So haben die Werner Volleyballer gespielt

Volleyball: TV Werne

Das Damen-Team des TV Werne verpasste in einer spannenden Partie gegen Paderborn den Matchball. Am Ende waren die Oberliga-Volleyballerinnen aber stolz auf den Punktgewinn gegen den Drittplatzierten. Die Herren mussten am Wochenende gleich zwei mal ran und holten drei Punkte gegen den Abstieg.

von Juri Kollhoff

WERNE

, 25.02.2018, 18:04 Uhr / Lesedauer: 3 min
Anna Jäger und Co. fanden nach schlechtem ersten Satz noch ins Spiel.

Anna Jäger und Co. fanden nach schlechtem ersten Satz noch ins Spiel. © Christian Greis

Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne empfingen am Samstagabend VoR Paderborn. Gegen den Drittplatzierten entwickelte sich nach schwachem ersten Satz ein hochklassiges Fünfsatzspiel, das der Paderborner Aufstiegsaspirant nach zahlreichen Führungswechseln für sich entscheiden konnte.

Damen, Oberliga

TV Werne – VoR Paderborn

2:3 (12:25, 28:26, 25:19,

26:28, 11:15)

Während Werne bei den Siegen gegen die Topteams aus Hörde, Sande und Hennen immer gut aus den Startlöchern kam, war das gegen Paderborn anders. VoR-Trainerin Sue Turner hatte ihr Team perfekt auf Werne eingestellt, die sich nicht vom hohen Aufschlags- und Angriffsdruck des Kontrahenten befreien konnten. Gegen hervorragende Rückraumangriffe und schnelle Bälle über die Mitte hatte Werne beim 12:25 im ersten Satz noch kein Mittel.

Im zweiten Durchgang kam Werne besser in die Partie. Die junge Paderborner Mannschaft konnte ihr Niveau zwar halten, doch Werne hielt mit Kampf dagegen. Aufgrund der verbesserten Annahme hatte auch Werne die Möglichkeit, schnell über die Mitte zu spielen und so konnte der Underdog nach einem denkbar knappen 28:26 zum 1:1 ausgleichen.

Werne kann Schwung aus knappem zweitem Satz mitnehmen

Das gab Rückenwind, den der TVW auch in den nächsten Satz mitnehmen konnte. Werne punktete abwechslungsreich mit schnellen Angriffen und über Außen. Paderborn hielt mit starken Diagonalangriffen dagegen. Aber die Abwehr des TVW stand nun besser und konnte ein ums andere Mal die Angriffe entschärfen und die Ballwechsel in eigene Punkte ummünzen. Nach so einem deutlichen ersten Satz hätte wohl keiner der Zuschauer damit gerechnet, dass Werne nach drei Sätzen in Führung gehen würde.

Es sprach für das hochklassige und spannende Spiel, dass auch Paderborn noch zulegen konnte. Die Führungen wechselten hin und her. Als Werne beim Stand von 25:24 einen Matchball hatte, behielten die Nachwuchskräfte aus Paderborn die Nerven und konnten den Satz noch zum 28:26 drehen. Nach mehr als zweieinhalb Stunden Spielzeit schwanden dem TVW im Tiebreak die Kräfte und Paderborn setzte sich 3:2 durch.

Lob kam am Ende auch vom Gegner

„Klasse, wie die Mädels sich nach dem katastrophalen ersten Satz vom Druck befreit haben. Damit hätte wohl niemand gerechnet“, sagte Bakiewicz. „Auch wenn wir uns ärgern, dass wir den Sack im vierten Satz nicht zugemacht haben, können wir stolz sein, gegen starke, siegeshungrige Paderborner einen Punkt geholt zu haben.“ Auch Paderborns Trainerin Sue Turner äußerte sich nach dem Spiel zur TVW-Leistung: „Werne hat sich gegenüber dem Hinspiel enorm gesteigert. Wenn wir 1:3 verlieren, wäre das auch gerechtfertigt gewesen.“

Der Punktgewinn kann für Werne noch wichtig werden: Als Siebtplatzierter hat das Team momentan sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der RC Borken Hoxfeld mit einem Spiel weniger innehat.

TVW: Böttger, Krock, Grewe, Wienker, Rottmann, Steinweg, Jäger, Kablitz, Weckendorf, Reininghaus, Struwe, Böhle

Die Landesliga-Volleyballer des Werner SC haben an ihrem Doppelspieltag drei von sechs möglichen Punkten im Abstiegskampf geholt und ihr Ziel für das Wochenende erreicht. Im Nachholspiel am Freitagabend gegen den TV Brilon setzte sich Werne verdient 3:0 durch, während der Klub am Tag darauf gegen den Tabellendritten TV Jahn Bad Lippspringe keinen guten Eindruck machte.

Herren, Landesliga

Werner SC – TV Brilon

3:0 (25:21, 25:19, 25:21)

Gegen Brilon startete Werne ordentlich in die Begegnung, konnte aber die von Coach Bronek Bakiewicz vorgegebene Aufschlagstaktik nicht immer umsetzen. So machten sich die Werner das Leben schwerer als nötig – letztlich sorgten Wernes Hauptangreifer Philipp Zurwieden und Dominik Czarnetzke aber dafür, dass Werne den Satz für sich entscheiden konnte. Auch Zuspieler Dennis Szillus erwischte einen guten Tag. Ohne wirklich zu glänzen, ging Werne 2:0 in Führung.

Im dritten Satz kam dann etwas mehr Stimmung in der Halle auf, als Publikumsliebling Hauke Franek eingewechselt wurde und mit guten Angriffen dabei half, das wichtige 3:0 klarzumachen. „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, aber es hat gereicht, um drei Punkte zu holen und in unserer aktuellen Situation ist es wichtig, dass wir Zählbares aus den Partien mitnehmen“, sagte Bakiewicz.

Werner SC – B. Lippspringe

0:3 (20:25,9:25,19:25)

Im zweiten Spiel des Wochenendes nahm es der WSC mit Bad Lippspringe auf. Bakiewicz war verhindert und so übernahm der verletzte Stephan Hoppe das Coaching. Bad Lippspringe spielte abgeklärter als Brilon und so hatten Hoppes Mannen von Anfang an Probleme, ins Spiel zu finden. Hoppe hatte nur sieben Spieler zur Verfügung und so waren seine taktischen Möglichkeiten sehr begrenzt.

Zuspieler Dennis Szillus erwischte zudem einen rabenschwarzen Tag, wodurch Werne vor allen Dingen Probleme im Spielaufbau hatte. Das nutzten die Ostwestfalen aus und ließen dem WSC keine Chance. Im zweiten Durchgang gab es sogar die Höchststrafe, als Werne nur neun Punkte erzielen konnte.

Eine positive Nachricht gab es am Samstag trotzdem zu vermelden: Wernes Verfolger VV Schwerte unterlag ebenfalls 0:3. Somit wächst der Werner Vorsprung auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte an. Die Chancen auf den direkten Klassenerhalt stehen also gut. Zum Showdown zwischen Schwerte und Werne kommt es am Sonntag, 4. März, dann kann der WSC den Klassenerhalt endgültig klarmachen, wenn er mindesten zwei Sätze gewinnt.

WSC: P. Zurwieden, Jankowski, Szillus, Lange, Berges, Franek, Czarnetzcke

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