In der Handball-Bezirksliga wären Parallelstaffeln möglich

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Sowohl der TV Werne, als auch der VfL Brambauer II und der Lüner SV würden in der kommenden Spielzeit in der Handball-Bezirksliga spielen. Möglicherweise treffen sie dort aber nicht alle aufeinander.

Werne, Lünen

, 29.04.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die aktuelle Corona-Situation legt so ziemlich alles lahm und stellt die Menschen vor neuen Herausforderungen. Auch sportlich gesehen wird es im Handball für die Spielzeit 2020/2021 höchst wahrscheinlich einige Änderungen hinsichtlich der Ligeneinteilungen geben.

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Denn bedingt durch die Massenaufstiege, die in fast allen Ligen zu sehen sind, wird es eine erhöhte Anzahl an Mannschaften in den jeweiligen Staffeln geben. Damit rechnet auch Sebastian Elberg, Kreisvorsitzender des Handballkreises Hellweg, der sich zur Bezirksliga der Herren äußert: „Ich gehe davon aus, dass alle die Wildcard ziehen.“

In der Bezirksliga Hellweg wird künftig neben den heimischen Vereinen TV Werne und VfL Brambauer II auch der Lüner SV auflaufen, der von einer Wildcard profitiert. Neben dem LSV haben noch einige andere Vereine die Chance durch eine Wildcard in der kommenden Saison eine Liga höher zu spielen.

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Wenn es zu einem Massenaufstieg kommen würde, so würde die Maximalanzahl von 14 Mannschaften in der Bezirksliga Hellweg überschritten werden. „Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass wir mit einer großen Staffel spielen. Das wäre ein riesiger Organisationsaufwand für den Kreis. Da machen zwei Staffeln schon mehr Sinn“, sagt Axel Taudien, Coach des TV Werne.

Ein Final-Four um den Aufstieg wäre eine Lösung

In der Tat wird über eine Parallelstaffel nachgedacht. „Melden mehr als 14, werden wir die Spielzeit in der Bezirksliga mit zwei Parallelstaffeln durchziehen. Nach Hin- und Rückrunde könnte es dann ein Final-Four um den Aufstieg und eine Abstiegsrunde im Kampf um den Klassenerhalt geben“, erklärt Elberg. Bis zum 23. Mai haben die betroffenen Vereine Zeit, eine Entscheidung zu treffen, in welcher Liga ihre Mannschaft spielen soll.

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Erst dann kann abgesehen werden, ob es in der Tat zu einer Parallelstaffel kommt. Falls der Fall eintritt, könnten bis zu acht Mannschaften an dem Auf- und Abstiegsmodus teilnehmen, damit in der darauffolgenden Saison 2021/2022 wieder zur „normalen“ Staffelstärke zurückgefunden werden kann.

„Wenn es so kommen sollte, wäre der neue Modus für uns sehr interessant. Mit guten Leistungen und viel Glück kann man den Platz in der Bezirksliga unter den ersten vier Teams rechtfertigen“, sagt Andreas Schlösser, Coach des Lüner SV.

Ob eine Staffel oder zwei: Das ist Axel Taudien vom TV Werne völlig egal. „Uns ist es im Prinzip egal, wie das geregelt wird. Wir wären mit beiden Varianten zufrieden. Wirklich sagen kann man das alles erst im Mai“, sagt Taudien.

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Über diese Möglichkeit ist auch schon Dominik Schidlowski, Coach des VfL Brambauer II, informiert. Generell sei er der Meinung, dass Massenaufstiege eine gute Lösung aufgrund des plötzlichen Abbruches der Meisterschaftsserie sind. Und weiter: „Wenn es bei einer Staffel bleibt, sehe ich das Problem möglicher Ausweichtermine für Nachholspiele. Das wird kaum realisierbar sein.“

Ein Lüner Derby könnte kommen in der nächsten Saison

Er glaubt, dass es zu zwei Staffeln kommen wird: „Dann bleibt natürlich abzuwarten, wie die Staffeln gebildet werden. Ob per Zufallsprinzip, ob die Staffeln in stärkeren und schwächeren Teams eingeteilt werden oder ob es nach geographischen Orten geht, was natürlich wünschenswert ist.“

Denn dann würde dem VfL Brambauer II das heiß begehrte Lokalderby gegen den Lüner SV winken. Auf Derbys würde sich auch Schlösser freuen: „Das wäre doch ne richtig geile Sache. Dann treffen wir auf den SuS Oberaden III und den VfL Brambauer II. Das werden dann tolle Spiele.“

Generell blicken alle Verantwortlichen einer möglichen Parallelstaffel positiv entgegen. Bleibt abzuwarten, wie viele Mannschaften letztendlich tatsächlich die Wildcard auch ziehen.

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