Die Mischung macht‘s bei den LippeBaskets Werne: Junge Wilde mit großen Sprüngen nach dem Umbruch

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Für die Herren der LippeBaskets Werne ist die Saison in der 2. Regionalliga beendet. Der Vorjahres-Vizemeister hatte mehrere Leistungsträger verloren - Hilfe kam auch aus den eigenen Reihen.

Werne

, 22.03.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Spieltage vor dem angesetzten Saisonende ist die Spielzeit für die Basketballer der LippeBaskets Werne aufgrund des Coronavirus beendet. Trotz personellen Umbruchs landete der Vorjahres-Vizemeister in der 2. Regionalliga auf Rang vier. Daran hatten die talentierten Jungspunde der LippeBaskets im Laufe der Saison einen immer größeren Anteil.

Das vorzeitige Ende der Spielzeit hält Trainer Christoph Henke dabei für alternativlos. „Die Spiele zu verschieben oder so, das würde alles gar nicht passen, bis die Schulen oder Hallen wieder geöffnet sind. Je Kommune wird das selbstständig entschieden, daher kann man das auch gar nicht auf einen Termin festlegen. Der Verband muss auch die nächste Saison planen“, erklärt der LBW-Coach.

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Mit dem Abschneiden seiner Mannschaft in der nun abgelaufenen Spielzeit ist Henke „sehr zufrieden“: „Wir haben vor der Saison einen relativ großen Aderlass der Leistungsträger aus dem Vizemeisterteam gehabt.“ In dem Kanadier Jordan Rose verließ der Unterschiedspieler das Team in Richtung 1. Regionalliga zum SV Hagen Haspe, zudem verließen die langjährigen Säulen Cajus Cramer, Frederic Meinert und Yannick Brüggemann die Mannschaft.

„Deswegen bin ich sehr zufrieden, dass wir den kleinen Umbruch ohne Probleme überstanden haben. Ich glaube, wir standen nie schlechter da als auf Platz sechs und sind am Ende auf vier gelandet. Darüber hinaus haben wir es geschafft, nicht nur einen guten Tabellenplatz zu erspielen, sondern auch Spielzeit auf die nächste Generation zu verlagern.“

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Als ersten Namen nennt der Coach in diesem Zusammenhang den von Janne Bromisch, der vor Saisonbeginn von Oberligist TVG Kaiserau zu den LippeBaskets gewechselt war. „Er hat in seinem ersten Jahr in der 2. Regionalliga einen Riesensprung gemacht als Spieler. Von anfangs, wo er noch Probleme in der Entscheidungsfindung hatte und nervös agiert hat bis hin zu Spielen, wo er uns als Topscorer zum Sieg geführt hat.“

Zufrieden mit der nun beendeten Spielzeit: LippeBaskets-Coach Christoph Henke.

Zufrieden mit der nun beendeten Spielzeit: LippeBaskets-Coach Christoph Henke. © Helga Felgenträger

Doch nicht nur der offensiv auffällige Bromisch stellte sein Können unter Beweis. „Lichtblicke sind auch Spieler, die weniger durch Scoring aufgefallen sind wie Lukas Wiedey und Nils Brinkmann. Die haben beide das Erbe von Cajus Cramer angetreten, dass sie den besten Außenspieler des Gegners verteidigen“, lobt Henke. „Oder auch Niko Tilkiaridis, der zwar noch nicht jede Woche konstant, aber immer wieder abruft, was Simon Bennett ihm im Training zeigt: von der Dreierlinie gefährlich sein.“

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Das Fördern der eigenen Jugend ist den Wernern besonders wichtig. „Wir haben schon immer das Ziel, unseren Standort so zu betreiben, dass wir eine hohe Quote an Eigengewächsen stellen können“, sagt Henke, „deshalb ist es aber nicht verboten, Spieler von außen dazuzubekommen. Wir sehen, dass die Entwicklung der jungen Spieler besser klappt, wenn erfahrene Spieler wie Nils Rospek, Simon oder Lukas Mersch an deren Seite sind.“ Routinier Bennett war vor der Saison von den Elephants Grevenbroich nach Werne gewechselt.

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Die Mischung aus Jung und Alt geht bei den LippeBaskets besonders gut auf.

„Grundsätzlich ist das Team schon lange zusammen, die Kabine funktioniert gut, die Jungs verstehen sich. Wir haben nach einem sehr, sehr guten Start mit vier Siegen keine lange Siegesserie mehr gehabt, aber auch nur eine kleine Schwächeperiode, in der wir drei Spiele verloren haben“, fasst Henke zusammen. „Sonst sind wir immer wieder zurückgekommen und haben von daher auch eine ruhige Saison gehabt, die es uns erlaubt hat, eben auch viele Minuten zu verteilen.“

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Ein Umstand, der den Trainer besonders freut. „Schön ist natürlich insgesamt für das Team, dass wir nicht jede Woche den gleichen Topscorer hatten, sondern immer wieder einen Spieler hatten, der mal rausstechen konnte“, berichtet Henke, „so hatte jeder auch sein persönliches Highlight in der Saison.“

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