Selm und Union im Gleichschritt - die Ergebnisse

Fußball-Kreisliga

Die SG Selm tat sich schwer gegen Cappenberg, hält aber weiter mit Union Lüdinghausen mit - beide Teams führen die Tabelle mit 15 Punkten an. Im Verfolgerduell gab es zwischen Eintracht Werne und SuS Olfen keinen Sieger. Tore satt fielen in Alstedde. Vinnum steckt in der Krise, schusterte Stockum die drei Punkte förmlich zu.

KREISGEBIET

14.09.2014, 22:06 Uhr / Lesedauer: 7 min
Manuel Göke klärt hier für Selm. Insgesamt machten es die Cappenberger den Selmer nicht leicht an die drei Punkte zu kommen.

Manuel Göke klärt hier für Selm. Insgesamt machten es die Cappenberger den Selmer nicht leicht an die drei Punkte zu kommen.

Die Drei-Tore-Führung schien die Sportgemeinschaft aber zu hemmen. Der Spielfluss war dahin und auch hinten ging man nicht mehr so engagiert zur Sache. Nachdem Benedikt Stiens zum 1:3-Anschlusstreffer traf, musste Selm daher noch etwas zittern. Letztendlich geriet der Sieg aber nicht in Gefahr.

Witthoff – Klähr, Göke, Ulrich, Tumbrink, Lebsack, Schwegler, Lehmann, Voßschmidt (82. Kemmann), Scharen (75. Dresken), Pieper (73. Heinrich).

Sperl – Lippke, Kaspareit, Wiesmann (60. Pestinger), Gehrmann, Stiens (70. Schürmann),Kneip, Zentgraf, Heisig, Zocher, Schwartz.

1:0 Schwegler (45.), 2:0 Pieper (52.), 3:0 Tumbrink (55.), 3:1 Stiens (72.).

Die Hausherren gingen zunächst durch Marcel Tombrock (24. Minute) mit 1:0 in Führung. Olfen nahm den Kampf der Ascheberger aber an und versuchte zum Ausgleich zu kommen. Dieser ließ allerdings noch länger auf sich warten. Vor der Halbzeit rüttelte Olfen nicht mehr an der Ascheberger Führung. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit kam der SuS zum verdienten Ausgleich. Justus Radke überwand TuS-Tormann Daniel Lewandowski mit einem Lupfer. „Am Ende mussten wir natürlich aufmachen und haben nur noch mit drei Mann verteidigt. Der Ausgleich war hochverdient, weil wir optisch deutlich besser waren“, sagte Kuhn nach dem Abpfiff des Spiels.

Lewandowski – Penner, Leibeling, Lohmann, Woywod, Heitbaum, Schwipp, Castella (89. Rüller), Tombrock, Daldrup (73. Daldrup), Hegemann (78. Brochtrup).

Stember – Naumann, Köppeler (68. Lassak), Bennis, K. Kornblum, Ja. Radke (27. Schrey), Czubak, S. Kornblum, Ju. Radke, Kleischmann (68. Slomka), von Hagen.

1:0 Tombrock (24.), 1:1 Ju. Radke (82.).

Gelb Rote Karte Bennis (90.) wegen eines Foulspiels.

Bester Mann der Evenkämper war zunächst Faruk Bozaci. Der legte Marko Martinovic schon in der 13. Minute das 1:0 auf. Kurze Zeit später klatschte Thorben Lupps Schuss an den Außenpfosten (20.). Olfen hatte nur eine Gelegenheit: Andre Zolda prüfte Eintracht-Keeper Manuel Linke (29.). Kurz vor der pause verpasste Marko Martinov eine höhere Führung (41.). Wie ausgewechselt kam der Gast dann aus der Kabine. Gleich zu Beginn hatten Andre Zolda (47.) und Marvin Böttcher (49.) den Ausgleich beziehungsweise die Führung auf dem Fuß. „Wir haben die Anfangsphase der zweiten Halbzeit völlig verschlafen“, sagte Eintracht-Coach Muris Mujkanovic und weiter: „An der Kondition kann es nicht gelegen haben. Nachher haben wir ja noch einmal eine Schüppe drauf gelegt. Das ist reine Kopfsache bei uns. Wir sind noch nicht soweit.“ Während die Eintracht mit sich selbst beschäftigt war, erzielte Andre Zolda per Kopf den völlig verdienten Ausgleich (60.). In der Schlussphase wurde es hektisch. Fouls und Nicklichkeiten häuften sich. Als Olfens Max Müller nach einen Zusammenstoß verletzt im Evenkämper Strafraum liegen blieb, rollte der Konter der Werner weiter – sie spielten den Ball nicht ins Aus. „Ich bin geschockt. Das war höchst unsportlich“, schimpfte Olfens Coach Norbert Sander.

Linke - Ünal, Dominik Obrenovic, Lupp, Schynol, Pawlik, Dario Obrenovic (71. Fiebig), Bozaci, Marko Martinovic, Kaya, Mario Martinovic (66. Köse)

A. Milewzyk - D. Böttcher, Hellmich, Karwot, Schrey, Brüse (73. Middecke), Köster, Zolda, M. Böttcher, Sievering (77. Müller), S. Milewzyk (46. Brüggemann)

1:0 Marko Martinovic (13.), 1:1 Zolda (60.)

