LBW-Maschine Louis Barkowski ist „Clutch“

Basketball: Regionalliga 2

Der 18-jährige Center Louis Barkowski fiel gegen Barop trotz seiner Größe und Statur durch eines der filigransten Plays auf.

29.09.2019, 21:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
LBW-Maschine Louis Barkowski ist „Clutch“

Kann sich behaupten: Louis Barkowski. © Isabell Michalski

Was ist Louis Barkowski nur für eine Maschine? Der gerade einmal 18 Jahre alte Center der LippeBaskets Werne fällt sofort auf – durch seine Größe und seine Statur. Und trotzdem war es Barkowski, der mit dem filigransten Play des Spiels den Sieg der LippeBaskets gegen den TVE Dortmund Barop sicherte.

14 Sekunden vor Schluss, Barop hat den Ball an der Grundlinie der Werner. Bringen die Dortmunder den Ball an und erzielen einen Dreipunkte-Wurf, steht es auf einmal unentschieden. Und das obwohl die LBW sogar zeitweise mehr als 15 Punkte Vorsprung hatten. Doch Barkowski bewies Auge: Der Pass der Dortmunder kommt, plötzlich baut sich Barkowski auf, fängt den Ball ab.

Nerven in letzter Minute

„Ich hatte gesehen, dass der Mann hinter mir weggelaufen ist. Habe zum Mann geguckt, bin dann hingesprungen und habe ihn abgefangen“, erklärt Barkowski. Ein „Clutch“-Play von Barkowski, einem gerade mal 18-Jährigen in der 2. Regionalliga. „Clutch“ ist ein Begriff aus dem US-Sport, der für Athleten benutzt wird, die in den letzten Minuten Nerven beweisen und so den Ausgang eines Spiels beeinflussen. Genau das hat Barkowski. Er fing den Ball ab, spielte einen Pass auf Nils Brinkmann. Brinkmann zog das Foul, erzielte zwei Freiwürfe. Game over – dritter Sieg im dritten Spiel.

Und das bei so einer Besetzung: Gerade einmal neun Spieler mit dabei. Überwiegend junge Burschen, die das Spiel an sich rissen und einen guten Ausgleich durch die Erfahrung von Simon Bennett, Christian Dreißig und Lukas Mersch erfuhren. Dabei war es kein schönes Spiel, was den Zuschauern in der Sporthalle in Dortmund-Wischlingen präsentiert wurde. Viele Unterbrechungen, wenig Körbe, viele Streitigkeiten. Schön war es nicht. Dafür aber kämpferisch. Ein Spiel, wie gemacht für die Maschine Barkowski.

„Ein guter Spieler antwortet nicht auf Trashtalk“

„Da waren ein paar ‚Trashtalker‘ dabei. Ein guter Spieler antwortet da nicht. Die haben schon sehr körperlich gespielt, aber das ist ja sowieso mein Spielstil“, sagte der Center. Viel Trashtalk gehörte zwischen den Teams dazu. Einige Sprüche flogen zwischen den Spielern hin und her, womöglich auch der ein oder andere unter der Gürtellinie. Trotzdem zeigten die Werner Erfahrung und Gelassenheit und hielten sich nicht damit auf. Ein Grund, warum das Team in den Vierteln zwei und drei so stark aufspielte, das Spiel komplett im Griff hatte.

Schwierig wurde es erst wieder nach der Disqualifikation von Simon Bennett. Unruhe kam herein beim jungen Werner Team und Barop kam immer näher heran. Am Ende ging es gut und johlende Werner holten Bennett nach dem Spiel in den Kreis, unter anderem dank des „Clutch“-Plays von Louis Barkowski in der Schlussphase.

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