LippeBaskets-Spieler Niko Tilkiaridis lässt sich von seiner Größe nicht aufhalten

Basketball

Niko Tilkiaridis ist bei den LippeBaskets einer der kleinsten und jüngsten Spieler. Das hält ihn aber nicht von starken Leistungen ab - oder hohen Zielen, die er sich und seinem Team steckt.

Werne

, 05.02.2019, 16:34 Uhr / Lesedauer: 3 min
Niko Tilkiaridis entwickelt sich bei den LippeBaskets zu einem wichtigen Spieler der Regionalligamannschaft.

Niko Tilkiaridis entwickelt sich bei den LippeBaskets zu einem wichtigen Spieler der Regionalligamannschaft. © Helga Felgenträger

1,81 Meter - so groß sind 17-jährige Männer im Durchschnitt. Mit nur zwei Zentimetern mehr zählt der Werner Niko Tilkiaridis also nicht gerade zu den Riesen seiner Altersklasse. Trotzdem spielt der Schüler schon jetzt in der Regionalliga-Mannschaft der LippeBaskets. Warum seine Größe gegen mehr als zwei Meter große Gegenspieler kein Problem ist, er sich zuhause mit seinem Bruder in die Haare bekommt und warum er die Ziele für die LippeBaskets sogar höher als Christoph Henke steckt, verrät Tilkiaridis im Interview.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge gab es für Sie und Ihr Team am vergangenen Samstag gegen Barop die erste Niederlage im neuen Jahr. Woran lag das aus Ihrer Sicht?

Ich glaube, wir haben nicht das umgesetzt, was wir wollen. Eigentlich sind wir das schnellste Team in der Liga, konnten das gegen Barop aber nicht so zeigen. Wir sind zwar zwischendurch immer mal wieder zurückgekommen, Barop war aber einfach besser.

Sie haben von Ihrem Trainer Christoph Henke nach dem Spiel ein Extra-Lob für Ihre Abwehrleistung bekommen, stimmen Sie ihm da zu?

(lacht) Ja, momentan bin ich in guter Form. Immer wenn ich reinkomme konzentriere ich mich erstmal auf die Defense. Und wenn es da dann läuft, dann läuft es bei mir auch vorne mit den Punkten automatisch.

Ihre Gegner am Samstag waren alle um Einiges größer. Macht das das Verteidigen schwieriger?

Nein, mir ist das egal, wie groß oder schwer meine Gegner sind, ich versuche einfach immer, denen das Leben schwer zu machen.

Sind Sie bei den LippeBaskets denn der kleinste Spieler?

Also ich bin jetzt 1,83 Meter und ich glaube, ich wachse auch nicht mehr (lacht). Damit bin ich auf jeden Fall einer der Kleinsten, ich glaube aber, dass unser Kanadier Jordan Rose vielleicht sogar noch ein Stückchen kleiner ist als ich.

Ist Ihre Größe in Ihrem Sport ein Vorteil oder ein Nachteil?

Das macht mir gar nichts aus. Ich weiß, dass ich nicht der Größte bin, aber ich glaube nicht, dass ich dadurch einen Nachteil habe. Hinten habe ich, wie gesagt, kein Problem mit größeren Gegnern und vorne ziehe ich zum Korb und mache die Dinger rein oder treffe die Dreier, da gibt es keine Probleme (lacht).

„Ich will am liebsten gar kein Spiel mehr verlieren.“
Niko Tilkiaridis über die Ziele mit den LippeBaskets in der Regionalliga.

Ihr älterer Bruder Gorgo (Jahrgang 1997) spielt auch in der Regionalliga-Mannschaft, wie verstehen Sie beide sich denn?

Zuhause gibt es öfter mal Streit (lacht). Wir verstehen uns aber eigentlich super, auf dem Feld und auch so. Gorgo will jetzt aber etwas kürzertreten und nur noch in der zweiten Mannschaft spielen.

Wer von Ihnen ist der bessere Basketballer?

Ich natürlich, aber mein Bruder würde da glaube ich was anderes sagen. (lacht) Ich glaube, ich bin mittlerweile etwas ehrgeiziger, mein Bruder wurde auch durch eine Verletzung zurückgeworfen und will jetzt, wie gesagt, etwas kürzertreten.

Was machen Sie, wenn Sie nicht auf dem Feld stehen?

Ich mache gerade mein Fachabi als Medieninformatiker, was danach kommt - mal schauen. Mit dem Training und den Spielen am Wochenende ist das manchmal schon stressig, aber ich kriege das hin.

Sie spielen aktuell auch noch in der U18 der LippeBaskets, damit ist in der kommenden Saison Schluss...

Genau, ab nächster Saison spiele ich nur noch bei den Herren. Ich werde die Spiele mit der U18 schon vermissen, auch alte Kollegen, gegen die man mal spielt. Aber es wird auch mal schön sein, am Wochenende nur ein Spiel zu haben und den Sonntag dann mal frei zu haben.

Was können die LippeBaskets in der Regionalliga diese Saison erreichen? Das vorgegebene Ziel lautete ja, oben mitzuspielen...

Ja, das stimmt, wir wollen unter die besten Mannschaften kommen. Aber ich würde am liebsten gar kein Spiel mehr verlieren und warum auch nicht? (lacht)

Sehen wir Sie irgendwann mal in der NBA?

(lacht) Das weiß ich nicht. Aber ich möchte eine Liga richtig beherrschen, bevor ich irgendwo höher einsteige, will also immer besser werden, bevor es eine neue Herausforderung gibt. Mal sehen, wohin das führt.

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