Schon vor Corona Gespräche geführt: So plant der Werner SC für die neue Saison

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Der Fußball liegt auf Eis, ob oder wann es weitergeht, ist ungewiss. Auch Landesligist Werner SC stellt das vor Schwierigkeiten. Immerhin steht ein alter Bekannter künftig wieder zur Verfügung.

Werne

, 23.03.2020, 16:09 Uhr / Lesedauer: 3 min

Das Coronavirus bringt das öffentliche Leben in weiten Teilen Deutschlands vollständig zum Erliegen. Der Fußball-Spielbetrieb im Amateurbereich ruht offiziell vorerst bis zum 19. April. Im Basketball dagegen ist die Saison bereits abgebrochen und für beendet erklärt worden. Die Unsicherheit, wie es weitergeht, macht auch konkrete Planungen für die kommende Saison derzeit unmöglich, wie Thomas Overmann, Fußballchef des Landesligisten Werner SC, klarstellt. Einige Grundlagen seien aber bereits gelegt.

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„Bei uns steht an allererster Stelle die Gesundheit der Spieler und Familienangehörigen“, stellt Overmann heraus, der via Mobiltelefon Kontakt zu Trainer Lars Müller, der Mannschaft und dem externen Berater Kurtulus Öztürk hält. „Wir werden alle Spaß dran haben, wenn die wichtigste Nebensache der Welt weitergeht, aber bis dahin ist das Wichtigste, dass man aus dieser Situation gesund herauskommt. Positiv ist, dass im Moment alle Spieler und Familien gesund sind.“

Die aktuelle Unsicherheit um den weiteren Verlauf der Coronakrise machen auch konkrete Planungen für die kommende Spielzeit unmöglich, wie er erklärt. „Ob oder wann die Fußballsaison fortgesetzt werden kann, das ist wünsch dir was oder in die Glaskugel gucken“, meint Overmann. Und die kommende Spielzeit? „Keiner kann planen. Reden wir von August, September, Oktober, oder von 2021?“

Dennoch sieht der Werner Fußballchef seine Mannen gut aufgestellt. „Wir haben ja schon im Dezember mit Lars Müller und Joel Simon verlängert“, erinnert er. Das Trainergespann steht fest, und auch Kurtulus Öztürk bleibt als externer Berater an Bord, trotz seiner Aufgaben als Co-Trainer von Marco Antwerpen bei Drittligist Eintracht Braunschweig.

Bereits Gespräche geführt

Und auch was den Kader angeht, haben die Werner bereits wichtige Schritte genommen. „Wir haben vor Corona auch schon mit Spielern gesprochen. Jeder Spieler weiß, dass wir Interesse haben, diese Mannschaft zusammenzuhalten“, erklärt Overmann. „Ich denke, wenn wir alle gesund aus der Sache rauskommen, werden wir auch größtenteils identisch auf dem Platz stehen.“ Den eingeschlagenen Weg wolle der WSC auch in Zukunft fortführen. „Wir sind ein Ausbildungsverein. Wir setzen auf viele junge, und wenn es geht auch unsere eigenen, Spieler“, so Overmann.

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In der Liga steht der WSC während der Corona-Zwangspause auf Rang sechs, Gedanken um Aufstiegs- oder Abstiegsszenarien gibt es nicht. „Bei dieser Platzierung, die wir aktuell haben, dürfte sicher sein, dass wir in der kommenden Saison in der Landesliga spielen“, sagt Overmann. „Unser ziel war natürlich, die Mannschaft zusammenzuhalten. Da hatten wir auch viel Zustimmung von den Spielern, dass die auch Interesse haben, hier zu bleiben, auch weil wir noch keinen meter nach hinten gemacht haben, seit wir in der Landesliga sind.“

Mögliche Neuzugänge seien auch bereits gescoutet worden. „Klar haben wir Leute auf dem Schirm. Aber wir müssen jetzt erstmal gucken, wie sich die Situation entwickelt. Man kann nur sagen, wir sind alle verpflichtet, uns an die Regeln zu halten, damit möglichst alle gesund bleiben“, so Overmann. Vor dem Hintergrund liegt die Abteilung Akquise derzeit auf Eis.

Alter Bekannter verstärkt die Mannschaft

Eine echte Verstärkung auf dem Fußballfeld hat der Fußballchef des WSC aber bereits sicher. „Niklas Link, der war ja bei uns absoluter Stammspieler, haben wir jetzt mit in der Planung“, berichtet Overmann. Der Innenverteidiger war ursprünglich zu Jahresbeginn für ein Auslandssemester in die USA geflogen, nach Philadelphia an die University of Pennsylvania.

Steht dem WSC nach Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung: Innenverteidiger Niklas Link (r.).

Steht dem WSC nach Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung: Innenverteidiger Niklas Link (r.). © Schürmann

Aufgrund des Coronavirus hat die Hochschule jedoch alle Kurse in Online-Veranstaltungen umgewandelt - und alle Studierenden nach Hause geschickt. Link ist bereits wieder in Deutschland. „So bedauerlich das für ihn privat ist, und das tut uns für ihn auch leid, aber jetzt ist er halt wieder da und würde uns auch wieder zur Verfügung stehen. Er ist ja auch weiter für uns spielberechtigt gewesen“, erklärt Overmann.

Insgesamt sieht er den WSC aktuell der Situation entsprechend gut aufgestellt. „Die Führungssachen sind alle geklärt, ich werde auch dabei bleiben. Bei uns steht eigentlich alles. Jetzt müssen wir nur gucken, dass wir da gesund rauskommen. Und das hoffen wir für jeden einzelnen“, fasst Overmann zusammen. Das klingt nach mehr, als ein paar gelegten Grundlagen - doch die Unsicherheit bleibt.

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