Kann Selm die Spitze halten? Die Spiele im Blick

Fußball: Kreisliga A

Der vierte Spieltag könnte ein guter für die SG Selm werden: Hinter dem Tabellenführer könnten sich Eintracht Werne, Davaria Davensberg, der SV Stockum und Union Lüdinghausen gegenseitig die Punkte wegnehmen. Lässt sich Selm dann in Capelle nicht überraschen, bleibt der Spitzenplatz bei der SG.

KREISGEBIET

05.09.2014, 16:36 Uhr / Lesedauer: 3 min

Fußball-Kreisliga A BW Ottmarsbocholt - Westf. Vinnum Sonntag, 15 Uhr

Die Westfalia aus Vinnum möchte nach ihrem 3:0-Erfolg über den SC Capelle eine kleine Serie starten und auch in Ottmarsbocholt gewinnen. „Der Gegner ist personell ein bisschen geschwächt. Das möchten wir ausnutzen und gewinnen. Wir fahren aber nicht hochnäsig dorthin, sondern werden voll konzentriert sein“, sagt Vinnums Trainer Yüksel Acikgöz. Bei der Westfalia werden alle Mann an Bord sein. Stefan Eilers, der zuletzt wegen einer Grippe geschwächt war, trainierte am Donnerstag wieder voll mit. Auch der zuletzt verletzte Ali Öztürk steht im Kader.

Beide Mannschaften stehen im unteren Tabellendrittel und pochen auf Zähler. „Wir wollen dieses Mal mindestens einen Punkt holen, wenn nicht sogar einen Dreier“, sagte SuS-Trainer Markus Kuhn, der eine schwere Aufgabe erwartet. Sein Gegenüber Peter Poslednik wird nicht dabei sein, hofft allerdings auf den nächsten Dreier. Die Olfener können aufatmen: Marco Lassak, Thomas Slomka und Simon Milewzyk kehren in den Kader zurück. Auf Borker Seite stehen noch viele Fragezeichen. Hendrik Neise, Ricardo Poslednik und Kai Freiberg sind fraglich. Philipp Grodowski fällt für vier Wochen aus.

Nachdem Südkirchen am vergangenen Spieltag eine 3:4-Niederlage kassierte, steht der SVS immer noch ohne Saisondreier da. Dieser soll nun gegen das Schlusslicht aus Ascheberg erfolgen. „Ein Sieg muss folgen“, sagte SVS-Trainer Klaus Lohmann. Lohmann weiß um die Schwere der Aufgabe. „Ascheberg wird sich wieder tief hinten reinstellen. Dieses Mal werden wir nicht den Fehler machen, ins offene Messer zu laufen“, so der Südkirchener. David Hügemann trainierte mit dem Kader unter der Woche mit. Simon Schwert brach sich am Donnerstagabend das Nasenbein. Sein Einsatz ist fraglich.

Vergangene Woche bestach der SuS Olfen vor allem durch seine spielstarke Offensive. Der 9:0-Erfolg beim TuS Ascheberg II sprach dabei schon einmal Bände. „Ich will attraktiven Offensivfußball spielen lassen, das habe ich vor der Saison angekündigt“, sagte Olfens Coach Norbert Sander, der trotz des deutlichen Sieges noch ein paar Verbesserungen im Defensivbereich des SuS vornehmen möchte. Gegen BW Alstedde wollen die Olfener den nächsten Dreier einfahren. „Das ist unser klares Ziel“, so Sander. Mark Köster fällt weiterhin wegen seiner Fingerverletzung aus. Andre Zolda ist zudem fraglich.

Die Vorzeichen vor dieser Partie sind eindeutig. Während Capelle weiterhin auf den ersten Saisonzähler wartet, steht die SG Selm mit neun Punkten an der Tabellenspitze. „Selbst ein Punkt wäre eine Überraschung für uns. Wir wollen uns aber nach Kräften wehren und werden die Zähler nicht verschenken“, sagt Capelles Trainer Martin Ritz. Die SG plant den nächsten Dreier ein, ist aber vorgewarnt. „Capelle hat immer nur knapp verloren, wir werden den Sportclub nicht unterschätzen“, so Frank Bidar. Bei der SG sind alle Spieler an Bord. Beim SCC kehrt Marius Artinger zurück.

Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen: Die GSC-Bilanz ist zum Saisonauftakt sehr zufriedenstellend. Der SVH II ist einer der Top-Favoriten, startete gut in die Saison und wird ständig verstärkt durch Landesliga-Akteure. Vergangene Woche fingen sich die Herberner allerdings ihre erste Saisonniederlage in Selm. Die 0:3-Pleite muss also erst einmal verdaut werden. „Wir müssen nicht glauben, nur weil Spieler aus dem Landesliga-Kader bei uns mitspielen, dass die Saison ein Selbstläufer wird. Das hat die Partie in Selm gezeigt“, so Herberns Coach Timy Schütte. Gegen Cappenberg fehlen Herbern Michael und Stefan Aschoff, Christian Adamek sowie Marcel Pottmeier. Der Einsatz von Simon Närdemann ist ungewiss. Auf der anderen Seite fallen Patrick Strecke, Patrick Kaspereit, Pascal Ressemann, Max Zocher, Tim Jesella und Fabrice Pestinger aus. 

Der Bezirksliga-Absteiger aus Lüdinghausen hat bislang jedes Spiel gewonnen. „Ich kann die Lüdinghausener nur schlecht einschätzen. Aber die Ergebnisse sprechen für sich. Wir hoffen, dass wir deren Serie kurzzeitig unterbrechen können“, so SVS-Coach Ralf Gondolf. Die Einsätze von Firat Isikli und Tim Köhler sind fraglich. Marcel Heidenreich trainiert zwar wieder, ist für Sonntag aber noch keine Option. Auch Holger Föst ist nicht mit dabei.

Nach dem Derbysieg gegen Stockum (3:2) machte das Training im Evenkamp „gleich doppelt so viel Spaß“, erzählt Eintracht-Coach Muris Mujkanovic. Solche Siege würden Auftrieb geben. Nun spielt seine Truppe bei überraschend stark gestarteten Davensbergern. „Die muss man ernst nehmen. Im vergangenen Jahr war das am Anfang bei denen genauso“, weiß Mujkanovic. Rein theoretisch hat der Trainer wieder alle Mann an Bord. Das Spiel am Sonntag kommt für die langzeitverletzten Tuncay Kaya, Sebastian Fiebig und Pierluca Pra aber noch zu früh.

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