Nach Rückkehr zum SV Herbern - Dominick Lünemann (24): „Es ist alles intensiver hier“

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Er stand schon wieder im blau-gelben Trikot auf dem Platz, übernahm sofort Verantwortung. Dominick Lünemann ist zurück beim SVH. Am Rande des Testspiels in Olfen gab er uns ein Interview.

von Marcel Schürmann, Sebastian Reith

Herbern

, 17.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Nach einem einjährigen Intermezzo beim FC Nordkirchen kehrte Dominick Lünemann in diesem Sommer an seine alte Wirkungsstätte nach Herbern zurück. Im Interview mit Sportredakteur Sebastian Reith spricht der Heimkehrer des SV Herbern über sein Jahr beim FCN, seine neuen Fußball-Kollegen in Herbern und was er mit seinem Team in diesem Jahr vorhat.

Herr Lünemann, fünf Jahre haben Sie in Herbern gespielt, ehe es Sie für zwölf Monate zum FC Nordkirchen zog. Jetzt muss es sich für Sie so anfühlen, als seien Sie nie weggewesen, oder?

Gefühlt schon. Das Team hat mich sofort super aufgenommen. Das ist einfach toll. Daher fühle ich mich auch nicht wie ein Neuer. Ich bin aber nicht der Einzige. Auch die anderen Neuen wurden schon sehr gut integriert, es gibt keinen, der außen vor ist. Das passt alles schon richtig gut.

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Haben Sie eigentlich ein paar Sprüche von Ihren Mitspielern bekommen? Sie kamen ja von einem rivalisierenden Verein zurück zum SVH...

Teils, teils. Ich denke, bei den meisten hat eher die Freude überwogen, dass ich zurück bin (lacht). Der eine oder andere konnte sich einen Spruch natürlich nicht verkneifen. Aber größtenteils haben sie sich zurückgenommen - auch wegen der verlorenen Relegation. Die hat man beim FCN nicht auf Anhieb abgeschüttelt bekommen. Auch ich nicht - selbst nachdem ich den Verein verlassen habe.

Bleiben wir noch kurz beim FCN. Wie fällt ihr Fazit nach den zwölf Monaten in der Schlossgemeinde aus?

Durchweg positiv. Ich habe viel mitgenommen, viel Erfahrung gesammelt. Wir hatten ein tolles Team, ich habe immer noch Kontakt zu vielen Spielern. Es hat einfach alles Spaß gemacht. Da brauche ich auch keine Namen zu nennen. Beim FCN stand wirklich das Team im Fokus. Wir haben uns immer eine halbe Stunde vorm Training getroffen und auch mal dummes Zeug gelabert. Aber beim Trainingsstart waren alle immer fokussiert, sonst hätte die Saison auch nicht so erfolgreich werden können.

Was ist nach Ihrer Rückkehr anders als zuvor in Herbern?

Es ist jetzt alles intensiver hier. Der Trainingsumfang, auch der Kader ist breiter aufgestellt. Jeder muss sich hier beweisen. In Nordkirchen war der Kader ja recht kleingehalten. Der große Kader beim SVH löst natürlich auch ein wenig Druck aus. Jeder will spielen, dadurch hast du eine ganz andere Intensität. Das spürt man auch im Training.

Wie meinen Sie das?

Wenn man sieht, wie hier Zweikämpfe geführt werden... Das geht schon richtig ab. Da knallt‘s auch mal - aber es ist nie unfair. Es ist einfach Feuer drin.

Wie groß ist Ihre Chance, in Herbern wieder zum unangefochtenen Stammspieler zu werden?

Wir haben noch zwei, drei Wochen Vorbereitung - die Pokalspiele mal ausgenommen. Da kann noch viel passieren. Wir werden auch noch einige Urlauber haben. Natürlich würde ich mir einen Stammplatz wünschen. Ich kann aber nichts vorhersehen, denn es gibt viele Spieler, die meine Position bekleiden können. Aber auch ich bin flexibel, kann hinten wie vorne spielen. Im Training gebe ich immer alles, aber am Ende entscheidet der Trainer.

Beim 4:2-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Olfen haben Sie ein Tor vorbereitet. Wie sehen Sie den Test?

Olfen hat es als Bezirksliga-Aufsteiger sehr gut gemacht. Die Leistung muss man anerkennen. Ich glaube, der Verein wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Wie reif ist der SV Herbern? Kann der Klub in dieser Saison tabellarisch noch ein paar Plätze gutmachen?

Schwer zu sagen, weil ich ja auch die anderen Teams nicht im Detail kenne. Als Team haben wir noch nicht über ein Saisonziel gesprochen, das wollen wir erst am Ende der Vorbereitung machen. Vom Trainerteam haben wir keine Vorgaben bekommen. Natürlich wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Alles darüber nimmt man immer gerne mit. Aber, wenn Sie eine Zahl von mir hören wollen - da lasse ich mich nicht locken (lacht).

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