PBV I stürzt Spitzenreiter - Zweite klopft an Bezirksliga-Tür

Billard

WERNE Ein gefühlter Sieg war das 4:4-Remis der ersten Mannschaft des PBV Werne gegen den bisherigen Spitzenreiter Bockum-Hövel II. Auch die Zweite hatte Grund zur Freude: Sie dominierte den PBC Lünen IV beim 7:1-Erfolg und ist dem Aufstieg in die Bezirksliga nun ganz nahe.

von Von Daniel Otto

, 25.11.2009, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Matthias Gentz, Kapitän der 1. Mannschaft des PBV Werne.

Matthias Gentz, Kapitän der 1. Mannschaft des PBV Werne.

Wenn man mit einem Unentschieden den Spitzenreiter ärgert, kann man sich nach dem Spiel ruhig mal als gefühlter Sieger feiern lassen. Nach dem 4:4-Remis der ersten Billard-Mannschaft des PBV Werne beim Spitzenreiter Bockum-Hövel II – der nach diesem Tag kein Tabellenführer mehr ist – hatten sich die Queue-Spezialisten diese Ehre mehr als verdient.

Es war ein Spiel auf höchstem Niveau, bei dem selbst ein Sieg im Bereich des Möglichen war. Die Punkte holten Benny Scholz, der seine beiden Partien gewann, sowie Daniel Jungblut und Christoph Eggenstein. Den vielleicht entscheidenden fünften Punkt vergab Matthias Gentz. Der Kapitän lag in seiner hochklassigen 14/1-Partie eigentlich schon aussichtslos mit 9:44 zurück, sah dann, nach einer unglaublichen Aufholjagd, wieder Land und erlitt schließlich kurz vor dem schon sicher geglaubten Anlegen in sicheren Gewässern doch noch Schiffbruch. Gentz verlor die Partie letztendlich mit 55:60, weil er einen Matchball vergab, der ihn danach wohl noch bis in den Schlaf verfolgte. Vorher freute er sich allerdings noch mit seinem Team über den überraschenden Punktgewinn: „Wir haben hier einen wichtigen und vor allem wertvollen Punkt gewonnen“, so Gentz, der anschließend den Gegnern Respekt zollte: „Das war von beiden Seiten Billard der Extraklasse, eine Partie auf Augenhöhe.“

Eher auf Kniehöhe war dann das Duell der nach wie vor aufstiegswilligen zweiten Mannschaft. Gegen den PBC Lünen IV setzten sich Kapitän Bastian Kramer im 8-Ball und 14/1, Joachim Muck in den selben Disziplinen, sowie Michael Kaßner im 10-Ball und Bodo Freund und Michael Heinemann im 9-Ball ohne größere Probleme durch. Der Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz beträgt für die „Zweite“ nach dem 7:1-Erfolg nun schon fünf Punkte. Ihre Kugeln rollen bereits in Richtung Bezirksliga.

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