Kai Küper ist Wernes erster Jugend-Nationalspieler

Basketball

Nachwuchs-Basketballer Kai Küper gehört zum Besten, was der Jahrgang 2001 zu bieten hat. Gemeinsam mit 19 weiteren Akteuren hat es der LippeBaskets-Spieler in den vorläufigen Kader der U15-Nationalmannschaft geschafft. Durch die Nominierung erhält Küper einen besonderen Status.

WERNE

von Isabell Michalski, Dominik Möller

, 04.01.2016, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kai Küper schuftet nicht nur beim Training der LippeBaskets. Bei einem Lehrgang in Bad Blankenburg hat er sich in den vorläufigen Kader der U 15-Nationalmannschaft gespielt.

Kai Küper schuftet nicht nur beim Training der LippeBaskets. Bei einem Lehrgang in Bad Blankenburg hat er sich in den vorläufigen Kader der U 15-Nationalmannschaft gespielt.

Zwischen Weihnachten und Neujahr nutzte der 14-Jährige beim Leistungscamp im thüringischen Bad Blankenburg die Chance, sich nachhaltig in die Bücher der Bundestrainer zu spielen. Innerhalb seines Vereins ist Küper der erste Jugend-Nationalspieler, den die LippeBaskets hervorgebracht haben. Er hat den Sprung geschafft. Vom Kreismeister mit der U12 zu Deutschlands Elite im Jahrgang 2001.

Am zweiten Weihnachtstag reiste der 14-Jährige nach Thüringen, um am Leistungscamp des Deutschen Basketballbundes (DBB) teilzunehmen. Dazu war er im Oktober beim Bundesjugendlager ausgewählt worden und hatte nun die Chance, sich drei Tage lang mit 39 anderen Spielern aus ganz Deutschland zu messen. "Ich wollte mich in den Trainingseinheiten mit den Bundestrainern individuell verbessern, dass ich dann nominiert worden bin, freut mich umso mehr", sagte Kai Küper nach neun anstrengenden Trainingseinheiten.

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Zudem sagt er bescheiden: "Ich habe beim Training schon gemerkt, dass ich mit den anderen Spielern ganz gut mithalten kann. Die anderen Spieler spielen eigentlich alle in der Nachwuchsbundesliga, da hat es mich umso mehr überrascht, dass ich die Trainer überzeugen konnte."

Nicht nur für Kai Küper selbst, sondern auch für die LippeBaskets ist die Nominierung des 14-Jährigen ein großer Erfolg. Nie zuvor hat es ein Werner Basketballer geschafft, sich bis in die Junioren-Nationalmannschaft zu spielen. Sein Trainer in der Werner U16, Cajus Cramer, sieht bei ihm jedoch noch mehr Potenzial. "Kai ist derzeit in einer sehr guten Verfassung, ich sehe bei ihm jedoch noch viel Steigerungspotentzial. Er darf jetzt nicht den Fehler machen und sich auf seinem Erfolg ausruhen. Aber so wie ich Kai kenne, wird er sich durch viele Trainingseinheiten mit viel Ehrgeiz weiter verbessern wollen", so Cramer. Außerdem hofft er, dass sein Schützling "noch lange weiter auf DBB-Ebene spielen und trainieren kann", denn das Zeug dazu habe er dafür.

"Sind stolz auf Kai"

Der Sportliche Leiter der LippeBaskets, Jens König, sagt zur Nominierung von Kai Küper: "Wir sind sehr stolz auf Kai. Dass ein Spieler aus einer kleinen Stadt wie Werne und dann auch noch aus unserem Verein den Sprung unter die besten 20 Spieler in ganz Deutschland schafft, ist bemerkenswert. Das bestätigt die Qualität unserer Jugendarbeit." Für König ist Kai Küper "ein Musterbeispiel dafür, dass sich harte Arbeit und viel Ehrgeiz auszahlen".

Bevor Kai Küper mit knapp zehn Jahren zum Basketball kam, hat er andere Sportarten ausprobiert. Unter anderem Handball und Fußball. In beiden Fällen stand er im Tor. Weil er gute Reflexe hatte, sagt seine Mutter Annette Küper im Gespräch mit unserer Zeitung. Als Kais Eltern von der Nominierung erfahren haben, konnten beide ihre Freudentränen nicht zurückhalten. Trotzdem: "Dass er nominiert worden ist, heißt nicht, dass er der neue Nowitzki wird. Eine Garantie dafür, dass er mal Profi werden kann, gibt es nicht", sagt Annette Küper. Entsprechend stehe weiterhin seine schulische Ausbildung im Fokus.

"Beim Camp in Bad Blankenburg waren viele gute Spieler, die auch körperlich schon deutlich weiter waren", sagte Küper. Er habe versucht, seine Rolle auszufüllen - und das augenscheinlich ganz gut hinbekommen, wie er selber sagt. "Natürlich ist es etwas Besonderes, für die Nationalmannschaft nominiert zu werden, aber ich möchte das nicht zu hoch hängen", so der 14-Jährige. Und damit unterstreicht er die Bodenständigkeit, die ihn auch bei den LippeBaskets in Werne auszeichnet. Er will Basketballspielen. In Werne. In der Nationalmannschaft. Und vielleicht auch in der Nachwuchs-Bundesliga in Münster. Erste Gespräche hat es zumindest schon gegeben.

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