Die Gäste vom Böckenbusch führten beim Tag des offenen Tores zur Pause mit 4:3. David Ackers, der dreimal traf, und Fernando Manfredi, der für den Halbzeitstand sorgte, waren die Torschützen auf Südkirchener Seite. „Beide Abwehrreihen hatten heute nicht ihren besten Tag erwischt, aber wir haben verdient mit dem einen Tor gewonnen“, so Südkirchens Coach Klaus „Pille“ Lohmann. In der zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber gut aus der Kabine und so folgerichtig zum schnellen Ausgleich. Die Lohmann-Truppe spielte aber weiterhin offensiv weiter und kam durch David Hügemann und Fernando Manfredi innerhalb von nur sechs Minuten zur 6:4-Führung. Wer jetzt gedacht hatte, das war es in Alstedde mit den Toren, der hatte sich getäuscht. Die Gastgeber schwächten sich durch eine Rote Karte 20 Minuten vor dem Ende selber, aber kamen nur drei Minuten später zum 5:6-Anschlusstreffer durch Murat Büyükdere, der sich ebenfalls wie Ackers und Manfredi dreimal in die Torjägerliste eintragen durfte. Eben dieser Manfredi war es, der die Zwei-Tore-Führung wieder herstellte. Die Gastgeber gaben sich nicht auf und kamen nur noch zum 6:7-Anschlusstreffer. In den letzten Minuten verteidigten die Gäste dann den verdienten Sieg.

Philipps - Wessels (60. De West), Muck, Schmidt, Löchter, Aksoy (80. Studnicka), Ackers, Hügemann, Schulz, Zentgraf (38. Althoff), Manfredi.

0:1 Ackers (13.), 1:1 Kadlubowski (28. FE), 1:2 Ackers (31.), 2:2 Büyükdere (32. HE), 3:2 Büyükdere (35.), 3:3 Ackers (36.), 3:4 Manfredi (38.), 4:4 Kadlubowski (53.), 4:5 Hügemann (59.), 4:6 Manfredi (65.), 5:6 Büyükdere (73.), 5:7 Manfredi (77.), 6:7 Stojak (79.).

Rote Karte für Alsteddes Emre Tikici (70.) wegen groben Foulspiels.

Nach einer ereignislosen ersten Halbzeit lieferten sich der PSV Bork und der Gast aus Herbern einen richtigen Krimi. Der zweite Spielabschnitt hätte dabei für die Hausherren nicht unglücklicher verlaufen können. Gegen zuvor sehr harmlose Herberner waren die Gedanken der Borker-Hintermannschaft wohl noch nicht wieder vollkommen auf dem Platz, als Tom-Louis Brinkmann frei stehend vor PSV-Keeper Jens Haarseim auftauchte und dem Schlussmann nach 50 Minuten mit einem Flachschuss zum 0:1 keine Chance ließ. Nur sieben Minuten später stellte Lukas Mangels mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern auf 0:2. Nach diesem doppeltem Nackenschlag zeigte sich der PSV zwar etwas geschockt, allerdings noch nicht geschlagen. Über den Kampf kam die Truppe von Trainer Peter Poslednik wieder zurück in die Begegnung. Nach 70 Minuten arbeitete sich Tobias „Icke“ Böcker über die linke Seite durch und bediente Jannik Audehm mustergültig. Der A-Jugendliche überlegte nicht lange und vollendete den Angriff aus zehn Metern zum Anschlusstreffer. Von nun an drehte Bork wieder auf. Zehn Minuten vor Ende erzielte der kurz zuvor eingewechselte Kai Freiberg sogar den verdienten Ausgleich. „Wir sind toll zurückgekommen, mit dem Punkt wäre ich zufrieden gewesen“, so Poslednik. Kurz vor Schluss erzielte aber erneut Brinkmann den Siegtreffer für glückliche Herberner.

Haarseim – Zander, Holtermann, Poslednik (82. Nölle), Grugel (62. Wüllhorst), Böcker, Gördes, Matthias (75. Freiberg), Koch, Audehm

Adamek – Lübke (14. Carima), Neuhaus, Schlupp, Nathaus, Spiegelhauer, Roters, S. Overs (60. L. Overs), Lutter (65. Zdahl), Brinkmann, Mangels

0:1 Brinkmann (50.), 0:2 Mangels (57.), 1:2 Audehm (70.), 2:2 Freiberg (80.), 2:3 Brinkmann (85.)

