Kurtulus Öztürk verlässt Preußen Münster - aber nicht den Werner SC

Trainerwechsel

Kurtulus Öztürk beendet seine Trainertätigkeit beim Drittligisten Preußen Münster zum Saisonende zusammen mit Marco Antwerpen. Ziel: unbekannt. Dem Werner SC will Öztürk aber treu bleiben.

Werne

, 29.01.2019, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kutulus Öztürk ist ab nächster Saison kein Co-Trainer mehr bei Preußen Münster.

Kutulus Öztürk ist ab nächster Saison kein Co-Trainer mehr bei Preußen Münster. © Greis

Der Werner Fußballtrainer Kurtulus Öztürk wird den Drittligisten Preußen Münster am Saisonende verlassen. Der 38-Jährige verlängert seinen auslaufenden Vertrag als Co-Trainer gemeinsam mit Cheftrainer Marco Antwerpen (47) beim Tabellensiebten nicht.

„Wir sehen in Münster momentan noch keinen Weg, was die Perspektive betrifft“, erklärte Öztürk am Dienstagmittag. Bei einem Blick auf die aktuelle Personalsituation der Preußen verständlich: Allein 13 Spielerverträge laufen am Ende der Saison aus, dazu die von Öztürk und Antwerpen. „Wir haben für uns entschieden, dass wir einen Cut machen. Wenn man von der Zukunft eines Vereins nicht mehr überzeugt ist, macht es keinen Sinn, weiterzumachen“, so Öztürk, der sich gemeinsam mit Antwerpen ihn der Winterpause zusammengesetzt hatte und schließlich die Entscheidung traf.

Öztürk spielte schon für Preußen Münster

Leicht ist dem 38-jährigen Ex-Trainer des Werner SC die Entscheidung nicht gefallen, schnürte er als Aktiver noch selbst die Schuhe für Preußen Münster – gemeinsam mit Marco Antwerpen. „Natürlich tut das auch irgendwo weh, wir sind mit anderen Ambitionen nach Münster gekommen, haben auf ein Überbrückungsjahr gehofft“, so Öztürk, dem die Enttäuschung über das Ende der Zusammenarbeit anzumerken war. Er und Antwerpen hätten eine bestimmte Vision gehabt, mit der sie in Münster erfolgreich sein wollten. „Die Vision ist aber momentan so nicht umsetzbar“, erklärt Öztürk.

Wohin es den ehemaligen Trainer des WSC, der in Werne immer noch als Externer Berater fungiert, als nächstes verschlägt, sei noch nicht klar. „Es gibt noch keine ernsthaften Pläne, wir lassen die Zukunft erstmal auf uns zukommen“, sagt der 38-Jährige. Eine Sache steht aber schon fest: Öztürk und Antwerpen werden weiterhin zusammenarbeiten, egal wo: „Wir wissen einfach wie der andere tickt, es ist bei uns alles eingespielt“, erklärt Öztürk.

Öztürk und Antwerpen geben Ende früh bekannt

Antwerpen hatte Öztürk 2017 als Co-Trainer zum Regionalligisten Viktoria Köln geholt, die beiden hatten auch schon als Spieler das gleiche Wappen auf der Brust: Zunächst bei Gütersloh und 2009 dann bei Preußen Münster. Nach unterschiedlichen Stationen dann im Dezember 2017 die Rückkehr: Öztürk und Antwerpen traten die Nachfolge von Benno Möhlmann bei Preußen Münster an.

Nach gerade einmal einem Jahr jetzt also schon wieder die Trennung. Dass Öztürk und Antwerpen schon so früh in der Saison das Ende der Zusammenarbeit verkündet haben, obwohl angeblich noch kein neuer Verein in Sicht ist, habe einen bestimmten Grund: „Der Verein und die Spieler müssen ja auch planen, also haben wir unsere Entscheidung schon bekannt gegeben. Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt“, erklärt Öztürk, der gemeinsam mit Antwerpen in Zukunft auf jeden Fall im Profi-Geschäft bleiben wolle. Marco Antwerpen wird noch ein bisschen deutlicher: „Ich möchte schon zu einem Verein, der ambitioniert ist, der klare Ziele hat“, sagte der 47-Jährige den Westfälischen Nachrichten.

Öztürk bleibt dem Werner SC treu

Das Trainergespann wolle sich jetzt aber erstmal um die laufende Saison der Preußen kümmern, will bis zum 30. Juni noch Vollgas für die Münsteraner geben, die am kommenden Freitag in Kaiserslautern ranmüssen: „Wir haben 29 Punkte in der Hinrunde geholt, die wollen wir jetzt natürlich toppen“, sagt Öztürk.

Egal, wohin es den 38-Jährigen nach der Saison verschlägt, dem Werner SC will Öztürk weiterhin treu bleiben und weiterhin als externer Berater unterstützen. „Mein Netzwerk verändert sich nicht, ich werde mich auf jeden Fall um die nächsten Sommertransfers beim WSC kümmern“, erklärt Öztürk.

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