Olfen feiert Kantersieg - die Kreisliga im Blick

Fußball-Kreisliga

An der Tabellenspitze der Kreisliga hat sich an diesem Spieltag nichts verändert: SG Selm und SuS Olfen verteidigen die ersten beiden Plätze - Olfen sogar furios mit einem 7:1-Kantersieg. Alle Ergebnisse der Kreisliga A Lüdinghausen finden Sie hier in der Übersicht.

KREISGEBIET

28.09.2014, 19:36 Uhr / Lesedauer: 6 min
Alstedde feierte einen wichtigen Sieg gegen Herberns Reserve (gelb).

Alstedde feierte einen wichtigen Sieg gegen Herberns Reserve (gelb).

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Nach dieser Szene waren die Borker wie gelähmt. Nur drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Voßschmidt mit seinem zweiten Treffer auf 2:0. Zum dritten Torjubel innerhalb von nur sechs Spielminuten drehte Verteidiger Manuel Göke nach einem Eckball ab. In der 14. Spielminuten traf Göke von der Sechzehnerkante mit einem Linksschuss ins lange Eck des PSV-Tores. Der zuvor bereits häufig hart angegangene und in Doppelbewachung gestellte SG-Topscorer Alexander Schwegler, markierte mit seinem zehnten Saisontreffer das 4:0 für die Hausherren. Nach dem Seitenwechsel schaltete Selm mindestens drei Gänge zurück und ließ so den Borkern die Gelegenheit sich besser ins Spiel zu kämpfen. Nach einer Stunde Spielzeit erzielte Bork in Form von Marvin Matthias per Strafstoß sogar den Anschluss. Zuvor war Tobias Böcker von Paul Ulrich gefoult worden. Die letzte halbe Stunde verwaltete die SG das Ergebnis.

Zolda - Klähr, Göke, Habibivand, Ulrich (68. Kemmann), Lebsack, Schwegler (40. Kramzik), Lehmann (74. Dresken), Voßschmidt, Scharen, Pieper

Mueller (9. Fischmann) - Zancer, Lammers, Rosengart, Poslednik (45. Wüllhorst), Böcker, Matthias, Gördes, Audehm, Berger, Koch

1:0 Voßschmidt (8.), 2:0 Voßschmidt (12.), 3:0 Göke (14.), 4:0 Schwegler (19.), 4:1 Strafstoß: Matthias (60.)

35 Minuten lang wehrten sich die Vinnumer gegen Olfener Dauerdruck, dann besorgte Dustin Brüggemann die 1:0-Führung - der Dosenöffner für den SuS. Noch vor der Pause bauten die Olfener ihre Führung aus – und das auch völlig verdient. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff traf Max Müller nach einer Vorlage von Dustin Brüggemann zum 2:0. Nach der Pause traute sich Vinnum kurzzeitig in der Offensive etwas zu. Fatih Cengiz verpasste in der 48. Minute den Anschluss. Danach verfiel die Westfalia wieder in Angststarre. Der SuS Olfen sammelte sich nach dieser kurzen Vinnumer Drangphase und ergriff ab der 55. Minute wieder die Initiative.

In der 64. Minute sorgten die Gäste für die Vorentscheidung. Nach einem tollen Zuspiel vom eingewechselten Justus Radke erzielte Marvin Böttcher seinen neunten Saisontreffer. Die Vinnumer stellten ihre Gegenwehr nun ein, Olfen kombinierte nach Belieben. Zwei Minuten später traf der ebenfalls eingewechselte Jonas Michel zum 4:0. Bis zum Schlusspfiff sollte es noch drei weitere Male im Netz der Hausherren zappeln. Sowohl Jonas Michel (81.) als auch Marvin Böttcher (88.) schnürten mit ihrem zweiten Treffer der Partie jeweils einen Doppelpack. Andre Zolda (84.) steuerte den siebten Olfener Treffer bei. Mit einem schönen Fernschuss gelang Helmut Stolzenhoff zwischenzeitlich der Ehrentreffer (85.).

Beckbauer – Stanek (70. Diekmann), Ergin, Lerche, Niermann, Eilers (65. Stolzenhoff), Mu. Cengiz, Rosowski (60. Dündar), Öztürk, Me. Cengiz, F. Cengiz.

Milewzyk – Kleischmann, Hellmich, Schrey, Brüse, Karwot, Müller (46. Radke), Zolda, M. Böttcher, Middeke (72. Naumann), Brüggemann (64. Michel).

0:1 Brüggemann (36.), 0:2 Müller (43.), 0:3 M. Böttcher (64.), 0:4 Michel (66.), 0:5 Michel (81.), 0:6 Zolda (84.), 1:6 Stolzenhoff (85.), 1:7 M. Böttcher (88.).

