Kreis Südmünsterland überlegt die Damen-Kreisliga aufzulösen

Tischtennis

Nur sechs Damenteams spielen in der Tischtennis-Kreisliga im Kreis Südmünsterland. Viermal spielen sie in einer Saison gegeneinander. Auf lange Sicht macht das keinen Sinn. Zwei Modelle sind denkbar. Der Wechsel in eine Kreisliga in einem anderen Kreis oder die Abschaffung der Damen-Kreisliga im ganzen Bezirk Münster.

WERNE

, 02.09.2014, 16:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Damen-Kreisliga setzt sich aus den folgenden Teams zusammen: Werner SC, TTC Werne III, TTC BW Datteln II, TTV Waltrop, TTV Preußen Lünen II und TTV Preußen Lünen III.

Die Damen-Kreisliga setzt sich aus den folgenden Teams zusammen: Werner SC, TTC Werne III, TTC BW Datteln II, TTV Waltrop, TTV Preußen Lünen II und TTV Preußen Lünen III.

„Das ist unschön und daran wollen wir etwas ändern“, sagt der Kreisvorsitzende Axel Brocke. Denn auf Dauer mache das den Damen keinen Spaß. Möglichkeit eins: Die drei nördlich gelegenen Vereine wechseln in den Kreis Münster/Warendorf, die anderen drei in den Kreis Emscher-Lippe und spielen dort in der Kreisliga. Möglichkeit zwei: Alle Kreisligen im Bezirk Münster, zu dem der Kreis Südmünsterland gehört, werden aufgelöst und die 30 Damenteams, die aktuell in dieser Klasse spielen, treten fortan auf Bezirksebene gegeneinander an.

„Die zweite Möglichkeit wäre mir deutlich lieber“, sagt Christoph Menges. Er ist Sport- und Damenwart des Bezirks Münster und wartet nur auf ein Signal aus den fünf Kreisen des Bezirks Münster, um die Ligenreform anzustoßen. „So etwas muss freiwillig aus den Kreisen kommen. Ich halte nichts davon eine Ligenreform zu verordnen.“ Er hofft auf eine entsprechende Entscheidung in Südwestmünsterland. „Wollen die Teams dort nicht mehr in einer kleinen Kreisliga spielen, kann das eine Kettenreaktion auslösen.“ Im Kreis Münster/Warendorf, aus dem Menges, der beim 1. TTC Münster aktiv ist, kommt, sei es „mit acht Mannschaften noch ganz nett“ in der Damen-Kreisliga. Deswegen sei von dort kein Impuls zu erwarten. Im Kreis Westmünsterland gebe es seit Jahren keine Kreisliga und aus Steinfurt sei erstmal nichts zu erwarten, denn: „Für die Steinfurter würden die Wege sehr lang werden.“

Menges glaubt dennoch, dass es das Beste für die Damenteams wäre, auf Bezirksebene gegeneinander anzutreten. „Wir würden drei Ligen schaffen, mit je zehn Mannschaften. Das wäre der richtige Weg“, glaubt Menge. In den letzten vier Jahren sei die Anzahl der gemeldeten Damenteams konstant geblieben. Nur fünf Teams meldeten sich in dem Zeitraum ab. Ein Zuwachs ist vorerst nicht abzusehen. „Mädchen machen momentan lieber einen anderen Sport. Spielen Fußball oder gehen Reiten. Aber das ist okay, solange sie sich überhaupt sportlich betätigen“, sagt Menge. Lieber wäre es auch ihm, es würden mehr Mädchen an die Tischtennisplatten gehen. Und sie würden dort irgendwann auf Dorothea Kleymann und Leona Hiemer treffen.

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