Marvin Pourié duscht am schnellsten

Fußball

Nach seinem Einsatz in der Champions-League-Qualifikation wollte Marvin Pourié vor allem schnell zum Flughafen. Vorher musste er sich aber noch den neugierigen Fragen der Journalisten stellen.

WERNE

, 28.08.2014, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marvin Pourie wurde beim Championsleague-Qualifikationsspiel gegen Bayer Leverkusen eingewechselt.

Marvin Pourie wurde beim Championsleague-Qualifikationsspiel gegen Bayer Leverkusen eingewechselt.

Das schnelle Duschen nützt ihm nichts. Marvin Pourié eilt durch die Mixed Zone, doch schon nach fünf Metern muss er anhalten. Die Journalisten haben Fragen zum Spiel. Der 23-Jährige bleibt stehen und antwortet. "Leverkusen spielt zurzeit auf einem ganz anderen Niveau. Die kämpfen in Deutschland auch um die Meisterschaft mit. Von denen können wir nur lernen", sagt er. Der dänische Sportjournalist ist hartnäckig. "Was könnt ihr genau lernen?", fragt er auf Deutsch. "Das Pressing, das Anlaufen, das komplette Spielsystem der Leverkusener hat internationale Klasse. Davon müssen wir uns eine Scheibe abschneiden.""Das ist eine Riesensache" In den kompletten 90 Minuten war der FC Kopenhagen zuvor chancenlos. Schon das Hinspiel war mit 2:3 verloren gegangen. Saß Pourié in Kopenhagen noch 90 Minuten auf der Bank, so durfte er beim 0:4 in Leverkusen wenigstens 15 Minuten spielen. "Es hat Spaß gemacht. Für einen jungen Spieler ist es immer eine Riesensache, in der Champions League auf dem Platz zu stehen." Der 0:4-Rückstand habe ihn auch nicht abgeschreckt.

"Es geht darum, sich zu zeigen. Und sich nicht vom Ergebnis abschrecken zu lassen." In seinem Arbeitszeugnis steht ein begangenes Foul, ein Torschuss und ein Foulspiel gegen sich. Pourié guckt ungeduldig auf seine Uhr. Die Familie wartet. Seine Teamkollegen sind aber noch alle in der Kabine.

Kurz erzählt der Werner Profi noch, dass es sein Wunsch sei, irgendwann mal wieder in der Bundesliga zu spielen. "Für mich aktuell die beste Liga mit den besten Stadien der Welt. Da kann keiner mithalten. Wir sind nicht umsonst Weltmeister geworden."Der Flieger wartet schon Kein Fragen mehr. Pourié geht Richtung Tribüne. Da warten seine Eltern, Oma und Opa und seine Freundin. 20 Minuten hat er Zeit für sie. Dann muss er in den Bus. Es geht direkt zum Flughafen Köln/Bonn. Der Flieger wartet.

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Um 2.30 Uhr landet er am Donnerstag in Kopenhagen. Eine kurze Nacht. Um 9 Uhr schuftet er wieder im Fitness-Studio. Wieder rinnt der Schweiß die Stirn herunter. Unter Zeitdruck steht er aber diesmal nicht.  

 

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