Nur Positives in der Wundertüte der Reserve des SV Herbern

mlzSaisonfazit

Die zweite Mannschaft des SV Herbern hatte vor der Saison fest mit dem Abstiegskampf gerechnet. Doch es kam viel besser als erwartet für den Fußball-A-Ligisten.

Herbern

, 22.06.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Saison ist in den Amateurligen seit Anfang Juni beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Werner und Herberner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir ziehen ein Saisonfazit beim Fußball-A-Ligisten SV Herbern II, der vor der Saison so gar nicht wusste, in welche Richtung es gehen würde.

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Saisonverlauf: Für die Herberner war der Saisonstart angesichts des großen Umbruchs und der Auflösung der dritten Mannschaft wie eine Wundertüte. „Wir wussten gar nicht, wo wir stehen, haben aber schon den Abstiegskampf befürchtet“, so Trainer Daniel Heitmann.

Doch es kam anders. Die Herberner hielten sich konstant im Mittelfeld der Tabelle auf - nach unten schauen mussten sie nie. Zu Beginn der Saison konnte man den Blick auch zwischenzeitlich nach oben wenden, als die Mannschaft einige Spieltage auf dem vierten Tabellenplatz stand. Am Ende belegten sie den neunten Platz.

Stärken: Die Offensivabteilung des SV Herbern zeigte sich in dieser Spielzeit immer wieder als sehr stark. Mit 44 Treffern stellen die Herberner den drittbesten Sturm der Liga. Was der Mannschaft von Daniel Heitmann besonders zu Gute kommt: Sie ist offensiv variabel aufgestellt und hat nicht nur einen einzigen Spieler, der die Tore schießen kann.

Baustellen: Was vorne gut läuft, ist dafür hinten manchmal umso schwächer. Die Herberner haben 43 Gegentore kassiert und sind damit die viertschwächste Defensive. Wenn vorne, wie im Derby gegen Davaria Davensberg, drei Treffer erzielt werden, darf man sich hinten nicht mehr vier Tore fangen.

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Bestes Spiel: Der VfL Wolbeck II ist für den SV Herbern II durchaus ein ernst zunehmender Gegner, steht die Elf doch in der Endabrechnung einen Platz vor dem SVH. Mit dem entsprechenden Respekt fuhr das Team von Daniel Heitmann am sechsten Spieltag nach Wolbeck - und kehrte mit einem Kantersieg zurück.

Gleich sieben Tore schenkten die Herberner dem VfL ein - und das mit einer starken Mannschaftsleistung. Denn es war nicht einem einzelnen zu verdanken, dass der SVH Wolbeck aus dem Stadion schoss. Das Team arbeitete engagiert und konzentriert zusammen.

Schlechtestes Spiel: Da fallen dem Trainer gleich zwei Partien ein, die nicht rund liefen. Eine schwache Partie zeigte die Mannschaft, als sie beim TuS Ascheberg zu Gast waren. Mit 1:5 gingen sie im Derby unter. „Das war wirklich kein gutes Spiel von uns“, resümiert Daniel Heitmann kurz und knapp.

Und auch das andere schwache Spiel war ein Derby, allerdings gegen Davaria Davensberg. Eigentlich begann die Partie gut für den SVH. Nach 64 Minuten lag die Mannschaft mit 3:0 in Führung und stellte die Weichen schon auf Sieg. Dann aber sah Maximilian Drews die rote Karte - und von da an ging es bergab. Am Ende unterlagen die Herberner mit 3:4.

Das Spiel gegen Davaria Davensberg endete maximal unglücklich für die Herberner Reserve.

Das Spiel gegen Davaria Davensberg endete maximal unglücklich für die Herberner Reserve. © Jura Weitzel

Bester Torjäger: Gleich neun Buden erzielte Robin Krysiak für die Reserve des SV Herbern. Der Offensivmann war eine wichtige Stammkraft bei den Herbernern und verhalf ihnen mit dem einen oder anderen Tor zum Sieg. Und das, obwohl er nicht mal alle Spiele machen konnte: Krysiak hatte sich beim Davertpokal im Januar verletzt, verpasste dadurch die komplette Vorbereitung und den Start in die Rückrunde.

Dauerbrenner: Wenn man Daniel Heitmann nach dem Dauerbrenner der Saison fragt, fällt sofort ein Name: Bastian Bergmann. Der Verteidiger galt stets als zuverlässig und stand in 18 von 19 Spielen auf dem Platz. „Der hat vielleicht mal ein Spiel urlaubsbedingt verpasst, sonst ist er aber immer da. Das ist ein super Typ“, lobt Daniel Heitmann.

Bastian Bergmann (l.) ist wohl einer der zuverlässigsten Spieler aus der Herberner Mannschaft.

Bastian Bergmann (l.) ist wohl einer der zuverlässigsten Spieler aus der Herberner Mannschaft. © Jura Weitzel

Spieler der Saison: Einen einzelnen Spieler herauszuheben, ist nicht einfach. Natürlich sind aber sowohl Dauerbrenner Bastian Bergmann, als auch Top-Torjäger Robin Krysiak gute Kandidaten für den Posten. Beide zeigten stets starke Leistungen und haben zuverlässig abgeliefert, wenn es darauf ankam.

Fazit und Prognose: Die Reserve des SV Herbern ist absolut zufrieden mit der abgelaufenen Saison. „Für uns lief alles gut, sogar besser als erwartet“, resümiert Daniel Heitmann. „Wir mussten nie wirklich nach unten gucken, das ist für uns natürlich richtig gut.“

Und genauso soll es auch in der kommenden Spielzeit weitergehen. „Ich bin optimistisch, dass es auch da gut laufen kann“, so Heitmann weiter. „Wir bekommen einige A-Jugendliche dazu, außerdem gibt es auch wieder eine dritte Mannschaft. Das sind für uns sehr gute Voraussetzungen.“

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