Cappenbergs Coach Patrick Osmolski haderte vor allem mit der Chancenverwertung. Benedikt Stiens und Tobias Schwartz hätte in der zweiten Hälfte für vier Tore mehr auf dem Konto sorgen können. Außerdem traf kurz vor der Pause Tom Zentgraf nur die Latte (43.). Konsequenter waren da die Gastgeber. Gleich zu Beginn des Spiels verwertete Lars Heitbaum eine der wenigen Chancen zum 1:0 (17.). Es dauerte etwas, bis die Cappenberger den Gegentreffer verdaut hatten. Doch ab der 30. Minute hatten sie dann das Spiel im Griff. „Wir waren klar feldüberlegen. Was gefehlt hat, war einzig der letzte, entscheidende Pass“, sagte Osmolski. Nur einmal zappelte der Ball im Ascheberger Netz. Und das nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel. Eine aus dem Halbfeld geschlagene Flanke landete am langen Pfosten bei Lars Erik Heisig, der den Ball mit dem Kopf mustergültig vor das Tor ablegte wo Benedikt Stiens das Spielgerät mit der Brust annahm und zum 1:1 einschoss. „Danach war das ein Spiel auf ein Tor“, so Osmolski. Die mangelnde Chancenverwertung verhinderte am Ende aber den durchaus verdienten Cappenberger Sieg.

Lewandowski - Hartwig (77. Grove), Lohmann, Sandhowe, Wobbe, Heitbaum, Schwipp, Castella (69. Woywod), Penner, Daldrup (27. Hegemann), Tombrock

Sperl - Knop, Wiesmann, Strecke, Gehrmann (66. Schürmann), Pestinger (58. Lippke), Kneip (46. Stiens), Zentgraf, Heisig, Zocher, Schwartz

1:0 Heitbaum (17.), 1:1 Stiens (50.)

Langsam wird es ernst für die Capeller. Sieben Spiele – sieben Niederlagen. So die düstere Bilanz der Mannschaft von Martin Ritz. Was allein Mut macht ist die Einstellung der Truppe. Die stimmte auch gegen Davensberg. Die Spieler gaben sich nicht auf, auch als sie zur Pause mit 1:3 hinten lagen. Davensbergs Pascal Blanke (9.) eröffnete den Torreigen. Oliver Eckey glich für die Capeller in der 33. Minute aus. Dann war es erneut Blanke der traf. Kurz vor der Pause bekam Davensberg einen Foulelfmeter zugesprochen. Blanke verwandelte zum 2:1 (43.). Keine 120 Sekunden später erhöhte Kaiser sogar noch auf 3:1. Der Rückstand war für die Capeller natürlich ein Schlag ins Gesicht. Doch an der Moral liegt es derzeit nicht. Sven Kroner stellte per Foulelfmeter den 2:3-Anschluss her (73.). Kaiser sorgte drei Minuten später wieder für den alten Abstand. In der fünften Minute der Nachspielzeit verkürzte Sven Kroner auf 3:4.

Schulze Kersting - Steinhoff (90.+5 Hanuschkiewitz), Krieter, Lachmann (78. Lachmann), Reher, Cillien, Winkler, Kroner, Artinger, Eckey, Pate (66. Holthoff)

Stilling - L. Eickholt, Bolle, Schäckermann, Roberg, Blanke (40. Bouma), Kaiser (90.+3 Raedel), P. Eickholt, Plagge (84. Möller), Grote, Farwick

0:1 Blanke (9.), 1:1 Eckey (33.), 1:2 Blanke (43./FE), 1:3 Kaiser (45.), 2:3 Kroner (73./FE), 2:4 Kaiser (76.), 3:4 Kroner (90.+5)

In der ersten Halbzeit kämpften sich die Südkirchener mit viel Leidenschaft ins Spiel und waren Spiel bestimmend gegen die Gastgeber. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, so dass sich keine der beiden Mannschaften eine nennenswerte Torchance herausspielen konnte. „Das war die beste Halbzeit in dieser Saison von meiner Truppe“, war Südkirchens Trainer Lohmann nach der Begegnung nicht ganz unzufrieden. In der zweiten Halbzeit waren gerade fünf Minuten gespielt da erzielte Unions-Torschütze vom Dienst Sven Görlich, mit seinem achten Saisontreffer das überraschende 1:0. Die Gäste verloren im Luftkampf dreimal die Kopfballduelle und zum Schluss umkurvte Görlich Südkirchens Leon Hügemann und traf überlegt zur Führung. Das zweite Tor war ein Spiegelbild des Führungstreffers nur diesmal traf Jonas Höning in die Maschen der Gäste. „Diese Viertelstunde haben wir komplett verschlafen“, so Lohmann. Die Gäste gaben sich aber keinesfalls geschlagen und kamen durch den eingewechselten David Ackers zum Anschlusstreffer vier Minuten vor dem Ende. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf erneut Görlich zum 3:1 Endstand nach einem Konter. 

