Nico Schiller zieht es nach drei verpassten Aufstiegen zu einem Kindheitsfreund

mlzEintracht Werne

Nach drei Jahren ist für Nico Schiller Schluss bei Eintracht Werne. Ihn zieht es zu einem guten Freund - dafür verlässt er zwei andere Menschen, die ihm sehr ans Herz gewachsen sind.

Werne

, 28.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Jahre trug Nico Schiller das Trikot von Eintracht Werne - und drei Mal verpasste die Eintracht den Aufstieg in die Bezirksliga. Ganz anders als der Liga-Konkurrent der Werner, zu dem es Schiller nun zieht.

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Schiller zieht es zum SVE Heessen, der die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochene Saison in der Fußball-Kreisliga A1 Unna-Hamm als Tabellenerster beendete und in die Bezirksliga aufsteigt. Werne verpasste dagegen den Aufstieg - wieder einmal.

In seinen drei Jahren bei der Eintracht spielte Schiller drei Mal oben mit, schaffte es aber nie nach oben. Der 30-Jährige habe dennoch drei „super Jahre“ gehabt, sagt Schiller.

Eintracht Werne „jedes Jahr selbst schuld“

„Im Grunde genommen waren wir jedes Jahr selbst schuld“, so Schiller. Die Eintracht habe immer wieder in wichtigen Spielen gepatzt. In dieser Saison etwa hat die Elf von Trainer Mario Martinovic gegen den VfL Mark und den BV 09 Hamm gleich zu Beginn der Saison in der Nachspielzeit noch die Spiele verloren. „Da hätten wir uns klüger anstellen müssen“, sagte Schiller. Gerade die gestandenen Spieler hätten in diesen Partien zu viel gewollt.

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Mit Schiller verlässt ein professionell ausgebildeter Spieler Eintracht Werne. Viele Jahre verbrachte er in der Jugend im Nachwuchsleistungszentrum des VfL Bochum, spielte in der A-Jugend-Bundesliga. „Danach ging es nicht wirklich mehr hoch“, so Schiller.

Nach Erfahrungen in der Ober- und damaligen NRW-Liga bei der Hammer Spielvereinigung zog es ihn in die Kreisliga A, erst zum SV Fortuna Herringen und dann nach Werne. „Die A-Jugend-Bundesliga zählt nicht mehr. Ich habe mit meiner Erfahrung helfen können. Ich glaube schon, dass eine Lücke entsteht“, so Schiller. Er ist aber optimistisch, dass die Eintracht diese schließen könne.

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In seiner Zeit am Grote-Dahl-Weg hat er zwei Menschen besonders lieb gewonnen. Der Sportliche Leiter Rainer Fiebig und der Vorsitzende Harald Wohlfarth würden vorbildliche Arbeit für einen verhältnismäßig kleinen Verein leisten. „Die halten jedes Wort“, so Schiller.

Nico Schiller sehnt sich nach einem standesgemäßen Abschied von Eintracht Werne

Und doch verlässt er die Eintracht. „Zu Werne als Stadt habe ich gar keinen Bezug“, sagt der Mittelfeldspieler. Einen besonderen Bezug hat er dafür zu Rouven Meschede, der Schillers neuen Verein Heessen trainiert. „Rouven kenne ich schon, seitdem ich sechs bin“, sagt Schiller. Das habe ihn neben der Suche nach einer sportlichen Veränderung letztlich zu einem Abschied aus Werne bewogen.

Ein Abschied, der aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht gefeiert werden konnte. Über die mannschaftsinterne WhatsApp-Gruppe hält das Eintracht-Team engen Kontakt, so Schiller. Trainer Martinovic habe bereits angekündigt, dass man sich nochmal zusammensetzt, sobald die Lockerungen diese zulassen. „Das hätte ich gerne lieber heute als morgen“, lacht Schiller.

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