Sebastian Voigt: „Lieber Gejagter als Jäger“

LippeBaskets-Coach im Interview

Die Landesliga-Basketballerinnen der LippeBaskets haben am Donnerstagabend die Chance, durch einen Sieg bei Spitzenreiter TV Hörde die Tabellenführung zu übernehmen. Im Interview spricht LippeBaskets-Coach Sebastian Voigt über das Spitzenspiel, seine Mannschaft und was er seinen Schützlingen zutraut.

WERNE/DORTMUND

, 20.01.2016, 19:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Hörde wird Sebastian Voigt nicht selbst abdrücken, sondern greift als Coach der Landesliga-Basketballerinnen der LippeBaskets mit seinen Spielerinnen nach der Tabellenführung.

In Hörde wird Sebastian Voigt nicht selbst abdrücken, sondern greift als Coach der Landesliga-Basketballerinnen der LippeBaskets mit seinen Spielerinnen nach der Tabellenführung.

Herr Voigt, wie wichtig ist das Spiel (Donnerstag, 20.15 Uhr, Marie-Reinders-Realschule, Hochofenstraße 38, 44263 Dortmund) beim TV Hörde für Sie?

Natürlich ist das Spiel wichtig. Wenn wir gewinnen, sind wir Tabellenerster. Allerdings ist ein Erfolg gegen Hörde auch noch keine Garantie dafür, dass wir auch am Ende der Saison ganz oben stehen werden.

Warum nicht?

Das Spiel gegen Hörde ist nur ein Spiel. Danach stehen noch fünf weitere Spiele auf dem Programm. Wenn wir dann nachlassen, hat uns der Sieg gegen Hörde nicht wirklich weitergebracht. Sollten wir Tabellenführer werden, ist das aber eine schöne Momentaufnahme.

Und wenn Hörde gewinnt, ist eine Vorentscheidung gefallen?

Nein, das sehe ich nicht so. Natürlich hätte Hörde dann die deutlich bessere Ausgangsposition, aber es wäre immer noch möglich, Hörde wieder einzufangen. Allerdings bin ich tendenziell auch lieber der Gejagte als der Jäger.

Das Hinspiel gegen Hörde hat Ihre Mannschaft mit 66:58 gewonnen.

Das stimmt, ja. Dafür haben wir unter anderem gegen den Tabellenvorletzten (Herner TC III, 42:51, Anm. d. Red.) verloren.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

Das war eine Phase, in der wir viele Sachen für selbstverständlich genommen haben. Wir waren nicht konzentriert genug, weil wir dachten, dass uns gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller nichts passieren kann.

Sie gelten gemeinhin als recht kritisch...

Mitunter bin ich das, ja. Ich trainiere die Mannschaft seit zwei Jahren, weiß, was sie kann und was nicht. Und ich ärgere mich einfach, wenn die Mädels ihr Potenzial nicht abrufen oder sich hängen lassen. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden damit, wie sich meine Mannschaft entwickelt hat.

Wenn am Ende dieser Saison der Oberliga-Aufstieg stehen sollte, welche Chancen räumen Sie Ihrem Team ein?

Ich glaube, dass meine Mannschaft das Potenzial hat, sich auch in der Oberliga zu behaupten.

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