Johannes Richter (24) ist der Ruhepol in der Abwehr des SV Herbern

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An Johannes Richter ist in der Abwehr des SV Herbern derzeit kein Vorbeikommen. Mit seinen 24 Jahren ist er einer der alten Hasen im Verein. Nun übernimmt er auch mehr Verantwortung.

Herbern

, 06.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das 0:0 des SV Herbern gegen Westfalia Gemen spricht nicht unbedingt für die Offensivstärke des Fußball-Landesligisten - dafür aber umso mehr für eine stabile Abwehrleistung. Die Defensivkräfte ließen nichts anbrennen und gestanden den Gemenern nur wenige Chancen zu. Und das, obwohl mit Julius Höring (5. Gelbe Karte) und Philipp Dubicki (Urlaub) zwei wichtige Kräfte fehlten.

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Doch es gibt noch einen anderen Abwehrspieler, der derzeit für die Ordnung sorgt: Johannes Richter. Der 24-Jährige überzeugt mit Zweikampfstärke, gutem Stellungsspiel und der nötigen Ruhe. Von seiner Position in der Innenverteidigung ist er nicht mehr wegzudenken.

„Joko strahlt so viel Ruhe aus“

„Joko ist momentan in einer überragenden Form“, lobt Herberns Trainer Holger Möllers. Auch das Fehlen von seinem Partner in der Innenverteidigung Julius Höring am Sonntag habe da nichts dran geändert: „Er strahlt einfach so viel Ruhe aus, das tut jedem gut und macht die anderen auch sicherer.“

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„Natürlich ist das schön zu hören, wenn der Trainer so denkt. Schließlich ist er ja der, der am Ende entscheidet“, freut sich der 24-Jährige. Er fühle sich momentan fit und das trotz einer hohen beruflichen Belastung: „Ich mache derzeit ein berufsbegleitendes Studium, wodurch ich es nicht immer schaffe, zum Training zu kommen. Aber trotzdem fühle ich mich einfach gut.“

Johannes Richter will Verantwortung übernehmen

Der 24-Jährige will aber nicht nur fußballerisch auf dem Platz seine Leistung abrufen. Er sieht sich auch menschlich in der Pflicht: „Ich bin jetzt seit meinem ersten Jahr in der A-Jugend hier, da muss man, glaube ich auch, Verantwortung übernehmen. Das ist auch kein Problem.“

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Dass auch der Trainer auf Johannes Richter als Führungsspieler setzt, zeigte sich beim 0:0 am Sonntag gegen Gemen. Bereits zum zweiten Mal nach dem Pokalsieg gegen Steinhagen lief der 24-Jährige als Ersatzkapitän für Philipp Dubicki auf. „Philipp war nicht da, Basti (Sebastian Schütte, Anm. d. Red.) als Vize ist im Moment verletzt. Da habe ich das natürlich gerne gemacht“, klärt er auf.

„Es macht einfach Bock momentan“

In der momentanen Situation macht dem Innenverteidiger das Fußballspielen in Herbern einfach Spaß, erklärt er: „Klar, die Stimmung ist momentan super, es macht einfach Bock, weil wir uns nach den Niederlagen zu Beginn der Saison jetzt wieder gefangen haben.“ An den ersten Spieltagen hatten die Herberner gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel einige Punkte liegen gelassen. Zuletzt hatten sie aber mit Ausnahme vom Spiel gegen Senden kontinuierlich gepunktet.

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So soll es auch weitergehen, wünscht sich der Innenverteidiger. Besonders auf die Defensivleistung ist er stolz: „Bei uns passt es hinten momentan wirklich sehr gut. Vorne kriegen wir es vielleicht nicht immer hin, das Tor zu machen. Aber wenn wir hinten die Ruhe haben, kommt der Rest von ganz alleine.“

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