Jens Kalpein zum Rücktritt von Holger Möllers: „Er hatte ja schon Mangelerscheinungen“

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Holger Möllers verlässt den SV Herbern im Sommer. Für seinen Co-Trainer Jens Kalpein kam die Entscheidung alles andere als überraschend. Auch über seine eigene Zukunft macht er sich Gedanken.

Herbern

, 07.01.2020, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für viele Außenstehende kam die Entscheidung überraschend: Holger Möllers verlässt den SV Herbern zum Saisonende. Auch seine Mannschaft hatte mit dem Entschluss des Cheftrainers nicht gerechnet. Nur einer wusste davon schon länger: Co-Trainer Jens Kalpein.

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„Holger und ich sind in engem Austausch. Wir haben da schon mehrere Gespräche drüber geführt“, erzählt Jens Kalpein. „Er ist ja selbstständig und hat dann noch den Trainerjob nebenbei, da hatte er ja quasi schon Mangelerscheinungen, da kann ich den Schritt nachvollziehen.“

Wenn der Chefcoach am Ende der Saison geht, haben die beiden vier Jahre lang den SV Herbern gemeinsam geleitet. Kalpein kann die Entscheidung seines Weggefährten gut nachvollziehen: „Es ist sehr schade, aber das ist das Geschäft. Ich war selbst 18 Jahre am Stück Trainer und dann merkt man auch, dass man sich irgendwann mal eine Auszeit nehmen muss.“

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Aber so eine Pause kann am Ende auch länger dauern als geplant, weiß Kalpein: „Es gibt am Ende einige, die den Absprung wieder in den Fußball nicht schaffen, weil sie sich an das entspannte Familienleben gewöhnen. Als Trainer bist du schließlich mindestens dreimal in der Woche zum Training und sonntags am Platz. Das ist schon kräftezehrend.“

Jens Kalpein bedauert den Abschied von Holger Möllers

Aber auch wenn er die Entscheidung verstehen kann: Jens Kalpein bedauert den Abschied von Holger Möllers im Sommer schon jetzt. „Wir sind als Mannschaft noch nicht am Ende des sportlichen Weges angelangt. Außerdem hat es zwischen Mannschaft und Trainerteam auch immer gestimmt, dann ist es natürlich doppelt schade.“

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Wie es für ihn selbst ab dem Sommer weitergeht, ist für Jens Kalpein bisher noch nicht klar. „Ich mache das immer ein bisschen von meinem Gesundheitszustand abhängig. In den letzten Jahren musste ich deswegen immer mal wieder pausieren“, erklärt Jens Kalpein.

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In direktem Zusammenhang mit der Personalie Holger Möllers steht seine Entscheidung aber nicht. „Ich werde einfach mal schauen, wenn der neue Trainer feststeht. Dann kommt es darauf an, ob es harmoniert“, so Kalpein. „Ich bin aber nach wie vor überzeugt, dass wir eine super Truppe haben, mit der man sportlich noch etwas erreichen kann.“

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