Neue Regeln für die Basketballer: Darum hängt der Korb jetzt niedriger

mlzLippeBaskets-Jugend

Die Spielzeit der Basketballer begann vergangenes Wochenende. Auch in der Jugend dreht sich alles wieder um das orangene Leder. Einige Regeln haben sich nun verändert für die Basketballer.

Werne

, 18.09.2019, 16:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

So richtig glücklich wirkt Jens König. Geschäftsführer der LippeBaskets, nicht, wenn man ihn auf die neuen Basketball-Regeln im Jugendbereich anspricht. „Mir gefällt das nicht, sage ich ganz klar im Bereich der U12“, erklärt er. „Ich bin der Meinung, dass die Kinder, die ja sowieso mit kleineren Bällen spielen, physisch überhaupt keine Probleme haben, den Ball auf 3,05-Meter-Körbe zu werfen.“

Folgendes sehen die neuen Regeln seit dieser Saison nun vor: Gewechselt werden darf lediglich in den Pausen. Die jungen Altersklassen spielen außerdem seit dieser Saison auf nur noch 2,60 Meter hohe Körbe. Zudem treten die Teams auf dem Feld mit nur vier statt fünf Basketballern gegeneinander an. Zusätzlich haben sich die Zeitvorgaben verändert: Statt vier mal zehn Minuten, spielen die Mannschaften nun acht mal fünf Minuten gegeneinander. Die Regelveränderungen haben laut des Deutschen Basketball Bundes (DBB) vor allem das Ziel, den Sport durch die Regelreduktion kindgerechter auszurichten und mehr Nachwuchs für den Basketball zu begeistern.

Sinnvoll nur unterhalb der U10

„Ich halte es für sehr sinnvoll für alles unterhalb der U10“, sagt König. Dort wäre es kein Problem für ihn die Körbe auf 2,60 Meter absenken zu lassen. Dadurch würde man sich auch der europäischen Norm annähern. In Holland, Spanien und Italien würde bereits mit dieser Höhe gespielt werden, erklärte König.

Neue Regeln für die Basketballer: Darum hängt der Korb jetzt niedriger

Jens König ist Geschäftsführer bei den LippeBaskets Werne und Trainer der LBW-U12. © Döring

In Holland hat das Team von Jens König, die U12, das bereits ausgetestet. „Die Jungs haben sich halb totgelacht“, erzählt er. „Ist ja klar, es ist zu einfach für den Leistungsbereich.“ König betont, dass er den Leistungsbereich meint. Für Basketballanfänger sei das anders: „Kinder, die mit Basketball anfangen, haben mehr Spaß. Bei der U8 und bei den U6-Kindern ist das Klasse. Ist doch alles super. Die treffen häufiger und haben mehr Spaß.“

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Doch sind die talentierteren Spieler aus dem Leistungsbereich mit niedrigeren Körben unterfordert? „Definitiv“, sagt König. „Es ist für die Leistungsentwicklung hinderlich“, erklärt er, fügt aber auch sein Verständnis an: „Um den Basketball zu popularisieren, kann das helfen.“

Übergangsspielzeit für die Jugendbasketballer

Aktuell gibt es noch eine Übergangsspielzeit für die jungen Basketballer, ab der nächsten Spielzeit ist die neue Korbhöhe dann Pflicht. „Es ist jetzt entschieden, man muss entsprechend umrüsten. Dann ist das so, da müssen wir dann durch“, sagt König. „Grundsätzlich ist es richtig. Ich hätte es mir gewünscht, dass man es vor allem in den Leistungsligen nicht macht.“

Ein Beispiel hat König da noch: Kinder, die noch in der U12 spielen, aber auch schon in der U14 zum Einsatz kommen und teilweise zwei Spiele an einem Tag bestreiten, müssen ihr Spiel erheblich verändern. In der U12 wird dann auf 2,60 Meter hohe Körbe geworfen, bei der U14 sind die Körbe dann 3,05 Meter hoch. König hält diesen Schritt für „ziemlich unsinnig“.

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