Oscar Cabrera und Simon Mors verlassen den SV Herbern - kommt Lünemann zurück?

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Simon Mors wechselt wohl zum FC Nordkirchen. Oscar Cabrera geht zurück nach Spanien. Der SV Herbern steht nach dem Derbysieg vor dem Ende seiner Kaderplanung für die kommende Saison.

Herbern

, 25.03.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mittelfeldspieler Oscar Cabrera wird den Fußball-Landesligisten SV Herbern am Saisonende verlassen. Er ist einer von Stand jetzt zwei Abgängen im Kader von Trainer Holger Möllers. Zugänge hat der Tabellensiebte der Landesliga 4 auch schon.

„Wir sind durch mit der Kaderplanung“, sagte Holger Möllers, Trainer des SVH, am Montag nach dem 2:0-Derbysieg gegen den Werner SC. Verlassen werden den SVH wohl Stammspieler Oscar Cabrera, der nach drei Saisons im Trikot der Blaugelben zurück nach Spanien geht, sowie Simon Mors, der sich dem FC Nordkirchen anschließt.

Oscar Cabrera wird den Landesligisten SV Herbern verlassen.

Oscar Cabrera wird den Landesligisten SV Herbern verlassen. © Helga Felgenträger

Wie wichtig der Spanier für den SV Herbern ist, belegen die Statistiken: Mit 1726 Einsatzminuten ist Cabrera der Spieler mit den zweitmeisten Spielanteilen. Nur Michael Schulte (1780) spielte länger. Und mit drei Toren ist Cabrera auch torgefährlich. Ansonsten hätten die Herberner laut Möllers den Kader zusammengehalten. Noch in dieser Woche könnte es eine Vorstellung von Neuzugängen geben.

Lünemann könnte zurück zum SV Herbern wechseln

Ob darunter auch Dominick Lünemann ist, wusste Möllers noch nicht zu berichten. Klar ist nur, dass Lünemann den Bezirksligisten FC Nordkirchen nach nur einem Jahr wieder verlässt. Der Rechtsaußen war im Sommer vom SV Herbern gekommen und in Nordkirchen voll eingeschlagen. 21 Saisoneinsätze verbuchte er in der Liga bisher, kam so auf 1700 Spielminuten, erzielte acht Tore und bereitete viele Treffer vor. Nach Informationen der Redaktion soll Lünemann zurück nach Herbern wechseln.

Dominick Lünemann (l.) spielt in der Saison 2018/19 beim FC Nordkirchen.

Dominick Lünemann (l.) spielt in der Saison 2018/19 beim FC Nordkirchen. © Sebastian Reith

Möllers bestätigte den Wechsel nicht, aber dass es Kontakt gegeben habe. „Er hat mitgeteilt, dass er sich das vorstellen kann. Aber er hat hier noch nichts fix gemacht“, stellte Möllers klar, „Nordkirchen hat eine gute Mannschaft, aber vielleicht hat ihm doch etwas gefehlt. Ich kenne Dominick. Wenn er zusagen sollte, würde er uns sportlich weiterhelfen.“

Simon Mors ist beim FC Nordkirchen im Gespräch

Praktisch im Tausch könnte dann Mittelstürmer Simon Mors zum FCN wechseln. David Handrup, Abteilungsleiter Fußball des FC Nordkirchen, wich auf Nachfrage aus: „Da werde ich noch nichts zu sagen.“ Ganz andere Töne kamen aus Herbern. „Er hat uns gesagt, dass er nach Nordkirchen geht“, so Möllers. In 15 Saisonspielen und 1000 Einsatzminuten erzielte Mors, der vom Typ her FCN-Stürmer Daniel Krüger ähnelt, zwei Treffer.

Einen Linksverteidiger hat der SV Herbern auch schon verpflichtet. Er heißt Philip Just, ist 19 Jahre alt und mehr als nur ein vielversprechendes Talent, das da vom Ligakonkurrenten und Lokalrivalen VfL Senden nach Herbern wechselt. „Wir greifen zurück auf Spieler mit Stallgeruch. Er hat in der Jugend in Herbern gespielt. Er weiß, wie der Verein und das Umfeld funktionieren. Außenstehenden muss man immer erklären, dass Herbern etwas Besonderes ist“, sagte Möllers und verwies darauf, dass das bei Just nicht so war, weil er das in Herbern bereits erlebt hat.

Just hat die B-Lizenz und betreibt Jugendarbeit

Just denke außerdem über den Tellerrand hinaus. Er hat bereits die B-Lizenz und ist in der Jugendarbeit aktiv. Möllers lobt auch Justs Einstellung: „Er hat sich unglaublich gut entwickelt, gefühlt keine Minute verpasst und eine Trainingsbeteiligung von 100 Prozent.“ Sendens Sportlicher Leiter Taylan Berik sagte einem Bericht der „Westfälischen Nachrichten“ zufolge, „dass wir Philip sehr gern gehalten hätten. Gleichwertigen Ersatz auf der Position zu finden, wird nicht einfach.“

Einen Arztbesuch hatte Marcel Scholtysik am Montag nach dem Derbysieg hinter sich. Er war im Spiel umgeknickt, hatte aber auf die Zähne gebissen und kurz vor Schluss den Deckel mit seinem Tor zum 2:0 drauf gemacht. Am Montagmorgen war dann jeder Schritt schmerzhaft. Scholtysik ließ den Fuß röntgen. „Er hat sich eine starke Bänderdehnung und eine Knochenstauchung zugezogen“, so Möllers. Planen kann er wohl erstmal nicht mit ihm.

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