Lippebaskets siegen im punktearmen Derby

Basketball: Oberliga

Mit Körben geizten am Samstagabend die Spieler der beiden Basketball-Oberligisten LippeBaskets Werne und SSV Hamm. Das Derby endete 63:49 (32:32). Mitunter mussten die Zuschauer 150 Sekunden darauf warten, dass der Ball durchs Netz fiel. Der Sieg im Nachbarduell ändert an der Tabellensituation nichts. Werne bleibt Fünfter, Hamm Neunter.

WERNE

, 01.03.2015, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
LippeBaskets-Center Yannik Brüggemann hat den Ball erobert, unterstützt vom starken Timo Tübel.

LippeBaskets-Center Yannik Brüggemann hat den Ball erobert, unterstützt vom starken Timo Tübel.

Oberliga Lippebaskets Werne - SSV Hamm 63:49 (9:18, 23:14, 18:9, 13:8)

Ganz schlecht startete der Gastgeber in die Partie. Mit 9:18 verloren die Werner das erste Viertel. Eine so schlechte Leistung hatte das verwöhnte Werner Basketball-Publikum lange nicht gesehen. Nach dem 4:4 zu Beginn erzielten die Hausherren über Minuten nur drei Punkte - und die allesamt nur von der Freiwurflinie. Die Hammer zogen auf 18:7 davon. Wernes Cajus Cramer stellte dann nach einem Fastbreak den Viertelendstand her.   Die LippeBaskets waren von der Spielweise der Gäste überrascht worden. Wechselten immer zwischen Mann- und Zonenverteidigung hin und her. "Wir konnten die Fastbreaks nicht verhindern und haben keine Rebounds geholt", ärgerte sich der Coach der LippeBaskets, Tomislav Bevanda.  Umso wichtiger dann direkt zu Beginn des zweiten Viertels die beiden Dreipunktwürfe von Frederic Meinert, die die erstmalige Führung (21:18) der Werner bedeuteten. Jetzt zogen die LippeBaskets das Tempo an.

"Kompliment an die Mannschaft. Im zweiten Viertel haben wir richtig gute Phasen gehabt", so Bevanda. Das Viertel gewannen die Werner 23:14.  Der Start ins dritte Viertel (50:41) verlief wieder schleppend. Es dauerte etwas, bis Timo Tübel per Freiwurf erstmals die erlösende, zweistellige Führung besorgte - 47:37. Tübel war einer der Aktivposten, erzielte elf Punkte.  Auch im letzten Viertel ließen die Spieler die Fans auf Körbe warten. Erst nach 2:30 Minuten war es soweit. Werne ging mit 52:41 in Führung.

Aber auch im weiteren verlauf taten sich die Akteure schwer. Besonders die Gäste.  Im Angriff verloren  "Wir haben das Spiel klar im Angriff verloren. Mit den 63 Punkten gegen uns können wir leben. Aber selbst nur 49 zu erzielen, dass ist zu wenig", sagte SSV-Coach Vladimir Docenko. Sein Bruder Andrej, zuletzt in der Regionalliga bei BG Dorsten aktiv, konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Er lieferte sich ein kleines Privatduell mit Frederic Meinert. Klarer Sieger: Meinert. Docenko erzielte nur drei Punkte, Meinert neun - darunter die beiden wichtigen Dreier.

Bester Werfer bei den Wernern war Cajus Cramer mit 17 Punkten.  Warum die LippeBaskets nicht ihre beste Leistung zeigten, dafür hatte Coach Bevanda einen Grund, aber keine Entschuldigung, wie er betonte. "Wenn Sebastian Voigt nur 30 Prozent geben kann, dann leidet unser Spiel." Voigt laborierte an einer leichten Grippe, bekam deshalb erst Einsatzzeit.

TEAM UND PUNKTE LippeBaskets: Westrup, Altmeyer, Cramer (17), Tübel (11), Meinert (9), Plümpe, Brachhaus (9), Weidlich, Brüggemann (10), Keilinghaus (1), Voigt (6)  

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