Nach Meinungsverschiedenheit: Stockum und Co-Trainer Henrik Schmidt gehen getrennte Wege

mlzSV Stockum

Am Freitag hatte es zwischen den Trainern des SV Stockum, Zakaria Slimani und Henrik Schmidt, gewaltig gekracht. Nun wurde Schmidt freigestellt. Auch der Sportliche Leiter tritt zurück.

von Marcel Schürmann

Stockum

, 30.09.2019, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weiterhin keine gute Nachrichten für den SV Stockum. Der Fußball-A-Ligist und Co-Trainer Henrik Schmidt gehen ab sofort getrennte Wege. Das teilte der Geschäftsführer des Vereins, Yassine Najih, am Montagabend auf Nachfrage mit.

Najih hatte für Montag eine spontane Vorstandssitzung einberufen, der auch die beiden Trainer, Zakaria Slimani und Henrik Schmidt, beiwohnten. Der Grund: eine Meinungsverschiedenheit der beiden Coaches beim Abschlusstraining der Mannschaft am vergangenen Freitag (wir berichteten).

Anstrengende Vorstandssitzung mit zwei Streithähnen

Am Sonntag hatte Najih noch angekündigt, den Vorfall klären zu wollen: „Wir sind alle erwachsen genug und wollen, dass die beiden die Unstimmigkeiten aus der Welt schaffen.“ Am Montagabend dann die Kehrtwende. „Es ist leider etwas anstrengender gewesen, als ich zuvor vermutet habe“, gestand Najih nach der Sitzung. Die Unstimmigkeiten zwischen dem Trainer-Duo seien wohl „größer gewesen, als erwartet.“

Die Absprache zwischen den beiden habe in den vergangenen Wochen nicht mehr gestimmt. „Aus diesem Grund“, so Najih weiter, „mussten wir Henrik (Schmidt, Anm. d. Red.) leider mitteilen, dass wir ohne ihn weitermachen.“ Diese Entscheidung sei aber im Einvernehmen gefällt worden. „Wir haben ihn nicht hochkant rausgeschmissen. Er hat nichts Böses angestellt, doch wir haben gemerkt, dass es einen Bruch zwischen den Trainern gab. Wir mussten als Verein so handeln, damit wir möglichst schnell wieder in ruhigere Fahrwasser kommen“, begründete Najih die Entscheidung. Schmidt war erst im Sommer als Co-Trainer vom SV Stockum verpflichtet worden.

Slimani bleibt Cheftrainer, Sportlicher Leiter tritt zurück

Der SV Stockum steht nach acht Spielen und sieben Niederlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Chefcoach Zakaria Slimani bleibt dem Team jedoch als Trainer erhalten. Najih: „Zaki (Zakaria Slimani, Anm. d. Red.) bleibt unser Trainer. Die Mannschaft steht hinter ihm.“

Doch die Entlassung Schmidts sollte nicht die einzige personelle Entscheidung sein, die Najih am Montag verkündete. Der Sportliche Leiter der Stockumer, Tobias Klein, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. „Tobias (Klein, Anm. d. Red.) hatte mich schon am Samstag informiert, dass er seinen Posten aufgibt. Das hat aber nichts mit Fußball zu tun, sondern hat familiäre Gründe“, sagte Najih.

Nach Meinungsverschiedenheit: Stockum und Co-Trainer Henrik Schmidt gehen getrennte Wege

Tobias Klein (r.) tritt mit sofortiger Wirkung vom Posten des Sportlichen Leiters zurück. © David Döring

Der Geschäftsführer werde nun selbst auch den Posten des Sportlichen Leiters übernehmen - zumindest temporär: „Ich will die Jungs tatkräftig unterstützen und werde schon am Mittwoch beim Training sein und schauen, an welchen Rädchen wir drehen müssen, damit wir bald wieder bessere Schlagzeilen schreiben“, erklärte Najih.

Najih glaubt an die Trendwende

Dass der SV Stockum die Trendwende schafft, daran glaubt Najih fest: „Die Jungs können alle Fußballspielen. Das können sie doch nicht einfach in Stockum verlernt haben.“ Najih glaubt, die Probleme innerhalb der Mannschaft seien „reine Kopfsache“. Sein Ziel für die nächsten Wochen: den SVS zurück in die Erfolgsspur bringen. Am nächsten Sonntag hat der A-Ligist im Heimspiel gegen den BV 09 Hamm die nächste Gelegenheit, die Negativserie zu beenden.

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