Rückschlag für WSC-Stürmer Marvin Schuster (22): „Der August ist für mich gelaufen“

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Motiviert wie eh und je betrat Marvin Schuster, Fußballer in Diensten des Landesligisten Werner SC, vergangene Woche den Trainingsplatz. Doch seine Einheit war schneller beendet als gedacht.

von Marcel Schürmann

Werne

, 12.08.2019, 16:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Humpelnd trottete Marvin Schuster am vergangenen Dienstag noch während des Trainings seiner Mannschaft frühzeitig in die Katakomben der Sportanlage im Lindert. Auf die Frage „Was ist los?“ folgte eine ernüchternde Handbewegung mit den dazugehörigen Worten und schmerzverzerrtem Gesicht. Schuster winkte ab: „Ach, hör auf!“

„Ich bin im Training ohne Fremdeinwirkung unglücklich umgeknickt“, sagte der Stürmer am Montagnachmittag auf Nachfrage. „Ich war zwar in einem Zweikampf, aber habe einfach Pech gehabt.“ Es folgte eine baldige Röntgenuntersuchung. „Am Knochen war zum Glück nichts, aber in der MRT-Untersuchung stellten die Ärzte anschließend fest, dass mein vorderes Band im Sprunggelenk gerissen ist und das hintere angerissen“, so der letztjährige Gewinner der RN-Torjägerkanone für Lünen weiter.

Stürmer fehlt bis Ende September

Daher verpasste der Stürmer den 2:1-Sieg beim Ligastart mit seinem Werner SC gegen den Aufsteiger SC Altenrheine. Aber nur auf dem Platz fehlte er, an der Linie war er natürlich präsent und feuerte seine Mitspieler an. Schusters Eindruck vom Spiel: „Altenrheine hat es für das erste Landesligaspiel gar nicht schlecht gemacht. Wir hätten aber ruhig drei oder vier Tore schießen können. So mussten wir am Ende zittern, aber das ist zweitrangig. Wichtiger waren die drei Punkte zum Auftakt.“

Wichtig für den Stürmer wird es jetzt sein, so schnell wie möglich fit zu werden. „Der August ist für mich gelaufen“, so Schuster. Anfang bis Mitte September dürfe er aber wieder mit Laufübungen beginnen.

Ungünstiger Zeitpunkt

Der Zeitpunkt der Verletzung - für Schuster hätte er ungünstiger kaum sein können, eine Woche vor dem Ligastart. „Ich habe schon gesagt, ich wäre lieber am ersten Tag der Vorbereitung umgeknickt. Denn ich war zuletzt sehr gut drauf, kam, wie ich finde, fit aus dem Urlaub wieder.“

Auf die Frage, ob er durch seine Verletzung nun einen noch engeren Konkurrenzkampf mit Sturmpartner Dominick Hennes befürchte, oder gar schlechtere Chancen auf einen Stammplatz, bleibt Schuster gelassen: „Wir sind ähnliche Spielertypen, aber haben doch irgendwo unsere Unterschiede. Hennes schafft es aus beruflichen Gründen nicht immer zum Training. Klar, jeder Spieler will spielen, aber ich gehe nicht ins Training und sage: ‚Ich muss besser sein als der oder der.‘ Ich versuche mich stets zu verbessern und am EndRückschlag für WSC-Stürmer Marvin Schuster (22): „Der August ist für mich gelaufen“e entscheidet der Trainer, wer spielt.“ Viel wichtiger sei ihm auch in der Angelegenheit, „dass die Mannschaft erfolgreich spielt.“

Rückschlag für WSC-Stürmer Marvin Schuster (22): „Der August ist für mich gelaufen“

Im ersten Pflichtspiel der Saison (4:0 im Pokal beim SV Westkirchen) steuerte Marvin Schuster (l.) einen Treffer bei. © Schürmann

Wechsel zum WSC? „Die richtige Entscheidung!“

Seinen Wechsel zum Werner SC im vergangenen Winter vom BV Brambauer hat Schuster bislang nicht bereut. „Es war definitiv die richtige Entscheidung, hierher zu kommen. Mittlerweile habe ich mich an die Liga und das Tempo gewöhnt. Ich bin auch guter Dinge, dass ich mit der Mannschaft eine gute Runde spielen werde.“ Die Verletzung werfe ihn jetzt natürlich zurück, „aber es ist besser, als wenn es zum Beispiel das Kreuzband gewesen wäre“, so Schuster, der bei seinen beiden Ex-Klubs BV Brambauer und PSV Bork weitestgehend von Verletzungen verschont geblieben ist.

Die nächsten Wochen lässt es Schuster nun ruhig angehen. Irgendwann im Herbst wird er wieder auf dem Platz stehen. Schon jetzt hat er die Saisonziele des WSC klar vor Augen: „Ein guter einstelliger Platz muss für uns das Ziel sein. Am Ende gehört bestimmt auch mal Glück dazu, dass wir eine Serie starten können.“ Glück, das Schuster in der vergangenen Woche für einen kurzen Augenblick verlassen hatte.

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