LippeBaskets brechen in Dortmund den Auswärtsfluch

Basketball: 2. Regionalliga

Die LippeBaskets Werne entscheiden eine hart umkämpfte Partie beim aufstrebenden SVD 49 Dortmund für sich – die Parallelen zum letzten Auswärtssieg der Werner sind verblüffend.

von Isabell Michalski

Werne

, 09.02.2020, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Janne Bromisch (l.) und Louis Barkowski (r.) setzten sich mit den LippeBaskets mit Vehemenz und Teamgeist beim Auswärtsspiel in Dortmund durch.

Janne Bromisch (l.) und Louis Barkowski (r.) setzten sich mit den LippeBaskets mit Vehemenz und Teamgeist beim Auswärtsspiel in Dortmund durch. © Folty

Bis in die letzten Augenblicke blieb der Showdown zwischen den LippeBaskets und dem SVD 49 Dortmund packend – mit dem besseren Ende für die Werner.

2. Regionalliga

SVD 49 Dortmund – LippeBaskets

91:94

(17:22, 27:20, 18:23, 29:29)

Großer Kampf in der letzten Spielminute. Nach einem Korb der Dortmunder und dem folgenden Einwurf versucht der Gastgeber die Werner zu stoppen. Tim Gilberti foult bereits hart Lukas Mersch, der danach kurzzeitig schmerzverzerrt am Boden liegen bleibt. Erst einige Sekunden später stoppen die Schiedsrichter den Ballvortrag, als Nils Brinkmann gefoult wird. Darauf folgen zunächst Diskussionen, es kommt zu einer kleinen Rudelbildung.

Als sich die Situation entspannt, erhält Nils Brinkmann zwei Freiwürfe, beide verfehlen ihr Ziel. Doch der SVD nutzte die Chancen nicht mehr, sodass am Ende die LippeBaskets ihren Auswärtsfluch brechen und erstmals seit dem 65:60-Sieg am dritten Spieltag beim TVE Dortmund Barop auswärts gewinnen konnten. Henke fügte nach dem Spiel hinzu: „Es war ein sehr emotionales und umkämpftes Spiel. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Unnötiger Rückstand

Direkt zu Beginn entwickelte sich das Spiel zu einer ruppigen und umkämpften Partie. Janne Bromisch zeigte erneut all sein Können und war nur durch Fouls zu stoppen. Zum Ende des ersten Spielabschnitt hatte Nils Brinkmann eine starke Phase und steuerte fünf Punkte zur Führung bei.

Als alle Werner beim Stand von 42:42 gedanklich bereits in der Halbzeitpause waren, kassierten die LippeBaskets unnötigerweise noch das 42:44 durch Dernes Aaron Young. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste den starken Young (39 Punkte) zunächst etwas besser unter Kontrolle, allerdings fand ein Distanzwurf nach dem anderen seinen Weg in den Korb. Als Aaron Young leichtfüßig zum Korb stolzieren konnte, ohne gestoppt zu werden, nahm der sichtlich angesäuerte Christoph Henke eine Auszeit, um seine Mannen wieder wachzurütteln. Zuvor hatte der erneut starke Lukas Wiedey sein fünftes persönliches Foul begangen.

Spannende Schlussphase

In den Schlussminuten schwappte die Führung immer zwischen beiden Teams hin und her. Louis Barkowski holte ein ums andere Mal Defensivrebounds, seine Mannschaftskollegen punkteten. Beim 73:64 versuchte der Gastgeber mit einer Auszeit wieder ins Spiel zu finden. Wieder war es der US-Amerikaner Young, der sein Team zurück ins Spiel brachte und auf 72:74 verkürzte. Christoph Henke sagte nach der Partie: „Wir waren verdient vorne und haben die Führung immer behauptet.“

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Nach Merlin Plümpes vermeintlich unsportlichen Fouls setzten sich die Werner dann wieder ab. Plümpe persönlich war es allerdings, der eine Minute später per Dreier zum 80:80 ausglich. Nach der Niederlage sagte der ehemalige Spieler der LippeBaskets: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden.“

„Auswärtssieg ist auch mal schön“

Den Schlusspunkt zum 94:91-Erfolg setzte der stark aufspielende Lukas Mersch mit einem erfolgreichen Freiwurf. Henke lobte seinen Kapitän: „Ich konnte mich auf alle verlassen. Lukas hat das Spiel gemacht, das wir heute von ihm brauchten.“

Nachdem ihm aufgefallen war, dass der letzte Auswärtssieg unter ähnlichen Voraussetzungen und mit ebenfalls nur neun Spielern beim TVE Dortmund Barop eingefahren wurde, sagte Henke im O-Ton mit einem breiten Siegerlächeln: „Ein Auswärtssieg ist auch mal schön. Da ist eine kleine Parallele zum Spiel in Barop zu erkennen. Damals waren wir auch nur zu neunt. Ich streiche in Zukunft den Kader bei Auswärtsspielen von zwölf auf neun. Das spart auch Sprit, ist umweltschonend und erfolgreich.“

LBW: Wiedey, Tilkiarids (6/2), Brinkmann (8/1), Mersch (23/1), Bromisch (27/2), Rupprecht (10), Barkowski (2), Brüggendieck, Bennett (18/4)

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