Die Gäste beschränkten sich erstmal auf Sicherheit in den eigenen Reihen. Die größte Möglichkeit für die Hausherren in der ersten Halbzeit hatte der agile Andreas Winkler nach einer Ecke, doch ein Gästespieler klärte den Ball auf der Linie. Im Gegenzug dann die überraschende Führung für die Gäste. Nach einer Ecke von Karsten Kallwey unterlief SCC-Torwart Schulze Kersting den Ball und am langen Pfosten brauchte Otto Schepmann den Ball nur noch über die Linie zu drücken. Nur vier Zeigerumdrehungen weiter das 0:2. Der starke Denis Hölscher nahm einen Pass von Schepmann direkt und Schulze Kersting konnte den Ball nicht mehr abwehren und die Gäste gingen mit einer 2:0-Führung in die Pause. Nach einer Stunde erhöhte Hölscher auf 3:0 für die Blau-Weißen aus Ottmarsbocholt. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf stand Hölscher allein vor Schulze Kersting und schob den Ball überlegt zum 0:3 aus Capeller Sicht ins Tor. Die Capeller gaben sich nicht auf und kamen in den Schlussminuten noch zum Ehrentreffer durch Sven Kroner. Mit etwas Glück hätten die Gastgeber noch einen weiteren Treffer erzielen können, doch zweimal klärten die Gäste auf der Linie.

Schulze Kersting - Wittkamp (59. Beckmöller), Reher, Krieter (87. Holthoff), Lachmann, Töpper (38. Steinhoff), Winkler, Kroner, Artinger, Eckey, Pate.

0:1 Schepmann (31.), 0:2 Hölscher (35.), 0:3 Hölscher (55.), 1:3 Kroner (82.)

Der Hausherr ging nach einer schönen Aktion früh in Führung. Salvatore Cartenzio erzielte nach zwölf Minuten Spielzeit per Volleyschuss nach einer Vorlage von Murat Cengiz den Führungstreffer. Sicherheit gab dieser dem Heimteam jedoch nicht. Stockum kam immer stärker ins Spiel und setzte mehrmals die wackelige Vinnumer Abwehr unter Druck. Zum Torerfolg kam Stockum aber deshalb nicht, weil Vinnums Schlussmann Tobias Beckbauer einen richtig guten Tag erwischte. Alleine in der ersten Halbzeit parierte Beckbauer dreimal sehr gut gegen einschussbereite Stockumer.

Kurz vor dem Pausenpfiff schwächten sich die Vinnumer dann erstmalig selbst. Stefan Eilers flog wegen wiederholten Foulspiels vom Platz. Nur zwei Minuten nach der Pause war der Bann aber gebrochen. Tolga Köroglu nahm einen Pass von Lars Zimmer vom rechten Flügel dankend an und musste nur noch einschieben. Nach 67 Minuten folgte dann die nächste, unnötige Situation der Westfalia. Marco Most warf einem Stockumer Gegenspieler beim Einwurf den Ball an den Hinterkopf. Zurecht wurde er mit Rot vom Platz gestellt. Mit neun Akteuren war Vinnum völlig unterlegen. Schnell erzielte der Gast durch Tim Köhler die 2:1-Führung (69.). Nachdem der SV weitere Male an Beckbauer scheiterte, erhöhten kurz vor Schluss Firat Isikili (88.) und Stefan Möer (90.+5) auf den 4:1-Endstand.  

Beckbauer – Kottis (46. Öztürk), Ergin, Köster, Niermann, Eilers, Cartenzio (46. Stanek), Mu. Cengiz, Most, Me. Cengiz, F. Cengiz.

Packheiser – Zimmer, Köroglu, Eulich, Barthel (57. Köhler), Sudholt (46. Isikili), T. Opsölder, C. Opsölder, Tayar (77. Radstaak), Karaman, Möer.

1:0 Cartenzio (12.), 1:1 Köroglu (47.), 1:2 Köhler (69.), 1:3 Isikili (88.), 1:4 Möer (90.+5)

Gelb Rote Karte Eilers (43.) wegen wiederholten Foulspiels, Rote Karte Most (67.) wegen Tätlichkeit.

Beim 4:0-Auswärtserfolg bei SV Davaria Davensberg war vor allem eine starke zweite Halbzeit ausschlaggebend für den souveränen Sieg. Danach sah es im ersten Spielabschnitt lange nicht aus. Davensberg stellte sich mit allen Spielern hinten rein und machte die Räume so sehr eng. Lediglich Florian Schulte fand nach 33. Minuten einmal den Weg zum Tor. Union blieb aber weiter geduldig und kam nach dem Seitenwechsel des öfteren in die freien Räume und spielte sich so mehr Torchancen heraus. „Es war das erwartet schwere Spiel für uns. Wir wussten, wir müssen geduldig sein, was uns auch wirklich gut gelungen ist. Zwar ist das Ergebnis etwas zu hoch, allerdings auf keinen Fall unverdient“, analysierte Union-Trainer Mario Pongrac die 90 Spielminuten.  Sven Görlich erzielte mit seinen drei Treffern (75./78./90. Minute) nicht nur einen lupenreinen Hattrick und erlegte den Gegner quasi im Alleingang, sondern sicherte auch weiterhin die Tabellenspitze aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber der Sportgemeinschaft aus Selm.

Rudolph - Petrausch, Heimsath, Höning, Voll, Uellendahl (77. Öztürk), Mainka (81. Musiqi), Schulte (65. Coerdt), Beermann, Görlich, Tenberge

0:1 Schulte (33.), 0:2 Görlich (75.), 0:3 Görlich (78.), 0:4 Görlich (90.)

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