Seyit Bulut (18): „Hätte ich das geahnt, wäre ich nicht nach Werne gewechselt“

Fußball

Er kam mit großen Ambitionen und wurde schnell ausgebremst. Seyit Bulut wechselte im Sommer zum Fußball-A-Ligisten Eintracht Werne, darf da aber nicht wie erhofft bei den Senioren spielen.

von Marcel Schürmann

Werne

, 18.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Seyit Bulut (18): „Hätte ich das geahnt, wäre ich nicht nach Werne gewechselt“

Seyit Bulut kam als Hoffungsträger zu Eintracht Werne. Bevor er der ersten Mannschaft auch helfen kann, muss er sich jedoch noch gedulden. © David Döring

Das hatte er sich anders vorgestellt. Nach einjähriger fußballerischer Pause wollte Seyit Bulut endlich wieder durchstarten - wenn auch etwas tiefer als er es in seiner Jugendzeit gewohnt war. Der 18-Jährige wechselte im Sommer zu Eintracht Werne, hat - wie der Klub auch - hohe Ambitionen. Doch weil er die Seniorenerklärung nicht erhielt (wir berichteten), muss er noch ein halbes Jahr für Eintrachts U19 in der Kreisliga B auflaufen, ehe er ab Frühjahr 2020 bei den Senioren durchstarten darf.

„Leider wusste ich nicht, dass ich nicht direkt für die Senioren spielen darf. Hätte ich das geahnt, wäre ich auch nicht nach Werne gewechselt, sondern hätte mich erneut der TSC Eintracht aus Dortmund angeschlossen“, erzählt Bulut im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Verantwortlichen des Dortmunder Klubs seien bereits auf Bulut zugekommen, „doch da hatte ich schon in Werne zugesagt“, so Bulut, der von seinem Kumpel Rachid Souita, der seit der vergangenen Winterpause das Eintracht-Trikot trägt, zu den Evenkämpern gelotst wurde.

Er sei „schon sehr traurig“ ob der für ihn verzwickten Situation: „Ich wollte endlich Senioren-Luft schnuppern, Erfahrung sammeln und bis Ende des Jahres was reißen. So muss ich die Situation jetzt einfach hinnehmen.“

Premiere für Bulut - das erste Mal Kreisliga in seiner Karriere

Seine neuen Mannschaftskollegen in der A-Jugend hat Bulut noch nicht kennengelernt, trainiert der Mittelfeld-Mann schließlich bereits bei der ersten Herrenmannschaft mit. Ob nun Herren oder U19 - eine Premiere wird es für Bulut sowieso. „Ich habe noch nie in der Kreisliga gespielt“, sagt Bulut lachend. In seinem Jugendverein Hammer SpVg spielte er immer überkreislich. Danach folgte der Schritt zu Eintracht Dortmund, von wo aus es ihn relativ schnell nach Hombruch zog, wo er schließlich bis zur U17 in der Bundesliga West spielte, ehe ihn eine Knöchelverletzung im vergangenen Jahr ausbremste. „Die ist zum Glück komplett verheilt“, verrät Bulut.

Bis zu seinem Engagement in Hombruch weckte Bulut Begehrlichkeiten. „Ich war beim Probetraining beim VfL Bochum und bei Preußen Münster, aber da war die Konkurrenzsituation enorm groß, sodass es am Ende leider nicht mit einem Wechsel geklappt hat. Mir wurde dann nahegelegt, nach Hombruch zu wechseln“, erklärt Bulut diesen Schritt.

Aufstieg? „Wäre eine tolle Sache“

Auch wenn Bulut erst ab Januar offiziell für die Senioren spielberechtigt ist, bereits jetzt hat er ein festes Ziel im Blick. In Mannschaftskreisen von Eintrachts Erster wurde bereits das Saisonziel Meisterschaft formuliert. Dem schließt sich Bulut an. Wenn am Ende sogar der ganz große Wurf - der Bezirksliga-Aufstieg - dabei herausspringen würde, hätte er nichts dagegen. „Aufsteigen ist immer eine tolle Sache“, sagt er.

Dies ist ihm in jungen Jahren mit der Hammer SpVg bereits zwei Mal gelungen. Wenn es im Juni 2020 dann zum dritten Mal klappen sollte, wäre Buluts Frust nach der verpassten Hinrunde bei den Eintracht-Senioren wohl schnell vergessen.

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