„Nicht nur ein Pokalspiel, sondern auch ein Derby“: WSC und SVH in ähnlichen Ausgangslagen

mlzFußball: Kreispokal

Die Aufeinandertreffen des Werner SC und SV Herbern sind immer besonders, nur ein paar Kilometer trennen die beiden Klubs. Entsprechend fokussiert sind auch die Trainer beider Teams.

Werne, Herbern

, 29.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn am Donnerstagabend der Werner SC und SV Herbern aufeinandertreffen, wird es keinen klaren Favoriten geben. Zu ähnlich sind die Ausgangslagen aus dem Landesliga-Betrieb. Da spielt laut Benjamin Siegert auch die Zwangspause beim SVH am Wochenende keine Rolle.

„Ich lasse das im Falle einer Niederlage nicht als Ausrede gelten“, kündigte Siegert bereits an. Wegen zwei Corona-Fällen beim Gegner IG Bönen hatten die Herberner am Sonntag spielfrei. Der Trainer des SV Herbern sieht in der Pause weder Vor- noch Nachteil für sein Team: „Man konnte sich ausruhen und den Körper etwas befreien. Die Jungs sollten es schaffen, auch weiterhin die Spannung hochzuhalten.“

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Einige Spieler sowie der Trainer selbst nutzten stattdessen die Pause, um dem Werner SC bei seinem starken 2:0-Sieg gegen den TuS Haltern II zu beobachten: „Das war gut für uns, um beim Gegner ein paar gewisse taktische Voraussetzungen zu analysieren“, so Siegert.

Beide Kapitäne fallen aus

Den WSC hat der Sieg vom Wochenende in eine gute Ausgangslage gebracht: „Grundsätzlich hilft es immer, wenn man Spiele gewinnt. Dass wir die letzten beiden Spiele gewonnen haben, ist insgesamt für die Verfassung gut“, sagt Lars Müller. Entsprechend gut sei auch die Laune in der Truppe, auch wenn er zwei angeschlagene Spieler hat. Während Chris Thannheiser wohl fehlen wird, stehen die Chancen für Marcel Niewalda wieder gut, „er war am Wochenende nicht ganz bei 100 Prozent“.

Benjamin Siegert und der SV Herbern mussten am Wochenende wegen Corona pausieren.

Benjamin Siegert und der SV Herbern mussten am Wochenende wegen Corona pausieren. © Jura Weitzel

Auch beim SV Herbern ist die Stimmung laut Siegert sehr gut: „Dementsprechend gehen wir mit Vorfreude in das Spiel rein, was ja nicht nur ein Pokalspiel, sondern auch ein Derby ist.“ In Herbern hofft man natürlich gegen den WSC auf ein gutes Spiel, „wenn wir nicht sogar ein richtig gutes Spiel machen müssen“, so Siegert hinsichtlich der Siegchancen seiner Mannschaft. Er wird mit Sicherheit weiterhin auf seinen Kapitän Philipp Dubicki verzichten müssen, der nach seinem Außenbandriss erst wieder ins Training einsteigen wird.

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Ähnlich sieht es Müller: „Ich hab die letzten Jahre ja schon gesagt, dass es sicherlich nicht mehr so ein Spiel ist, wie das allererste Derby nach 30 Jahren. Trotzdem ist es immer noch ein besonderes Spiel und es gehört sich von uns, mit der Einstellung da reinzugehen.“

Beide Trainer wollen das Spiel natürlich gewinnen, auch wenn für Müller die Priorität in erster Hinsicht woanders liegt: „Wir möchten die Pokalspiele schon gewinnen, grundsätzlich ist die Liga aber natürlich wichtiger für uns.“ Siegert will hingegen den Derby-Charakter nicht überbewerten: „Wir gehen da rein wie in jedes andere Pokalspiel auch.“

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