„Kommt nicht in Frage“: Werner Jugend-Stadtmeisterschaft soll keine Light-Variante werden

mlzFußball

Mit der Planung für die Hallenstadtmeisterschaft der Jugend soll es in knapp zwei Monaten losgehen. Noch wird davon ausgegangen, dass das Turnier stattfindet, aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Werne

, 26.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich stehen die Hallenstadtmeisterschaft für die Jugend in Werne erst im Winter auf dem Plan. Doch die Veranstalter machen sich schon heute Gedanken darüber, wie sich das Turnier abspielen könnte und ob Corona doch am Ende alles zerplatzen lässt. Die Jugendabteilung des Werner SC hält nach aktuellem Stand erst einmal daran fest, dass das Event stattfindet. Aber auch nur, wenn ganz bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Im Zweifelsfall bleibt nur die Verschiebung

Ende Juli soll es mit der Planung losgehen, das war schon beschlossene Sache, bevor das Coronavirus in Deutschland großen Einfluss auf den Alltag und das Leben hatte, erklärt Ralf Cramer, Jugendvorsitzender des Werner SC. Die entsprechenden Hallen für die Meisterschaft hatte er, bereits in Absprache mit dem Stadtsportamt, im Vorfeld reserviert. „Wir müssen nun schauen, wie sich Corona weiter entwickelt. Im Zweifelsfall wird das Turnier um 12 Monate verschoben. Vertane Arbeit ist die Planung dann in keinstem Fall.“ Aktuell dürfen Großveranstaltungen bis Ende August nicht stattfinden, ob und wie die Lage danach aussieht, ist heute noch nicht abzusehen.

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Doch Cramer kann mit der Planung nicht bis zum Herbst warten, da es zu viele Punkte auf der Liste gibt, die weit im Vorfeld geklärt werden müssen. Zunächst einmal sollen die Mannschaften kontaktiert werden, „möglichst viele aus Werne“ wünscht sich der Jugendvorsitzende. Anschließend braucht das Event noch Schiedsrichter, ein Catering und helfende Hände vom roten Kreuz oder technischem Hilfswerk, wenn es Verletzungen gibt. „Wir wollen auch die Halle vorher reinigen, da im vergangen Jahr die Kinder oft ihre Stutzen vorne sauber machen mussten. Hinzu kommt noch die Frage wie wir welche Teams einbinden.“ Die Liste von Arbeiten scheint lang und es wundert nicht, dass Cramer damit nicht erst zwei Monate vorher beginnen möchte.

Keine Geisterspiele bei der Hallenstadtmeisterschaft

Doch falls abzusehen ist, dass das Coronavirus auch Ende des Jahres noch einen so großes Einfluss hat, würde er das Event lieber verschieben wollen. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass wir weniger Mannschaften zulassen. Eine abgespeckte Variante kommt für mich nicht in Frage. Das lohnt sich bei diesem wahnsinnigen Aufwand nicht, wenn wir nur 50 Kinder glücklich machen.“ Ebenso kommt für Cramer nicht in Frage, dass die Veranstaltung ohne Zuschauer vonstatten geht. „Da ist keine Atmosphäre, die Geisterspiele im Fußball finde ich schon schrecklich.“ Vor allem für die Kinder sei es schön, der Familie in den Rängen zu zeigen, was sie drauf haben. Das alles würde verloren gehen, wenn man sich für eine „Light-Variante“ entscheidet.

Gleichzeitig bezeichnet sich Cramer aber auch als einen positiv eingestellten Menschen, der aktuell einfach davon ausgeht, dass das Turnier stattfindet. Er wolle damit positive Signale setzen und etwas schaffe, worauf sich die Kinder freuen können. Dementsprechend würde er auch die Einladung formulieren. „Wir bieten dieses Event an und hoffen natürlich, dass nichts dazwischenkommt. Aber aktuell kann man einfach noch nicht ganz sicher sein.“

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