Nico Holtmann (19) ist Wernes Fels in der Brandung: „WSC ist wie eine Familie für mich“

mlzWerner SC

Am Sonntag reist Spitzenreiter WSC zu Eintracht Ahaus. In der zurückliegenden Saison gab es dort eine deftige Klatsche. „Das passiert uns diesmal nicht“, verspricht Abwehrmann Nico Holtmann.

von Marcel Schürmann

Werne

, 01.11.2019, 18:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erinnerungen sind noch frisch: In der zurückliegenden Saison kassierten die Fußballer des Werner SC auswärts bei Eintracht Ahaus eine 2:7-Klatsche. Doch der WSC ist in dieser Saison ein ganz Anderer - auch wenn sich vom Personal her nicht viel getan hat. Der Spitzenreiter der Landesliga stellt inzwischen die zweitbeste Verteidigung der Liga. Nur elf Gegentore kassierten die Werner bislang.

Mitverantwortlich für die starke Abwehrarbeit ist Wernes Fels in der Brandung; Innenverteidiger Nico Holtmann. Der 19-Jährige wechselte im vergangenen Winter von den A-Junioren von Preußen Münster zurück in den Lindert. Gerade in dieser Saison blüht er förmlich auf, verpasste bisher noch keine Minute auf dem Platz. Selbstbewusst sagt der Verteidiger: „So etwas wie in der letzten Saison passiert uns diesmal in Ahaus nicht. Ich bin mir sicher, dass wir ein anderes Ergebnis erzielen werden.“

System schon letzte Saison angetestet

Holtmann, der in der seiner Premierensaison bei den Senioren im letzten Jahr bereits viele Einsatzminuten verzeichnete, weiß, warum es beim WSC derzeit so gut läuft: „Wir haben unser System gefunden. Wir spielen mit einer kompakten Dreierkette. Das haben wir letztes Jahr in der Rückrunde auch schon das eine oder andere Mal ausprobiert. Und es klappt immer besser.“ Der großgewachsene Abwehrmann sagt aber auch: „Wenn das mal nicht so gut funktioniert hat, dann kassieren wir auch Gegentore. Aber wenn wir - wie in den letzten Wochen auch - geschlossen auftreten, stehen wir schon ziemlich solide. Die Verteidigung beginnt bei uns schon im Angriff.“

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Tatsächlich pressen die Werner in dieser Saison viel höher und früher als noch im Vorjahr. Das kommt Holtmann und Co. natürlich entgegen. Aber auch hinter sich hat er einen starken Rückhalt: „Jorma Hoppe (WSC-Torwart, Anm. d. Red.) ist extrem stark. Er hat auf jeden Fall einen Sprung gemacht im Vergleich zu letzter Saison und gibt uns sehr viel Sicherheit.“

Ob er mit einer solchen Leistungssteigerung zu Saisonbeginn gerechnet hätte? „Nein, ich glaube damit hat niemand gerechnet“, so Holtmann, „aber wir nehmen die Situation wie sie ist, natürlich dankend an. Wir versuchen weiterhin, so lange wie möglich oben mitzuspielen. Aber wir denken nur von Spiel zu Spiel.“

Holtmann: „Wollen keine langweilige Saison“

Das Saisonziel sei nicht nur, unter die Top-Sechs der Liga zu kommen. „Wir haben gesagt, wir wollen keine langweilige Saison spielen. Das klappt bisher ganz gut.“

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Holtmann daher mehr als zufrieden - und auch mit seinen eigenen Auftritten: „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft so gut helfen kann und glücklich über die Spielzeit und meine Rolle.“ Holtmann spielt in der Innenverteidigung zwischen Zoran Martinovic und Niclas Link. Eigentlich nicht seine gelernte Position. „Bei Preußen habe ich auch schon mal mit einer Dreier- oder Fünferkette gespielt. Dann aber eher als Rechtsverteidiger, oder auch mal auf der Sechs. Richtig umgeschult werden, musste ich aber nicht. Ich denke, meine neue Position hat sich in den letzten Jahren schon angebahnt.“

Rundum positives Fazit nach einem Jahr

Knapp ein Jahr spielt der Werner Jung‘ jetzt wieder beim WSC. Über die Stationen Hammer SpVg, VfB Waltrop und Preußen Münster, zog es ihn in der vergangenen Winterpause zurück in den Lindert. Eine Entscheidung, die er keineswegs bereut: „Ich fühle mich megawohl im Verein. Der WSC und das gesamte Umfeld ist für mich wie eine Familie. Es macht zurzeit viel Spaß mit den Jungs und dem Trainertram - natürlich auch weil es so ideal läuft bei uns.“

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