Nach den Todesfällen der letzten Tage: Werner Arzt rät zur Vorsicht

WERNE Es sind Meldungen, die immer wieder Bestürzung auslösen: Hobby- oder Profisportler kommen durch einen plötzlichen Herztod ums Leben. Wir haben Allgemeinmediziner Dr. Hans Piepenbrock zu den Risiken befragt.

von Von Felix Guth

, 11.03.2009, 19:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach den Todesfällen der letzten Tage: Werner Arzt rät zur Vorsicht

Dr. Hans Piepenbrock: "In der Regel sind die Ursachen Infekte, die nicht beachtet werden."

"In der Regel sind die Ursachen Infekte, die nicht beachtet werden", sagt Piepenbrock. Schon ein vermeintlich harmloser grippaler Infekt könne zu einer Entzündung des Herzmuskels führen. Wird dieser entzündete Muskel belastetet, kann dies tödliche Herz-Rhythmus-Störungen auslösen. "Trainer sollten Triefnasen nach Hause schicken", lautet daher der Rat des Mediziners.

Nicht erkannte Herzkrankheiten seien eher die Ausnahme. Dennoch empfiehlt Piepenbrock regelmäßige Untersuchungen beim Hausarzt. "Gerade wer in fortgeschrittenem Alter mit Sport beginnt, sollte vorher unbedingt den Doktor fragen."

Vorsorgeuntersuchungen muss man selbst bezahlen Der Haken: Die "Sport-Checks" werden nicht von der Krankenkasse bezahlt. Viele Hobby-Sportler scheuen die Kosten. Auch für Vereine sind Vorsorgeuntersuchungen für ihre Mannschaften nur schwer zu leisten. "Die Sportler sind für sich selbst verantwortlich", sagt Volleyball-Trainer Bernd Purzner (TV Werne).

Piepenbrock sieht zudem einen psychologischen Faktor bei der Vorsorge-Faulheit vieler Hobby-Athleten. "Manche gehen gar nicht erst zum Arzt, weil sie Angst haben, dass er ihnen Trainingsverbot gibt."

Eigentlich hat Sport eine positive Wirkung Unstrittig bleibt laut Piepenbrock die positive Wirkung von Sport auf das Herz-Kreislauf-System. Es sei jedoch wichtig, dass sich besonders Anfänger an die präzisen Trainingsprogramme halten, die es für Sportarten wie etwa das Laufen gibt.

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