Herberns Zweite verliert das Spitzenspiel 1:4 - Alle Ergebnisse

Fußball: Kreisliga

Mit 4:1 hat sich die SG Selm am 18. Spieltag der Fußball-Kreisliga bei der zweiten Mannschaft des SV Herbern durchgesetzt. Der Tabellenführer aus Olfen gab sich gegen Ascheberg II keine Blöße. Beim Duell der Tabellennachbarn Capelle und Vinnum sind hingegen keine Tore gefallen. Alle Infos und Spielberichte gibt es hier.

KREISGEBIET

, 20.03.2015, 13:13 Uhr / Lesedauer: 7 min
Der SV Herbern 2 (gelb) war im Spitzenspiel gegen die SG Selm (rot) chancenlos und unterlag mit 4:1.

Der SV Herbern 2 (gelb) war im Spitzenspiel gegen die SG Selm (rot) chancenlos und unterlag mit 4:1.

Fußball-Kreisliga A LH

SC Capelle - Westfalia Vinnum 0:0

Vinnum gewinnt durch eine couragierte und kämpferisch überzeugende Leistung einen Punkt beim SC Capelle, der sich nach den zahlreichen vergebenen Chancen fragen muss, wie es nur zu dem 0:0 und den zwei verlorenen Punkten am Spielende kommen konnte.

Von Beginn an spielte nur der Gastgeber nach vorne und drängte verunsichert agierende Gäste weit in die eigene Häfte zurück. Vinnum fand nur schwer in die Partie und war noch zu unsicher in den Zweikämpfen. Capelle hingegen erspielte sich eine Torgelegenheit nach der anderen und fand dabei ein ums andere Mal einen glänzend aufgelegten Tobias Beckbauer im Tor der Westfalia vor.

Später Kraftverlust

Erst zehn Minuten vor dem Pausenpfiff konnte sich Vinnum besser aus der Umklammerung des SCC befreien und kam zu eigenen Offensivaktionen, als den Hausherren mehr und mehr die Luft ausging.

„Wir hatten besonders in der ersten Halbzeit eine Vielzahl von guten Gelegenheiten, allerdings waren wir in den entscheidenden Aktionen etwas zu verkrampft“, analysierte SCC-Trainer Martin Ritz die Begegnung. „Wir haben heute sicherlich eher zwei Punkte verloren, als einen dazu gewonnen“, so Ritz weiter.

Der zweite Spielabschnitt bot den zahlreichen Zuschauern das gleiche Bild wie in den ersten 45 Minuten. Capelle lief an und fand seinen Meister in der Vinnum-Verteidigung und musste Minuten vor Schluss wieder dem anstrengenden Spielverlauf Tribut zollen. Der Kraftverlust machte sich wieder deutlich bemerkbar in den Angriffsbemühungen, so dass Vinnum einige gefährliche Konter setzen konnte.

„Wir sind mit dem einen Punkt auf jeden Fall zufrieden. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, nach dem Seitenwechsel waren wir aber dann besser im Spiel“, so Vinnums Co-Trainer Carsten Buckmann. 

TEAMS UND TORE SCC: Reckmann - Cillien (85. Pate), Reher, Zimmermann, Krieter, Lachmann, Steinhoff, Eckey, Artinger, Walter (65. Frantzen), WinklerVinnum: Beckbauer - Niermann (56. Lerche), Asemann, Stolzenhoff, Prasse, Quante, Rosowski, Forsmann, Neufeld, Beier (78. Eilers), StammlerTore: Fehlanzeige

SV Herbern II - SG Selm 1:4

Dabei war die Ausgangslage für die Reserve gut, konnten sie doch auf Unterstützung aus der ersten Mannschaft durch Marian Tüns, Daniel Krüger und Marvin Bruland bauen. Gebracht hat es nichts.

Bereits nach neun Minuten führte Selm durch Christian Voßschmidt. Es war eine der wenigen spannenden Momente der ersten Hälfte. Beide Mannschaften fielen eher durch viele Fouls und Gemecker auf. Ein Problem, dass auch SVH-Coach Timy Schütte auffiel: „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir uns viel zu sehr von außen beeinflussen lassen.“

Stattdessen wirkte die Herberner Reserve häufig ideenlos und unkonzentriert. Selm machte die Räume eng, konterte stark. So war das 2:0 überfällig, als Mirco Scharen nach einer Ecke im Sechszehner einfach mal abzog (58.).

