Joel Simon (26): „Endlich mal“ gegen den SV Herbern gewonnen

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Wernes Co-Trainer ist in der Nachspielzeit des Derby gegen den SV Herbern so richtig laut geworden. Nach dem Spiel erklärte er, woran das lag und wie er den 3:1-Derbysieg wahrgenommen hat.

Werne

, 09.09.2019, 12:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läuft die zweite Minute der Nachspielzeit, der Werner SC hat den Ball tief in der Hälfte des SV Herbern. Wernes Jannis Vertgewall holt einen Eckball raus. 3:1 steht es im Derby gegen den SV Herbern. Es sieht alles nach Sieg für die Werner aus. Plötzlich bricht es aus WSC-Co-Trainer Joel Simon heraus: „Endlich mal!“ Dann wiederholt er es erneut, brüllt noch mal laut über die Sportanlage am Lindert. „Endlich mal!“ Die Schreie von Simon wirken befreiend, beinah erlösend. Anderthalb Minuten später war das Spiel gegen Herbern abgepfiffen, der Werner SC durfte seinen ersten Derby-Sieg in der Landesliga gegen Herbern feiern - endlich mal.

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Doch wie dürfen die Ausrufe von Joel Simon nun verstanden werden? „Kann man so interpretieren“, verrät Simon mit einem Lächeln. Der Grund für das laute „Endlich mal“ hatte aber einen anderen Grund, wie Simon verriet: „Es war aber eigentlich eher darauf bezogen, dass der Schiedsrichter für uns gepfiffen hat in der Situation.“ Der Schiedsrichter gab den Eckball für den Werner SC, was weitere Sekunden von der Uhr nahm.

Joel Simon (26): „Endlich mal“ gegen den SV Herbern gewonnen

Leben das Spiel ihres Teams an der Seitenlinie: Co-Trainer Joel Simon (l.) und Chef-Coach Lars Müller. © Jürgen Weitzel

Simon steht seit dieser Spielzeit fest an der Seite von WSC-Coach Lars Müller an der Seitenlinie des Werner SC. Der 26-Jährige hat mit Schulterproblemen zu kämpfen, kann nicht mehr aktiv auf dem Spielfeld mitwirken. Nun steht er mit Müller an der Linie und die beiden ergänzen sich dort. Beide arbeiten sehr emotional, leben das Spiel an der Seitenlinie mit. Das überträgt sich im Moment auch auf die Leistungen auf dem Platz.

„Die Hochkaräter kommen noch“

„Ich glaube, wir haben vor allem kämpferisch genau das gespielt, was wir uns vorgenommen haben“, erklärt Simon, gibt aber auch zu, dass es kein hochklassiges Spiel war: „So spielt man halt ein Derby. Nicht schön, aber erfolgreich.“

Nicht erfolgreich waren die vier vergangenen Derbys gegen den SV Herbern (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen), nun hat es mit dem Sieg geklappt. Wo soll das nun noch hinführen für den Werner SC? „Da sollten wir einfach auf dem Teppich bleiben“, erklärt Simon, setzt aber noch mit einen kleinen Seitenhieb gegen SV Herbern nach: „Die Hochkaräter kommen noch, es war aber ein Big Point mit dem Derby.“

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