Herberns Reserve verliert knapp trotz starker Anfangsphase

Fußball

Mit hohen Erwartungen und einem aufgepimpten Kader fuhr Herberns Reserve zum Tabellendritten DJK Wacker Mecklenbeck. Der SVH fuhr aber ohne Punkte nach Hause.

Herbern

, 01.03.2020, 20:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eigentlich ist Jan Hoenhorst für die erste Mannschaft des SV Herbern im Einsatz.

Eigentlich ist Jan Hoenhorst für die erste Mannschaft des SV Herbern im Einsatz. © Döring

Bittere Niederlage für Herberns Reserve: Am Sonntag musste die Zweite des SV Herbern eine 2:3-Niederlage beim Tabellendritten der Kreisliga A2 Münster DJK Wacker Mecklenbeck hinnehmen. Von der tabellarischen Situation her war Mecklenbeck Favorit. Unter normalen Umständen wäre der Tabellensiebte Herbern mit einem Punkt in Mecklenbeck zufrieden gewesen. Aber die Umstände beim SV Herbern waren am Sonntag nicht normal, denn die Mannschaft, die Herbern aufbot, würde wahrscheinlich um die Meisterschaft mitspielen, wenn sie jede Woche so auflaufen würde.

Kreisliga A2 Münster

DJK Wacker Mecklenbeck - SV Herbern II

3:2 (1:1)

Mit Maximilian Drews, Dennis Idczak, Jan Hoenhorst und dem Brasilianer Whitson hatte Herbern vier Akteure aus dem Landesliga-Kader der ersten Mannschaft in der Startformation. „Deswegen hatten wir uns schon mehr erwartet. Wir waren auch die bessere Mannschaft, aber das Spiel haben wir in der Anfangsphase aus der Hand gegeben“, sagte Herberns Trainer Daniel Heitmann.

Jetzt lesen

Denn dort hatten die Gäste bereits zwei richtig dicke Möglichkeiten. Zunächst lief Hoenhorst nach zehn Minuten alleine auf den gegnerischen Keeper zu. Er umkreiste ihn und schob ins leere Tor ein. Dort kratzte ein Mecklenbecker Verteidiger die Kugel noch von der Linie (10.).

Nur fünf Minuten später wurde ein Abschluss von Mirco Kortendick wieder auf der Linie geklärt (15.). „Da muss es schon 2:0 stehen. Ich glaube, wenn die Tore fallen, dann gehen wir am Ende als Sieger vom Feld“, so Heitmann. Herbern hatte die Feldüberlegenheit. Die Tore machten allerdings die Gastgeber.

Nach einem Einwurf klärte Herberns Defensive die Kugel in die Mitte. Sven Berghaus bekam die Kugel 20 Meter vor dem Tor und zog ab. Der Ball schlug unhaltbar zum 0:1 ein (18.).

Herbern ließ nicht nach. Einen langen Ball von David Mangold verarbeitete Hoenhorst zum 1:1 (36.). „Wir hatten in der Halbzeitpause den Eindruck, dass für uns hier richtig was drin ist. Deswegen wollten wir im zweiten Durchgang nochmal ordentlich Dampf machen“, sagte Heitmann.

Jetzt lesen

Herbern kam zwar schwungvoll aus der Partie, aber wieder waren es die Hausherren, die Tore erzielten. Durch einen direkten Freistoß (55.) und einem Kopfball nach einer Ecke (56.) traf Mecklenbeck zur Führung. „Da muss man ihnen ein Kompliment machen. Bei den Standardsituationen waren sie schon sehr variantenreich. Aus dem Spiel ging nicht viel, aber über Standards waren sie gefährlich“, erklärte Herberns Coach.

Danach stellten die Gastgeber das Spielen ein. „Das Spiel ähnelte dann eher einem Handballspiel. Mecklenbeck stand meistens mit zehn Leuten in der eigenen Hälfte und die haben sich in jeden Ball geworfen“, sagte Heitmann. Eine Kombination von Dennis Idczak und Hoenhorst, die Hoenhorst zum Anschlusstreffer abschloss ließ Herbern nochmal hoffen (68.).

Auch die Gelb-Rote Karte in der 77. Minute für Mecklenbeck nach einem wiederholten Foulspiel hätte den Herbernern eigentlich in die Karten spielen sollen, aber es passierte nichts mehr. „Mecklenbeck hat einfach nur noch verteidigt. Überall war ein Abwehrspieler dazwischen. Wir hatten einfach kein Mittel mehr gegen das Abwehrbollwerk. Hätten wir in der Anfangsphase die zwei Riesenchancen genutzt, dann wären wir nicht in diese Situation gekommen“, ärgerte sich Heitmann über die verlorenen drei Punkte.

SV Herbern: Zurloh, Hoenhorst, Gröne (70. Overs), Whitson, Idczak, Drews, Kortendick, Paschedag (66. Närdemann), Bergmann (79. J. Dubicki), Hülk (60. K. Höring), Mangold

Tore: 1:0 (18.), 1:1 Hoenhorst (36.), 2:1 (55.), 3:1 (56.), 3:2 Hoenhorst (68.)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt