Martin Ritz sieht eine „Vollkatastrophe“ seines TuS Ascheberg

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Eigentlich spielt der TuS Ascheberg eine solide Saison. Das Gastspiel beim SV Bösensell lief allerdings vollends aus dem Ruder. Trainer Martin Ritz macht seiner Mannschaft Vorwürfe.

Ascheberg

, 21.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Martin Ritz ist am Montag freundlich - und das ist nicht selbstverständlich. Keine 24 Stunden war es her, dass sein TuS Ascheberg mit 0:8 gegen den SV Bösensell untergegangen war, als diese Redaktion Ritz telefonisch erreichte. Doch die Verärgerung über die böse Klatsche war dem Trainer des TuS noch immer anzumerken.

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Ja, Bösensell ist souveräner Tabellenführer der Fußball-Kreisliga A2 Münster. Ja, dort kann man verlieren. Aber das war es nicht, was Ritz auf die Palme brachte. „Eine Vollkatastrophe“ sei die Leistung seiner Mannschaft gewesen, so der Trainer. Schon beim Training am Dienstag zeichnete sich ab, dass den Aschebergern die „Einstellung zum Spiel fehle“, so Ritz, der sich kein Saisonziel gesetzt hatte.

Von seiner jungen Mannschaft, die „noch unfassbar viel lernen muss“, so Ritz, sei er sehr enttäuscht gewesen. Denn sportlich lief es bis dato zumindest solide. Ascheberg ist auch nach der bösen Klatsche Tabellensechster, hatte zuvor sogar ein positives Torverhältnis. „Wenn man meint, das reicht und man braucht nicht zuzuhören, dann bekommt man so eine Quittung“, macht Ritz deutlich. Schon am Sonntag kündigte er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten Konsequenzen an. Diese würden aber intern bleiben, sagte Ritz auf Anfrage dieser Redaktion.

Deutlich besser läuft es bei einem ehemaligen Verein von Ritz. Fünf Jahre lang trug er die Verantwortung an der Seitenlinie des SC Capelle. Nach schwachem Start fing sich der SCC zuletzt, schlug unter anderem die Bösenseller Reserve im Vorspiel der Ascheberg-Blamage mit 4:1. Mittendrin: Ritz‘ Sohn Patrick, der in acht Saisonspielen zwei Mal für Capelle traf. Immer, wenn Vater Ritz am Platz ist, „dann gewinnen sie auch“, scherzt Martin Ritz.

Martin Ritz: „Es ist ein wahnsinnig interessanter Club“

Seine Zeit bei den Gelb-Schwarzen hat dem Verein einen Platz in seinem Herzen gesichert. „Es ist ein Verein, der mir sehr am Herzen liegt. Es ist ein wahnsinnig interessanter Club“, so Ritz.

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Sportlich zeigt er dem Verein eine gute Perspektive auf: „Bis zur Winterpause werden sie noch immens klettern in der Tabelle. Wenn alle da sind, ist es eine Mannschaft, die ganz oben spielen muss.“ Dort steht übrigens - gemeinsam mit dem TuS Hiltrup II - aktuell der Werner SC II. „Das wird ein richtig intensives Rennen“, glaubt Ritz.

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