Rudolph - Petrausch, Öztürk, Schäfer, Höning, Voll, Grewe (69. Coerdt), Schulte (81. Schürmann), Beermann, Görlich, Tenberge (86. Mangel).

Philipps - Wessels, Muck, Schmidt, Löchter, Schwert (68. Ackers), Akono (70. Aksoy), L. Hügemann, D. Hügemann, Schulz, Manfredi.

1:0 Görlich (50.), 2:0 Höning (64.), 2:1 Ackers (86.), 3:1 Görlich (90.+4).

Stockum kam gut in die Partie, trotz einiger Umstellungen, die Coach Ralf Gondolf vor dem Spiel durchführen musste. Kurzfristig musste er die Ausfälle von Ali Karaman und Thierry Opsölder kompensieren. „Die Sieg ist deshalb umso bedeutender“, sagte Gondolf. Maßgeblich am Erfolg beteiligt war Tolga Köroglu. In der 38. Minute tanzte er drei Gegenspieler aus und schlenzte den Ball ins Tor – 1:0. Es war sein vierter Saisontreffer. Da Stockum es verpasste in der Folgezeit Tore nachzulegen – Firat Isikli, Tim Köhler, Alexander Sudholt und Tolga Köroglu vergaben hundertprozentige Chancen – und auch insgesamt die Leistung nicht mehr stimmte, wurde es noch einmal spannend. „Es gab in der zweiten Halbzeit Phasen, wo wir in Bedrängnis kamen. Da hat Ottmarsbocholt viele Chancen gehabt, die aber zum Teil sogar freistehend vergeben“, erklärte Gondolf. Seine Elf überstand diese Phase schadlos. Und ab der 75. Minute lösten die Blau-Weißen ihre Hintermannschaft auf und schickten alles nach vorn. „Das kam uns dann natürlich entgegn. Leider haben wir es verpasst das auszunutzen“, so Stockums Coach. Sein Team habe in der Schlussviertelstunde Konterchancen fast im Minutentakt gehabt.

Knop - Schepmann, Bassenhoff (80. T. Beutel), Volbracht, Mehring, Tübing (40. Kallwey), Hölscher, Arnschink, Simon (82. D. Beutel), Welp, Bülskämper

Packheiser - Tayar, Barthel, Sudholt, Möer, C. Opsölder, Dömland (61. Eulich), Zimmer, Isikli, Köroglu (87. Rad-staak), Köhler (20. Grennigloh)

0:1 Köroglu (38.)

Zwei Schlüsselszenen ereigneten sich schon früh in der ersten Halbzeit. Das 0:1 (7.) und das 0:2 (16.) fielen jeweils nach einem Konter. „So etwas darf nicht passieren. Jedenfalls nicht so früh im Spiel. Der zweite Treffer war aus meiner Sicht auch stark abseitsverdächtig“, erklärte SVH-Coach Timy Schütte. Der Anschlusstreffer in der 33. Minute ließ zwar Hoffnung bei den Herberner aufkommen, doch es war zu spüren, dass es nicht der Tag des SV Herbern seien sollte. Lukas Mangels erzielte das 2:1. Die sehenswerte Vorarbeit leistete Marian Tüns. Der lange Abwehrspieler düpierte auf der Außenbahn gleich vier Gegenspieler und hatte dann noch das gute Auge für seinen Mitspieler im Strafraum. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Herbern den Druck noch einmal. Das eröffnete wiederum dem Gastgeber Räume. „Wir hatten Glück, dass wir am Ende nicht noch weitere drei oder vier Kontertore eingeschenkt bekommen haben“, sagte Schütte. Es war nur eins. Zoran Mayanovic erhöhte auf 3:1 (69.). Jetzt machte der SVH hinten auf, warf alles nach vorne. Etwas zählbares kam bei den Angriffsversuchen aber nur noch in der 85. Minute herum. Erneut traf Lukas Mangels. Sein Dropkick im Strafraum fand den Weg in die Maschen.

E. Ekici - Lohietz (69. Halilovic), Kuhne, A. Ekici, Stojak, Kaya, Kadlubowski, Turan (80. Schlunke), Büyükdere, Milinkovic, Mayanovic

Adamek - Roters, Zilligen, Pinnekämper, Nathaus, Richter (80. Brinkmann), Havers (71. Krüger), Tüns, M. Aschoff (47. Lutter), Mangels, S. Närdemann

1:0 Büyükdere (7.), 2:0 Mayanovic (16.), 2:1 Mangels (33.), 3:1 Mayanovic (69.), 3:2 Mangels (85.)

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