Sahin erlöst Eintracht Werne im Derby gegen den SV Stockum

Fußball: Kreisliga A

Bis zur 77. Minute deutete alles auf ein torloses Remis im Derby zwischen Eintracht Werne und dem SV Stockum hin. Erst in einem rasanten Endspurt brachte es die Eintracht auf 5:0.

von Marcel Schürmann

Werne, Stockum

, 11.08.2019, 20:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sahin erlöst Eintracht Werne im Derby gegen den SV Stockum

Deniz Ünal (l.) und Eintracht Werne setzten sich im Derby gegen Sanel Mehovic und dessen SV Stockum mit 5:0 durch. © Marcel Schürmann


Eintracht Werne - SV Stockum 5:0 (0:0)

Es lief bereits die 77. Spielminute, als Abdullah Sahin seine Farben mit dem 1:0 erlöste. Riesenjubel bei den Eintracht-Fans. Und eine Menge Last, die von den Eintracht-Spielern abfiel. „Wir haben unfassbar schwer zu kämpfen gehabt – gerade mit der harten Gangart von Stockum. Vor allem in der ersten halben Stunde lagen meine Spieler ja mehr auf dem Boden, als dass wir den Ball haben lassen laufen können“, merkte Eintracht-Trainer Mario Martinovic nach dem Spiel an.

In der ersten Hälfte hielten die Gäste ihre Schotten hinten dicht. Jeder gewonnene Zweikampf eines Stockum-Spielers wurde von der Bank frenetisch bejubelt. Die Derbyatmosphäre, sie war von Beginn des Spiels deutlich zu spüren – und zu hören; Die Eintracht-Spieler haderten viel mit sich selbst oder dem Schiedsrichter.

Nicht umsonst feuerte Stockum-Kapitän Mario Medjedovic seine Mitspieler nach 40 Minuten an: „Ihr merkt, was gerade auf dem Platz los ist. Das ist unser Verdienst!“ Torchancen waren in Durchgang eins Mangelware. Wenn überhaupt dann aber nur vor dem Gehäuse von SVS-Schlussmann Thomas Goeke, der die paar Bälle, die auf seinen Kasten kamen, aber ohne Probleme entschärfte.

Die Gäste mussten ihrer „harten Gangart“ im zweiten Durchgang aber schließlich Tribut zollen: Emre Tas sah eine Minute nach Wiederanpfiff die Ampelkarte wegen wiederholten Foulspiels. „Dabei habe ich ihm in der Kabine noch gesagt, dass er ruhiger machen soll“, sagte Stockums Co-Trainer Henrik Schmidt mit einem Schmunzeln. Sein Sechser hatte in der ersten Hälfte bereits die Gelbe Karte gesehen, nach 47 Minuten ging es für ihn frühzeitig unter die Dusche.

Doch auch in Unterzahl gelang es der Eintracht zunächst nicht, die drückende Dominanz auch in Tore umzumünzen. Um ein Haar hätte Stockums Anis Bouaid den Spielverlauf auch noch komplett auf den Kopf gestellt, doch er ließ seine Großchance nach 75 Minuten aus.

Im direkten Gegenangriff machte es Sahin mit seinem gefühlt zehnten Versuch besser und traf zum 1:0. Danach war der Bann gebrochen und die Eintracht legte immer weiter nach. „Das war der Dosenöffner und hat uns gepusht“, so Martinovic.

Nur 70 Sekunden später erhöhte Deniz Ünal auf 2:0. Und auch das 3:0 (85.) – erneut durch Ünal – ließ nicht lange auf sich warten. Bei Ünals Lupfer war Goeke, wie schon bei den Toren eins und zwei zuvor, machtlos. Am Ende war es der bis dato glücklose Enes Akyüz, der mit einem Doppelpack (90./90.+3) das Ergebnis noch auf 5:0 schraubte.

„Ein verdienter Sieg für die Eintracht. Dass wir hier spielerisch nicht 90 Minuten mithalten, war uns klar. Am Ende fiel der Sieg ein oder zwei Tore zu hoch aus. Die Art und Weise wie meine Jungs gespielt haben, macht mir aber Hoffnung für die kommenden Aufgaben“, befand Schmidt.

„Wir hätten früher führen müssen. So haben wir uns das Leben selbst schwergemacht“, so sein Gegenüber Martinovic, der sich mit seiner Eintracht nach dem ersten Spieltag gleich mal an die Tabellenspitze gesetzt hat.

Eintracht Werne: Rafalski, Akyüz, Martinovic, D. Ünal, Sari, Boszkurt, S. Ünal, Schiller (84. Kocabas), Cördük, Sahin, Adas (14. Yilmaz, 75. Griskevic)

SV Stockum: Goeke, Medjedovic, Thörner, Flüß, Partlak (70. Stephan), Tas, Bouaid, Mehovic, Malaakez (35. Kerkhoff), Ülker, Rissane

Tore: 1:0 Sahin (77.), 2:0 D. Ünal (29,), 3:0 D. Ünal (85.), 4:0 Akyüz (90.), 5:0 Akyüz (90.+3)

Bes. Vorkommnisse: Ampelkarte gegen Tas (SV Stockum) wegen wiederholten Fouldspiels (47.)

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