Lucian Thurn ist Aushilfskapitän beim SV Stockum - und selbst überrascht davon

mlzFußball: Kreisliga A

Lucian Thurn bestritt aufgrund einer Verletzung erst ein Pflichtspiel für den SV Stockum. Dennoch ernannte ihn der Trainer jetzt zum Aushilfskapitän. Warum weiß Thurn selbst nicht so genau.

Stockum

, 06.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem Sommer ist Marin Medjedovic der etatmäßige Kapitän beim SV Stockum. Doch aktuell fehlt er dem Fußball-A-Ligist mit einer Rippenprellung. Seine Vertretung übernimmt in der Regel der routinierte Torwart Thomas Goeke. Doch da dieser zuletzt privat verhindert war, musste eine Ersatzlösung her. Und die überraschte.

Denn im Spiel gegen die zweite Mannschaft von Bockum-Hövel war es auf einmal Lucian Thurn, der die Kapitänsbinde umlegte. Erst zum Ende der vergangenen Hinrunde war der defensive Mittelfeldspieler nach Stockum gewechselt und hatte bisher auch nur ein Pflichtspiel für die Mannschaft absolviert. Dennoch setzte Trainer Jürgen Welp auf ihn als Kapitän.

„Ich war selbst ein bisschen überrascht, als mir die Kapitänsbinde gegeben wurde“, gibt Lucian Thurn zu. „Aber ich glaube, es war eine kurzfristige Entscheidung. Es gab wahrscheinlich davor hinter Marin und Thomas keinen dritten Kapitän und dann ist die Wahl auf mich gefallen.“

Ähnlich beschreibt auch Trainer Jürgen Welp die Entscheidung, seinen routinierten Sechser als Kapitän auflaufen zu lassen: „Das war eine Bauchentscheidung, weil Lucian im ersten Spiel eine gute Leistung gebracht hat. Allein schon wegen seiner Erfahrung ist er jemand, der Verantwortung übernehmen kann und soll. Er soll vorweg gehen.“

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Aber auch wenn die Entscheidung für ihn überraschend war: Lucian Thurn hat kein Problem damit, im Abstiegskampf der Stockumer Verantwortung zu übernehmen. „Natürlich mache ich das gerne. Ich möchte der Mannschaft helfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen“, so der 30-Jährige.

Eigentlich hätte er das auch gerne schon in der Hinrunde getan. Doch sein Debüt bei der 0:5-Niederlage gegen SVE Heessen war Thurns einiziges Pflichtspiel für die Stockumer bisher. Denn schon nach den ersten 90 Minuten in Grün musste er verletzungsbedingt passen.

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„Ich hatte mir das Außenband angerissen. Das war natürlich superärgerlich“, erzählt Lucian Thurn. Schon öfter habe er Probleme mit dem Außenband gehabt, die ihn immer wieder zu Pausen zwangen, so der 30-Jährige: „Die Verletzungen waren auch der Grund, warum ich bei meinem alten Verein wenig gespielt habe. Ich glaube, das war nie richtig verheilt.“

Die Zeit hat er sich jetzt aber genommen und will in der Rückrunde nun zu alter Stärke zurückfinden. „Ich fühle mich in Stockum einfach richtig wohl“, sagt der 30-Jährige. „Das Training macht richtig Spaß und die Mannschaft ist super.“

Unter dem neuen Trainer sei nun auch wieder neuer Schwung im Team berichtet Lucian Thurn: „Man merkt, die Atmosphäre ist durchweg positiv. Natürlich ist die Situation nicht einfach, aber ich glaube, dass wir alle überzeugt sind, dass wir das schaffen können.“

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