Mittelhandbruch stoppt Marvin Pouriés Aufwärtstrend

Werner Fußballprofi

Nach einiger Anlaufzeit ist Marvin Pourié beim Karlsruher SC zum Ende der Saison in Fahrt gekommen. Zur neuen Spielzeit will er nun richtig angreifen. Doch eine Verletzung stoppt ihn – zumindest vorerst.

Werne

, 18.07.2018, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der gebürtige Werner Marvin Pourié (r.) kam zum Ende der letzten Saison immer besser in Fahrt. Jetzt stoppt ihn ein Mittelhandbruch. Foto: dpa

Der gebürtige Werner Marvin Pourié (r.) kam zum Ende der letzten Saison immer besser in Fahrt. Jetzt stoppt ihn ein Mittelhandbruch. Foto: dpa

Beim Blick auf die Stationen von Marvin Pourié mag man kaum glauben, dass er im Januar erst 27 Jahre alt wurde. Der gebürtige Werner schnürte im Seniorenbereich bereits für den FC Schalke 04, Silkeborg IF, FC Kopenhagen, Zulte Waregem, SønderjyskE Fodbold, FK Ufa, Randers FC und den Karlsruher SC die Fußballschuhe. Die Gründe für seine vielen Wechsel sind ganz unterschiedlich. Das Image des Wandervogels möchte Marvin Pourié aber jetzt loswerden.

Karlsruhe als „neue Heimat“

Im Winter ist er aus der ersten dänischen Liga zum Karlsruher SC gewechselt. Gegenüber unserer Zeitung bezeichnete er Karlsruhe kurz nach seinem Wechsel bereits als „neue Heimat“. Wie vorauszusehen war, brauchte er nach Trainingsrückstand einige Zeit, um sich in Liga drei zurechtzufinden. Erst am 23. Spieltag kam er mit seiner Einwechslung in der 85. Minute gegen den SV Wehen Wiesbaden zu seinem ersten Einsatz. Zwar setzte KSC-Trainer Alois Schwarz auch in den nächsten Partien auf Pourié, über die Rolle des Jokers kam er aber nicht hinaus. In neun Partien kam er lediglich auf insgesamt 68 Einsatzminuten. Ein Tor oder eine Vorlage gelangen dem Mittelstürmer dabei nicht.

Am 35. Spieltag schlug dann aber die Stunde des Werners. Gegen des FSV Zwickau gab er sein Startelfdebüt und nutzte die Chance in beeindruckender Manier. Zunächst legte er seinem Sturmpartner Fabian Schleusener das 1:0 auf, dann traf er in der 36. Minute auch noch selbst. Das Kicker-Sportmagazin kürte ihn zum Mann des Spiels und gab ihm die Note 1,5. Der Bann war gebrochen.

In den letzten drei Ligaspielen gehörte er zum Stammpersonal und traf jeweils gegen Aalen und Jena. Damit trug er einen entscheidenden Teil dazu bei, dass der KSC sich den Relegationsplatz sicherte.

Verpasster Aufstieg

Auch in den Entscheidungsspielen gegen Erzgebirge Aue gehörte der 27-Jährige zum Stammpersonal. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass Karlsruhe auch in der kommenden Spielzeit drittklassig spielen wird.

Schon in gut einer Woche geht es am Freitagabend, 27. Juli, gegen Absteiger Eintracht Braunschweig. Ein echtes Traditionsduell zum Auftakt der Drittligasaison.

Ob der gebürtige Werner hier aber mitwirken kann, ist noch unklar. Am Samstagabend brach er sich im Test gegen Brentford die Mittelhand. Zwar kann er weiterhin weite Teile des Mannschafstrainings absolvieren, muss sich jedoch etwas zurückhalten, um einen Sturz auf die verletzte Hand zu vermeiden.

Beim Testspiel am Dienstagabend gegen den FC St. Pauli fehlte Pourié im Kader des KSC. Es wird wohl ein Wettlauf gegen die Zeit für den gebürtigen Werner.

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