrte bereits in den vergangenen Wochen die Realität für Möllers ein. „Ich habe schon länger damit abgeschlossen, bedenkt man, dass ich die Jungs fast drei Monate nicht gesehen habe.“ Somit sei für ihn der Abschied auch ein wenig einfacher, anders wäre es gewesen, wenn er mit seiner Mannschaft bis zum Ende in der Liga gekämpft und sie auch jede Woche zu Gesicht bekommen hätte. „Dann wäre das Ganze auch für mich viel emotionaler.“

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Doch ohne einen richtigen Abschied will er seine Mannschaft, die ihn jahrelang begleitet hat in seinem Leben, nicht verlassen. Denn richtig Tschüss sagen, konnte er noch nicht. „Da ist aber auf jeden Fall etwas geplant“, deutet Möllers an. Wenn es die Gegebenheiten erlauben, werde man den passenden Rahmen für einen gemeinsamen Abschied schaffen. „Vielleicht lade ich die Jungs in meinen Garten eine und dann machen wir ne kleine Sause.“ Bisher konnte das noch nicht realisiert werden, auch weil einige der Spieler aus dem Kreis Warendorf kommen, in dem in den vergangenen Wochen eine erhöhte Zahl an Coronainfizierten erneut zu starken Maßnahmen geführt haben.

Durch Holger Möllers als Team gewachsen

Auch für das Team sei dieser persönliche Abschied eine wichtige Sache, auch um mit der abgebrochenen Saison abzuschließen, erklärt Herberns Kapitän Philipp Dubicki. „Wir müssen ihm wirklich gebührend danken, für alles was wir mit ihm erreicht haben. Denn durch Holger sind wir alle gewachsen, auch als Mannschaft.“

Charakterlich sei er immer auch Augenhöhe gewesen, wusste aber auch, wo die Grenze ist, und er wieder ernst sein musste, fügt Dubicki hinzu. „Er war wirklich ein super Trainer.“ Ob ein gemeinsamer Abschied nun am Anfang der nächsten Saison oder erst Ende des Jahres stattfindet, spielt für ihn und das Team keine Rolle.

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Für Möllers ist Tatsache, dass er nicht mehr als Trainer des SV Herbens eingesetzt wird, fast schon Alltag. Dem Fußball bleibt er aber nicht nur vor dem Fernseher verbunden. „Meine Söhne spielen auch, und da gucke ich ihnen gerne zu. Außerdem gab es in den vergangenen Wochen einen ständigen Austausch mit den Verantwortlichen für eine Übergabe an den neuen Trainer“, erklärt er.

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