WSC-Kapitän Daniel Durkalic macht gegen Dorsten vieles falsch, aber am Ende alles richtig

mlzWerner SC

Wernes Daniel Durkalic war der gefeierte Mann nach dem 3:2-Sieg gegen Dorsten-Hardt. In der 88. Minute gelang ihm per Kopf der Siegtreffer. „So einfach war der nicht“, sagte er im Anschluss.

von Marcel Schürmann

Werne

, 07.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief die 88. Spielminute in der Partie des WSC gegen den SV Dorsten-Hardt. Marvin Stöver flankte mit feinem Außenrist in die Mitte, wo Wernes Kapitän Daniel Durkalic zum umjubelten 3:2-Siegtreffer einnickte. Ekstase auf der Werner Bank. „Von wegen drei Punkte. Die bleiben hier“, schrie der aufgesprungene WSC-Fußballboss Thomas Overmann hämisch in Richtung Dorstener Bank, hielt dabei drei Finger in die Luft.

Von dort war nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2 lautstark angekündigt worden, in den letzten Spielminuten noch auf die drei Punkte zu gehen. Die - wie auch ein Zähler - wären allerdings mehr als schmeichelhaft für die in diesem Spiel über weite Strecken harmlosen Gäste gewesen.

Den schwierigsten Ball versenkt

Am Ende blieben die Punkte aber verdient in Werne - dank Durkalic. Der Offensivmann, der die RN-Torjägerkanone weiter anführt, nahm sich den schwierigsten Ball für sein sechstes Saisontor vor. Zuvor hatte er mehrere Möglichkeiten auf dem Fuß. Doch anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte er mehrere Male uneigennützig zu seinen Mitspielern auf, jedoch zu ungenau, sodass die guten Chancen ungenutzt blieben.

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„Ich dachte, meine Mitspieler wären besser postiert als ich. Selbst zu schießen, wäre vielleicht besser gewesen“, sagte Durkalic nach Spielende. Beim 1:0 war Durkalic direkt beteiligt. Hier fand seine Ablage Henry Poggenpohl, der die frühe 1:0-Führung erzielte. Selbst geschossen hatte Durkalic in Durchgang eins auch. Doch sein Schuss aus der Distanz segelte weit am Tor vorbei.

Das konnte ihm nach Spielschluss jedoch herzlich egal sein, denn den schwierigsten Ball versenkte er spät im Dorstener Tor. „So einfach war der nicht“, sagte er mit einem Lachen. Auch wenn Stöver in Ricardo-Quaresma-Manier fast punktgenau auf Durkalic’ Kopf flankte.

Kapitän Durkalic geht voran

Nach dem 2:2 in der 82. Minute habe sich Durkalic „sehr geärgert“ und danach seine Spieler nach vorne gepeitscht. Mit Erfolg. Ähnlich wie sein Trainer Lars Müller, nahm auch Durkalic die Niederlage des Tabellennachbarn Westfalia Kinderhaus hin: „Die sind auch weiterhin der Favorit. Wenn sie verlieren, ist das besser für uns. Aber unser Ziel bleibt gleich: Wir wollen eine geile Saison spielen.“ Das tut der WSC bislang auf jeden Fall.

„Wir fahren da mit einer guten Auswärtsbilanz hin und versuchen auch dort, die drei Punkte mitzunehmen.“
Daniel Durkalic, WSC-Kapitän

Der nächsten Gegner, Aufsteiger Rot-Weiß Deuten, ist für Durkalic zwar eine Unbekannte, jedoch ist die Zielsetzung klar. Wernes Zehner erklärt selbstbewusst: „Ich kenne Deuten noch nicht. Aber, ich denke, wir fahren da mit einer guten Auswärtsbilanz hin und versuchen auch dort, die drei Punkte mitzunehmen.“ Die gute Auswärtsbilanz des WSC in der Liga sieht in Zahlen übrigens so aus: Vier Spiele, vier Siege, 14:1 Tore.

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