Lockerungen stoppen für die Reiter nicht die Katastrophe

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Auch die Reiter des Reitvereins St. Georg profitieren von den Lockerungen im Freizeitsport. Dennoch bleibt für sie eine entscheidende Problematik weiterhin bestehen.

Werne

, 07.05.2020, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nun sind sie da, die ersten Lockerungen. Am Mittwoch legte die Bundesregierung fest, dass der Freizeit- und Breitensport unter strengen Auflagen bald wieder stattfinden soll. Neben Golf oder Tennis zählt dazu auch der Reitsport. Beim Reitverein St. Georg merkt man durchaus, dass der Betrieb wieder etwas ins Rollen kommt.

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„Natürlich freuen uns die Lockerungen. Jetzt kann der Reitunterricht schon mal wieder stattfinden“, erklärt Lutz Gripshöver, stellvertretender Vorsitzender. Zudem habe man als Reiter ja ohnehin Glück gehabt, dass man die ganze Zeit unter Auflagen aufs Pferd durfte, berichtet er.

Aber auch wenn der Alltag so langsam wieder auf dem Gestüt ankommt - ein elementarer Teil fehlt noch im Kalender eines jeden Reiters, erklärt Gripshöver: „Für uns ist es eine absolute Katastrophe, das momentan praktisch alle Turniere abgesagt sind.“

„Ein deutlicher Unterschied“ in der Anzahl der Reitturniere

Das gesamte Ausmaß erklärt er anhand eines Blickes auf den Turnierkalender. „Normalerweise haben wir immer über eine Seite mit Turnierterminen. Aktuell ist es nur eine Viertelseite. Das ist schon ein deutlicher Unterschied.“

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Den Reitern werde damit gewissermaßen eine Lebensgrundlage entzogen: „Letztendlich leben wir davon, Pferde für Turniere auszubilden und sie dann dort an den Start zu schicken. Das fehlt jetzt natürlich sehr.“

Wann wieder Turniere wirklich stattfinden, ist derzeit nicht abzusehen. Einige von ihnen fallen unter die Bestimmungen zu den Großveranstaltungen, die in jedem Fall noch bis zum 31. August untersagt bleiben. Am vergangenen Wochenende allerdings fand in Niedersachsen schon das erste Turnier wieder statt.

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„Das war aber, wie ich gehört habe, so anders, dass es mir persönlich keinen Spaß machen würde“, so Gripshöver. So sei zu dem Turnier nur eine enge Auswahl an professionellen Reitern eingeladen gewesen. Ohne Publikum, dafür aber natürlich mit der Wahrung des Mindestabstandes. „So will man das doch gar nicht haben, das ist schade“, findet der Werner Reiter.

Doch trotz des Missmutes über die fehlenden Turniere hält Lutz Gripshöver eins eindeutig fest: „Wir sind derzeit alle gesund und munter, das ist das Allerwichtigste. Alles andere fehlt einem zwar, aber da muss man jetzt einfach geduldig sein.“

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