Schüttes Fazit: "Nicht unverdient"

Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Ramon Lutter (74.) fiel nach einer Unkonzentriertheit in der Selmer Defensive. Das bemerkte auch Trainer Mark Bördeling an: „Das war unser Fehler.“

Auch Bördeling bewies ein glückliches Händchen, als er Nima Habibivand für den verletzten Kevin Lehmann einwechselte: Er schoss die Tore drei und vier (79., 90. +2).

Timy Schüttes Fazit: „Die Niederlage war nicht ganz unverdient.“ Auch wenn das Ergebnis mit 1:4 für ihn „einen Tacken zu hoch ist“. Für Mark Bördeling war der Sieg wichtig, seine Mannschaft klettert auf Tabellenplatz zwei. „Es war ein gutes Spiel von uns“, resümierte er.  ves

TEAMS UND TORE SVH: Brinkmann - Roters (71. Klüsener), Schlupp, Bruland, Nathaus, Overs, Närdemann (65. Lutter), Hunnewinkel (44. Havers), Farchmin, Tüns, Krüger.SG: Witthoff - Gökle, Zolda, Suer, Dresken, Heinrich, Tumbrink, Seidel (55. Kramzik), Lehmann (14. Habibivand), Voßschmidt, Scharen.Tore: 0:1 Voßschmidt (9.), 0:2 Scharen (58.), 1:2 Lutter (74.), 1:3, 1:4 beide Habibivand (79., 90. +2)

SuS Olfen II - GS Cappenberg 1:1 (0:1)

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften in der ersten halben Stunde. Die ersatzgeschwächten Cappenberger um Trainer Patrick Osmolski hatten mehr Spielanteile, konnten aber den hohen Anteil am Ballbesitz nicht in Torchancen ummünzen.

Die Gäste versuchten, die dichte Olfener Abwehrkette mit langen Bällen zu überspielen, dies gelang in der ersten Halbzeit nur ein einziges Mal. Nach einer knappen halben Stunde passte Nico Knop auf Benedikt Stiens, der aus stark abseitsverdächtiger Position den Ball am Olfener Torwart Alexander Müller vorbeispitzelte und dann sicher zur überraschenden Gästeführung einschob. Die Hausherren hatten in der ersten Halbzeit nur zwei Schüsse von Julien Köppeler zu verzeichnen, die aber beide das Tor verfehlten.

In der zweiten Halbzeit kämpften sich die Hausherren zurück ins Spiel. Das drehte sich ganz, als der vorher bereits verwarnte Pascal Ressemann wegen Foulspiel nach einer knappen Stunde, die Gelb-Rote Karte sah. Nur zwei Minuten später hatte der eingewechselte Kurt Kornblum bereits den Ausgleich auf dem Kopf, doch sein Kopfball ging knapp drüber.

Olfens Coach ist zurfrieden

In der letzten Viertelstunde drückten die Olfener auf das Cappenberger Tor. Den Ausgleich schoss Sascha Kornblum nach einer Ecke, als er aus dem Gewühl heraus in den Winkel traf. Die Hausherren hatte fünf Minuten vor dem Ende noch die große Chance, als Patrick Czubak freistehend über das Tor zielte.

Zu dem Zeitpunkt waren die Olfener, ebenfalls nur noch zu zehnt, da der Torschütze Sascha Kornblum sechs Minuten vor dem Ende ebenfalls des Feldes verwiesen wurde. „Ich bin mit dem Punktgewinn heute mehr als zufrieden, zum Schluss hatten wir den Jubelschrei schon auf den Lippen“, sagte Olfens Coach Markus Kuhn. Cappenbergs Co-Trainer Marco Logemann sah ein schwaches Spiel und sagte, “Uns fehlte heute die letzte Konsequenz, so ist das Remis am Ende gerecht“.

TEAM UND TORE Olfen: Müller - Giesenkirchen (75. Neumann), Bennis, Möller, Galisch (46. Slomka), Köppeler, Czubak, S. Kornblum, Milewzyk, Pohlmann (64. K. Kornblum), Bonberg.Cappenberg: Sperl - Knop, Ressemann, Farinde, Jesella, Heisler (46. Strecke), Pestinger, Stiens, Osmolski, Schürmann (75. Gehrmann), Zentgraf.Tore: 0:1 Stiens (31.), 1:1 S. Kornblum (80.)Bes. Vork.: Ressemann (65.Gelb-Rote Karte, S. Kornblum (84. Gelb-Rote Karte).

SV Stockum - Eintracht Werne 2:1 (0:0)

„Wir hatten zwei Alt-Herren-Spieler und zwei Jugendspieler auf der Bank. Da wir nach dem Platzverweis von Sandro Ünal eine halbe Stunde in Unterzahl spielen mussten, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Eintracht-Coach Muris Mujkanovic. Sein Gegenüber Ralf Gondolf sah einen glücklichen Sieg seines Teams: „Wenn man in der 90. Minute den Siegtreffer erzielt, muss man natürlich sagen, dass wir glücklich gewonnen haben“. Es war ein ausgeglichenes Derby, dass spielerisch auf der schwer bespielbaren Asche zu Wünschen ließ.

Die erste Chance des Tages hatte Eintracht-Stürmer Mario Martinovic. Sein Freistoß aus 18 Metern parierte Stockum-Ersatzkeeper Mustafa Eravsar sicher (15.). Er vertrat den verletzten Cedric Packheiser gut, obwohl er neun Monate nicht mehr gespielt hatte. Nun öffneten sich auch Räume für den SVS. Alexander Sudholt zog von der rechten Seite in die Mitte und lief allein auf Eintracht-Keeper Manuel Linke zu. Doch Linke blockte den Ball mit seinem linken Fuß zur Ecke ab (18.).

Harte Entscheidung gegen Ünal

Nach dem Seitenwechsel kam die Eintracht schnell zum Führungstreffer. Faruk Bozaci legte von rechts quer auf Mario Martinovic. Der herangesprintete SVS-Verteidiger lenkte den Ball vor Martinovic ins Netz (50.). Stockum ließ sich nicht hängen. Nach einem Schuss von Lars Zimmer staubte Stefan Moer zum Ausgleich ab (60.). „Wir haben in der Phase vergessen, das 2:0 zu machen, sonst wäre das Spiel anders gelaufen“, so Mujkanovic.

Nach einem leichten Foul von Ünal an Zimmer sah er die Gelb-Rote Karte. Zu überzogen, waren sich beide Trainer einig. So kämpfte sich die Eintracht bis in die Nachspielzeit. Dort fehlte ihnen eine Minute, um das Unentschieden zu halten. „Wir brauchen uns nicht nach oben orientieren, sondern müssen sehen, dass wir den Kader gefüllt kriegen“, sagte Mujkanovic. Stockum steht nach dem Sieg mit 39 Punkten auf Platz drei. Die Eintracht auf Platz 5 (37). 

TEAMS UND TORE Stockum: Eravsar - Föst (55. Tayar), Möer, Radstaak (46. Uzun), Barthel, Sudholt, Isikli (62. T. Opsölder), C.Opsölder, Köhler, Karaman, ZimmerWerne: Linke - Ünal, Scharein, Do. Obrenovic (42. Hilmer), Pra, Zengin, Pawlik, Da. Obrenovic, Marko Martinovic, Mario Martinovic (83. Schwarzkopf), BozaciTore: 0:1 Uzun (50./ET), 1:1 Föst (60.), 2:1 T. Opsölder (90.+2)Bes. Vorkommnisse: Gelb Rote Karte gegen Sandro Ünal wegen wdh. Foulspiels.

SuS Olfen - TuS Ascheberg II  2:0

Fußball-A-Liga-Spitzenreiter SuS Olfen hat nach der 0:1-Niederlage beim PSV Bork einen Schritt in die richtige Richtung gezeigt. Mit 2:0 schickte der SuS das Tabellenschlusslicht TuS Ascheberg II nach Hause. Der große Chancenwucher der Olfener verhinderte einen weitaus höheren Sieg des SuS.

Marvin Böttcher, Torjäger der Olfener, war nach dem Spiel trotz des verdienten Erfolgs bedient. Wutentbrannt stapfte er nach dem Schlusspfiff zur Umkleidekabine. In den zuvor überlegenen 90 Minuten der Olfener ließ Böttcher mehrere Großchancen liegen. Der Chancenwucher begann früh. Nach einer Viertelstunde Spielzeit wurde Böttcher im Strafraum unsanft zu Fall gebracht. Der Unparteiische Ahmet Smajilbasic pfiff zurecht auf Strafstoß. Eine alte Fußballweisheit bestätigte sich: Böttcher trat als Gefoulter selbst an und setzte den Ball nur an den Pfosten.

Der Gastgeber dominierte in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen und kam zu riesigen Torabschlüssen. Doch sowohl Marvin Böttcher als auch sein Bruder Dennis brachten es nicht fertig, den Ball im Netz unterzubringen. Erst Max Müller gelang fünf Minuten vor der Pause die Erlösung. Nach einem Pass von Marvin Böttcher traf er zur Führung. Wenig später hatte Dennis Böttcher noch Pech mit einem Lattenschuss (43.).

Nach der Pause änderte sich das Bild kaum. Olfen blieb die tonangebende Mannschaft und erspielte sich eine Fülle von Torchancen. Doch Pfosten, TuS-Füße auf der Linie und Aschebergs Keeper Daniel Lewandowski vereitelten beste Einschussmöglichkeiten. Kurz vor Schluss hatte Ascheberg seine beste Tormöglichkeit. SuS-Keeper Jan Stember hielt seinen Kasten aber sauber. Der eingewechselte Justus Radke sorgte in der Nachspielzeit für den 2:0-Endstand.

TEAM UND TORE Olfen: Stember – Schrey, Kleischmann (55. Sievering), Hellmich, Brüse, Köster, D. Böttcher, Zolda, M. Böttcher, Middeke (72. Radke), Müller.Tore: 1:0 Müller (40.), 2:0 Radke (90.+2).Bes. Vork.: M. Böttcher verschießt Foulelfmeter (16.).

SV Südkirchen - PSV Bork 1:1

Den besseren Start erwischten die Hausherren aus Südkirchen. Der Ball lief besser durch die Reihen, und einige gute Steilpässe sorgten immer mal wieder für Gefahr. In der fünften Minute schickte David Hügemann Fernando Manfredi auf die Reise. Der behielt die Ruhe, umkurvte in Bedrängnis sogar noch Torhüter Benjamin Pirih und netzte zum 1:0 ein. Eine feine Einzelleistung, die allerdings einer klaren Abseitsposition entsprang.

Nach 25 Minuten war esdann um die Südkirchener Sicherheit geschehen. Spielerisch sank das Niveau nun. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten waren die Regel.

In der 30. Minute kam dann mal einer der langen Bälle, mit denen Bork meist hantierte, in den Südkirchener Strafraum. Jannik Audehm stand zwar mit dem Rücken zum Tor, schaltete aber schnell und schoss das Leder mit einem schönen Fallrückzieher zum 1:1 in die Maschen. Auch dieser Treffer hätte allerdings nicht in die Wertung gehen dürfen. Südkirchens Verteidiger Michel Zentgraf erhielt, als er den langen Borker Ball klären wollte, einen Stoß von hinten, sodass er keine Chance hatte, an den Ball zu kommen.

Zu unentschlossen vor dem Tor

Mit einem zweifelhaften 1:1 ging es in den zweiten Abschnitt, in dem beide Teams bis in die Schlussphase weiter wenig Zusammenhängendes und viel Kampf anboten. „Das ist eben Abstiegskampf. Ich bin mit dem Einsatz meiner Mannschaft zufrieden“, meinte Borks Trainer Ingo Grodowski nach dem Spiel. Berger hat 2:1 auf dem Fuß

Sein Stürmer Daniel Berger war es, der in der 88. Minute für die Entscheidung hätte sorgen können. Aus zehn Metern zog er frei ab. Christiopher Mayr im SVS-Kasten machte sich aber lang und klärte.

Auf der anderen Seite war der eingewechselte Simon Schwert zweimal in guter Schussposition, war aber zu unentschlossen (84./90.). „Da hätten wir das Spiel entscheiden können, aber ich bin mit dem Punkt nicht unzufrieden“, meinte Südkirchens Coach Bernd Schawohl. In der Schlussminute ging Daniel Wessels wegen wiederholten Foulspiel vom Feld. 

TEAMS UND TORE SVS: Mayr - Zentgraf, L. Hügemann, Nölken, Studnicka (88. Schulze Twenhöven)- Muck (88. Scherner), Oguz, D. Hügemann, Wessels - Schulze Weiling (55. Schwert), ManfrediPSV: Pirih - Rosengart (60. Neise), Grodowski, Brüggemann, Lammers - Gördes, Westrup, Radtke, Audehm - Berger, Matthias (73. N. Haarseim)Tore: 1:0 Manfredi (5.), 1:1 Audehm (30.)Bes. Vork.: Gelbrot für Wessels (90./wiederholtes Foulspiel)

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